Skeleton: Wie bitter! Nur Blech für Janine Flock

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Janine Flock bleibt olympisches Edelmetall weiterhin verwehrt.

Die 28-jährige Tirolerin, die nach drei von vier Läufen auf Platz eins gelegen war, fällt in der Entscheidung noch auf Rang vier zurück. Gold geht an Titelverteidigerin Lizzy Yarnold aus Großbritannien. Flock fehlen letztlich 2 Hundertstel auf Bronze.

Silber gewinnt die Deutsche Jacqueline Lölling, Bronze die Britin Laura Deas. Flock liegt als Vierte am Ende 0,64 Sekunden hinter der Siegerin, ihr Vorsprung vor dem Lauf auf Yarnold hatte zwei Hundertstelsekunden betragen.

Somit verpasst Flock die erste Skeleton-Medaille für Österreichs Frauen bei Olympia.

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Flock: "Ein Schlag ins Gesicht"

"Keine Ahnung, ich habe gemischte Gefühle. Ich muss es auch selbst erst einmal verdauen. Ich werde jetzt zuerst einmal meine Familie trösten müssen", beschrieb Flock in einer ersten Reaktion gegenüber der APA, wie sie sich fühle. "So ist der Sport, es geht um Hundertstel. Ich habe einfach einen Scheißfehler gehabt vor der dritten (Kurve/Anm.). Das hat mich diesmal echt viel gekostet."

Im ORF meinte sie: "Als ich die Vier gesehen hab, hab ich mir nur gedacht: 'Ach du scheiße!' Es ist ein Schlag ins Gesicht."

Yarnold wiederholte ihren Olympiasieg von Sotschi 2014. Silber gewann die Deutsche Jacqueline Lölling, Bronze die Britin Laura Deas. Mit einem herausragenden Final-Run in 51,46 Sekunden verbesserte Yarnold den Bahnrekord, den sie am Vortag selbst gesetzt hatte.

Flock lag als Vierte am Ende 0,64 Sekunden hinter der Siegerin, womit sie hauchdünn an der ersehnten Medaille vorbeischrammte. Es wäre die zweite für den heimischen Skeleton-Verband nach jener für Martin Rettl gewesen, der 2002 in Salt Lake City Silber gewann.

Olympia 2022? "Lasse ich mir offen"

Im Olympic Sliding Centre war die 28-Jährige nach drei Läufen auf Goldkurs gelegen. Mit rund 50 Zentimetern Vorsprung ging die Heeressportlerin ins Finale, dem auch Sportminister Heinz-Christian Strache vor Ort beiwohnte. Nach den ersten beiden Läufen am Freitag war Flock zwei Hundertstel hinter Lölling Zweite gewesen. "Es ist knapp nach vorne und knapp nach hinten", hatte sie da erklärt.

Beim letzten Versuch baute sie allerdings Fehler ein und fiel mit der nur zehntbesten Laufzeit sogar noch aus den Top drei. 3, 2, 1 und 4 - so lauteten die Gesamtplatzierungen von Flock nach jedem Lauf. Bei ihrer ersten Olympia-Teilnahme 2014 hatte sie den neunten Platz erreicht.

Ob die 28-Jährige auch ein drittes Mal im Zeichen der Fünf Ringe antritt, weiß sie noch nicht. "Dafür müsste sich strukturell einiges im Verband ändern. Ich weiß nicht, ob ich unter diesen Voraussetzungen, wie es aktuell ist, weiterfahre. Schauen wir, was es für einen Lauf nimmt", erklärte Flock, die auf eine Fusionierung des Bob- und Skeletonverbandes mit dem ÖRV hofft. "Wenn das so der Fall ist und gewisse Leute nicht mehr tätig sind, dann fahre ich sicher weiter."

Das hat Flock die Medaille gekostet

Cheftrainer Michael Grünberger war die Enttäuschung ebenfalls anzusehen. Mit einer langen, tröstenden Umarmung begrüßte er Flock, ehe er den Medien Rede und Antwort stand. "Der vierte Lauf war leider Gottes der Schlechteste der vier. Ich habe schon vor dem Rennen gesagt, die Konstantesten werden die Medaillen machen. Janine war dreimal dabei und beim letzten Lauf hat sie eben gepatzt."

Die genaue Analyse des Funktionärs: "Sie hat die Einfahrt in die zweite Kurve gut erwischt, aber den zweiten Lenkpunkt um fünf bis sieben Meter zu früh gesetzt und ist dann bei der Ausfahrt an die Bande gekracht. Das hat sicher die zwei Hundertstel für Bronze gekostet und wahrscheinlich wäre es sich für Silber noch ausgegangen."

Yarnold hingegen habe einen "Bombenlauf" heruntergelegt. "Da kann man schon enttäuscht sein, Janine hat alles gegeben. Jetzt schauen wir, wie sich die nächsten Tage und Monate entwickeln. Ich hoffe, dass sie dann noch einmal für Peking angreift. Sie ist noch in einem guten Skeleton-Alter."

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