Das Power-Ranking für die Olympia-Abfahrt

Aufmacherbild Foto:
 

Mit der Herren-Abfahrt steht am Sonntag (3 Uhr im LIVE-Ticker) das erste große Highlight der Olympischen Spiele auf dem Programm.

Läufer und Experten erwarten aufgrund der Strecken-Charakteristik und Bedingungen in Jeongseon ein enges Rennen mit vielen Sieganwärtern. Neben den "üblichen Verdächtigen" wie Svindal, Jansrud und Feuz sowie den Österreichern könnte es auch Überraschungen geben.

LAOLA1 hat im Power-Ranking die 15 aussichtsreichsten Athleten nach ihrer Sieg-Wahrscheinlichkeit gereiht:

Platz 15: Manuel Osborne-Paradis (CAN)

Bild 1 von 30 | © GEPA

Der "Crazy Canuck" hat in dieser Saison zwar erst drei Top-15-Platzierungen auf dem Zettel, vor allem bei Großereignissen bringt der Routinier seine Leistung aber immer wieder auf den Punkt. Im ersten Training in Jeongseon fuhr er Bestzeit (mit Torfehler). 

Bild 2 von 30 | © GEPA

Platz 14: Andreas Sander (GER)

Bild 3 von 30 | © GEPA

Der Deutsche fährt seine bisher stärkste Abfahrtssaison, er zeigte unter anderem mit Platz sechs in Kitzbühel auf. Im Abfahrts-Weltcup liegt er auf Rang 13. 

Bild 4 von 30 | © GEPA

Platz 13: Christof Innerhofer (ITA)

Bild 5 von 30 | © GEPA

Der Italiener hat eine durchwachsene Saison hinter sich. In Beaver Creek und Gröden präsentierte er sich mit den Plätzen 4 und 5 stark, in Kitzbühel und Wengen schied er aus. Die Verhältnisse in Südkorea dürften dem "Eisliebhaber" ebenfalls nicht entgegenkommen. 

Bild 6 von 30 | © GEPA

Platz 12: Aleksander Aamodt Kilde (NOR)

Bild 7 von 30 | © GEPA

Kilde fährt im Schatten seiner Landsmänner Svindal und Jansrud eine konstante Saison, für ganz vorne reicht es allerdings nicht. Mit Rang 6 in Lake Louise und 10 in Bormio gelang ihm in diesem Winter nur zweimal der Sprung in die Top 10. 

Bild 8 von 30 | © GEPA

Platz 11: Adrien Theaux (FRA)

Bild 9 von 30 | © GEPA

Der Franzose fährt eine starke Saison, schaffte es in sieben Rennen nur einmal nicht in die Top-15. Sein bestes Ergebnis sind zwei siebente Plätze in Lake Louise und Bormio, in Beaver Creek fuhr er auf Rang acht. 

Bild 10 von 30 | © GEPA

Platz 10: Max Franz (AUT)

Bild 11 von 30 | © GEPA

Der Kärntner jubelte in dieser Saison bereits über einen Podestplatz: Rang 3 in Gröden. Mit Platz 8 in Bormio schaffte er es allerdings nur ein weiteres Mal in die Top 10. In Kitzbühel warf ihn ein grippaler Infekt aus der Bahn. Die Strecke in Jeongseon scheint Franz zu liegen: Im ersten Training belegte er Rang 6. 

Bild 12 von 30 | © GEPA

Platz 9: Peter Fill (ITA)

Bild 13 von 30 | © GEPA

Für den Sieger des Abfahrts-Weltcup 2016/17 war in dieser Saison ein vierter Platz in Lake Louise bisher das höchste der Gefühle. Im Jänner zeigte er wieder aufsteigende Form: Platz 9 in Kitzbühel folgte Rang 6 bei der Olympia-Generalprobe in Garmisch. 

Bild 14 von 30 | © GEPA

Platz 8: Thomas Dreßen (GER)

Bild 15 von 30 | © GEPA

Wer auf der Streif in Kitzbühel gewinnt, kann auch bei Olympia ganz vorne mitmischen. Der Deutsche kommt mit einer breiten Brust und vier Top-Ten-Plätzen (u.a. Rang 3 in Beaver Creek) nach Südkorea und hat nichts zu verlieren. 

Bild 16 von 30 | © GEPA

Platz 7: Vincent Kriechmayr (AUT)

Bild 17 von 30 | © GEPA

Nach seinem Premieren-Sieg im Super-G folgte mit Platz 2 in Garmisch auch der erste Podestplatz in der Abfahrt, den der Oberösterreicher in Kitzbühel als Vierter noch knapp verpasste. Dass Kriechmayr schnell ist, hat er schon oft bewiesen, bei Olympia wird aber auch eine fehlerfreie Fahrt für eine Medaille notwendig sein. 

Bild 18 von 30 | © GEPA

Platz 6: Hannes Reichelt (AUT)

Bild 19 von 30 | © GEPA

5, 4, 3, 5 - Nicht zuletzt seine Bilanz in den letzten vier Rennen macht Reichelt zum Mitfavoriten. Der Routinier weiß, wie der Haase bei Olympia läuft, bleibt abzuwarten, wie er mit den Bedingungen in Jeongseon zurecht kommt. Mit einem Podestplatz könnte es eng werden. 

Bild 20 von 30 | © GEPA

Platz 5: Dominik Paris (ITA)

Bild 21 von 30 | © GEPA

In sieben Rennen nur zweimal nicht in den Top-8, dazu Platz zwei zuletzt in Garmisch und der Sieg beim Heimrennen in Bormio. Paris liegt nicht umsonst auf Rang vier im Abfahrts-Weltcup und ist auf der Olympia-Strecke stark einzuschätzen. 

Bild 22 von 30 | © GEPA

Platz 4: Kjetil Jansrud (NOR)

Bild 23 von 30 | © GEPA

Jansrud fuhr in dieser Saison zweimal aufs Podest: Rang 2 in Gröden folgte Platz 3 in Bormio. Für einen Sieg hat es bis dato noch nicht gereicht. 2016 gewann der Norweger die Generalprobe auf der Olympia-Abfahrt, die Strecke in Jeongseon liegt ihm, wie er auch im Training bewiesen hat. 

Bild 24 von 30 | © GEPA

Platz 3: Matthias Mayer (AUT)

Bild 25 von 30 | © GEPA

Der Kärntner konnte wie Jansrud in dieser Saison noch kein Rennen gewinnen, stand als Zweiter in Lake Louise und als Dritter in Wengen am Podest. Der Speed und die Technik stimmen, die zweite Olympia-Medaille in der Abfahrt nach seinem Sieg 2014 ist auf alle Fälle möglich. 

Bild 26 von 30 | © GEPA

Platz 2: Beat Feuz (SUI)

Bild 27 von 30 | © GEPA

Der Weltmeister kommt als Führender im Abfahrts-Weltcup mit drei Saisonsiegen und zwei zweiten Plätzen im Gepäck nach Südkorea und gehört zu den absoluten Topfavoriten. Auf diesem Niveau entscheiden Kleinigkeiten, seine gefühlvolle Fahrweise könnte dem Schweizer auf der Olympia-Strecke entgegenkommen. 

Bild 28 von 30 | © GEPA

Platz 1: Aksel Lund Svindal (NOR)

Bild 29 von 30 | © GEPA

Der "Super-Elch" ist trotz seiner Leidenszeit und anhaltender Knieprobleme absolute Weltklasse. In sieben Rennen war er bis auf zwei (4. und 8.) immer am Podest, davon zwei Siege und zwei zweite sowie ein dritter Platz. Olympia-Gold in der Abfahrt fehlt noch in seiner Sammlung und wäre eine würdige Krönung dieses Ausnahme-Athleten. 

Bild 30 von 30 | © GEPA


Alle Olympia-Sieger in der Abfahrt im Überblick:

LAOLA1 mit einer Zeitreise durch die Historie der Abfahrts-Olympiasieger:

Bild 1 von 51 | © GEPA
MATTHIAS MAYER - 2014 in Sotschi Bild 2 von 51
Es gibt kaum besseres Timing, als sich mit dem ersten Karriere-Sieg zum Olympiasieger zu krönen. Mayer gelang dieses Kunststück in Sotschi. Bild 3 von 51

Damit war er jedoch nicht der Erste in der jüngeren Vergangenheit der Olympischen Abfahrten. Ein Rückblick auf Favoriten- und Außenseitersiege:

Bild 4 von 51
FRANZ KLAMMER (AUT) - 1976 in Innsbruck Bild 5 von 51
Als Lokalmatador hielt der Kärntner dem immensen Siegdruck eines Favoriten bei Heim-Olympia stand. Bild 6 von 51
Klammer siegte vor seinem langjährigen Rivalen Bernhard Russi (SUI) und Herbert Plank (ITA). Bild 7 von 51
LEONHARD STOCK (AUT) - 1980 in Lake Placid (Bild aus dem Jahr 1988) Bild 8 von 51
Sein erster Abfahrts-Sieg! Als Ersatzmann in die USA gereist, qualifizierte sich der Tiroler und siegte vor Peter Wirnsberger (AUT) und Steve Podborski (CAN). Bild 9 von 51
BILL JOHNSON (USA) - 1984 in Sarajevo Bild 10 von 51
Der US-Boy krönte eine starke Saison. Silber ging an Peter Müller (SUI). Jimmy Steiner holte mit Bronze Österreichs einzige Medaille in Sarajevo. Bild 11 von 51
PIRMIN ZURBRIGGEN (SUI) - 1988 in Calgary Bild 12 von 51
Zurbriggen krönte die Schweizer Dominanz in den Speed-Bewerben Ende der 80er-Jahre. Bild 13 von 51
Silber ging erneut an seinen Landsmann Peter Müller, Bronze sicherte sich Franck Piccard (FRA). Bild 14 von 51
PATRICK ORTLIEB (AUT) - 1992 in Albertville Bild 15 von 51
Eine ähnliche Story wie jene von Mayer oder zuvor Stock: Ortlieb gewann bei Olympia seine allererste Abfahrt. Bild 16 von 51
Mit Startnummer eins legte er am Face de Bellevarde eine Bestzeit hin, die nicht mehr geschlagen werden sollte. Bild 17 von 51
Silber ging an den französischen Lokalmatador Franck Piccard, Günther Mader komplettierte mit Bronze den ÖSV-Jubeltag. Bild 18 von 51
TOMMY MOE (USA) - 1994 in Lillehammer Bild 19 von 51
Olympia-Sieg in der Abfahrt, ohne zuvor im Weltcup gewonnen zu haben? Das können auch US-Boys. Bild 20 von 51
Moe schnappte in Kvitfjell den etablierten Speed-Stars die Gold-Medaille weg. Bild 21 von 51
Für Local Hero Kjetil-Andre Aamodt (NOR) reichte es mit 0,04 Sekunden Rückstand nur zu Silber, Ed Podivinsky (CAN) wurde Dritter. Bild 22 von 51
Moe gewann in derselben Saison nach Olympia noch einen Super-G - der einzige Weltcup-Sieg seiner Karriere. Bild 23 von 51
JEAN-LUC CRETIER (FRA) - 1988 in Nagano Bild 24 von 51
Es muss wohl nicht extra erwähnt werden, dass Cretier in seiner Karriere kein Weltcup-Rennen gewinnen konnte. Bild 25 von 51
Damit war er der dritte Abfahrts-Olympiasieger in Folge, der ohne Weltcup-Sieg zu Gold raste. Perfektes Timing. Bild 26 von 51
Der Franzose verwies Lasse Kjus (NOR) und den Österreicher Hannes Trinkl auf die Plätze. Bild 27 von 51
Die Schlagzeilen nach dem Rennen gehörten jedoch wegen seines "Jahrhundert-Sturzes" weitestgehend Hermann Maier. Bild 28 von 51
FRITZ STROBL (AUT) - 2002 in Salt Lake City Bild 29 von 51
Es lag am Kärntner, die Serie der Überraschungs-Olympiasieger zu beenden. Bild 30 von 51
"The Cat" zählte längst zu den etablierten Speed-Stars, als er in Snowbasin in den Abfahrts-Olymp aufstieg. Bild 31 von 51
Lasse Kjus (NOR) musste sich wie vier Jahre zuvor mit Silber begnügen, Stephan Eberharter eroberte Bronze. Bild 32 von 51
Bis zum Triumph von Mayer in Sotschi sollte Strobl der letzte österreichische Abfahrts-Olympiasieger bleiben. Bild 33 von 51
Ob Hermann Maier, der wegen seines Motorrad-Unfalls verzichten musste, etwas am Siegerfoto geändert hätte? Bild 34 von 51
Strobl konnte es egal sein. Zur Party im Österreicher-Haus reiste auch Vorgänger und Kärntner Landsmann Franz Klammer an. Bild 35 von 51
Eberharter wiederum ließ es sich nicht nehmen, für die musikalische Untermalung zu sorgen. Bild 36 von 51
ANTOINE DENERIAZ (FRA) - 2006 in Turin. Bild 37 von 51
Auch eher unter die Kategorie Überraschung fiel der Olympiasieg von Deneriaz. Bild 38 von 51
Wobei der Sieg des Gleit-Spezialisten auf der Strecke in Sestriere nicht aus dem Nichts kam. Bild 39 von 51
Man wusste vorher, dass man bis zu seiner Fahrt mit Startnummer 30 warten müsste, um den Sieger zu kennen. Bild 40 von 51
Und tatsächlich fing der damals 29-Jährige den in Führung liegenden Favoriten Michael Walchhofer (AUT) noch ab. Bild 41 von 51
Die Bronze-Medaille sicherte sich der Schweizer Bruno Kernen, der neun Jahre zuvor in Sestriere schon Abfahrts-Weltmeister geworden war. Bild 42 von 51
Für Deneriaz, 2002 und 2003 Sieger von drei Weltcup-Rennen, blieb es sein letzter Karriere-Sieg. Bild 43 von 51
DIDIER DEFAGO (SUI) - 2010 in Vancouver Bild 44 von 51
Im routinierten Alter von 32 Jahren krönte sich Defago zum Olympiasieger. Bild 45 von 51
Als erster Schweizer in der Königsdisziplin seit Zurbriggen 22 Jahre zuvor. Bild 46 von 51
Sieben Hundertstel gaben auf der Strecke in Whistler letztlich den Ausschlag zu Gunsten des Schweizers. Bild 47 von 51
Aksel Lund Svindal musste sich mit Silber zufrieden geben, Bronze-Medaillen-Gewinner Bode Miller (USA) hatte auch nur neun Hundertstel Rückstand. Bild 48 von 51
Rang vier ging übrigens an den Österreicher Mario Scheiber. Bild 49 von 51
Defago gewann vor seinem Olympischen Triumph drei Weltcup-Rennen. Bild 50 von 51
Danach sollten noch deren zwei folgen - 2011 in Bormio und 2014 im Super-G von Kitzbühel. Bild 51 von 51
Textquelle: © LAOLA1.at

Klaus Kröll: Das sind die Tücken der Olympia-Abfahrt

Zum Seitenanfang »

LAOLA Meins - Tags folgen

COMMENT_COUNT Kommentare