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Biathletin Hauser will im Sprint Wiedergutmachung betreiben
Auch Gandler will sich verbessern. Die Italienierin Wierer erklärte Einzelrang fünf mit ihrer Periode.
Biathletin Lisa Hauser geht beim olympischen 7,5-Kilometer-Sprint am Samstag in Antholz mit einer gewissen Wut im Bauch an den Start.
Die Tirolerin lag am Mittwoch im Einzelbewerb lange auf Medaillenkurs, vergab dann aber mit drei Fehlern im letzten Schießen die Chance auf einen Podestplatz. "Es ist ein neues Rennen, ein Neustart von Null", erklärte Hauser. Sie hoffe auf "das eine oder andere Mal mehr Glück".
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Allzu viel wollte sich die 32-Jährige aber nicht mehr mit dem Malheur im Einzel-Event befassen. "Mein Ziel ist es, gut zu schießen und eine gute Performance auf der Loipe abzuliefern", meinte Hauser, die im Einzel Platz 27 belegte.
Gandler: "Leistung im Einzel war bescheiden"
Damit lag sie fünf Ränge vor Anna Gandler, die sich für Samstag eine Steigerung erwartet. "Meine Leistung im Einzel war bescheiden, ich habe blöde Fehler gemacht, die einfach nicht passieren dürfen, zum Beispiel eine Minute am Schießstand zu stehen."
Daran wurde im Training gearbeitet. "Jetzt ist es mein Ziel, beim Schießen fehlerfrei zu bleiben - das habe ich drauf - und auf der Loipe alles rauszuholen, was geht", erklärte Gandler. Neben Hauser und Gandler geht auch die Mittwoch-62. Anna Andexer im Sprint an den Start. Anstelle von Tamara Steiner dürfte Anna Juppe zum Zug kommen.
Goldfavoritinnen kommen aus Frankreich, Skandinavien und Italien
Als Goldfavoritinnen gelten die Französinnen um die zweifache Goldmedaillengewinnerin Julia Simon sowie Lou Jeanmonnot. Dazu kommen die Norwegerin Maren Kirkeeide, die schwedischen Öberg-Schwestern und die Italienerinnen Lisa Vittozzi und Dorothea Wierer.
Letztere lieferte eine Erklärung dafür, warum es am Mittwoch nur zu Rang fünf gereicht hatte. "Ich habe meine Periode. Mir geht es nicht schlecht, aber ich bin eben ein bisschen platt", meinte die 35-jährige Südtirolerin und fragte:
"Warum sollen die Leute nicht wissen, dass man nicht bei 100 Prozent ist? Das ist doch das Normalste überhaupt. So ist eben der Zyklus des Lebens bei uns Frauen - im wahrsten Sinne des Wortes."
Der Zeitpunkt sei zwar ungünstig, "aber in meiner ganzen Karriere gab es nicht eine Weltmeisterschaft oder Olympiade, bei der ich nicht meine Tage hatte." Für den Sprintbewerb zeigte sich die vierfache Weltmeisterin, die nach ihren Heim-Winterspielen ihre Karriere beendet, zuversichtlich. "Da greife ich wieder an."