Grabner: Wegen Erkältung lieber keine Overtime

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Nach seiner Gala beim 5:4-Sieg der New York Rangers bei Eastern-Conference-Spitzenreiter Columbus ist Michael Grabner zum Scherzen aufgelegt.

Auf Twitter gefragt, ob er mit seinem Siegtreffer 17 Sekunden vor Schluss die Overtime unbedingt vermeiden wollte, bestätigt er: "Ich habe eine Erkältung und hatte nur noch wenig Energie."

Um seinen atemberaubenden Speed zur Schau zu stellen, reichte die Energie jedoch noch.

"Eine herausragende Leistung von Grabner", lobt New York Head Coach Alain Vigneault.

Der Rangers-Trainer streicht hervor, dass der 29-Jährige seinen Speed offensiv wie defensiv perfekt eingesetzt hätte. "Elite Sports NY" schwärmt: "Grabners Geschwindigkeit ist erstaunlich. Wenn man ihm auf dem Eis Raum gibt, lässt er die anderen Spieler rund um ihn wie AHL-Spieler aussehen."

"Ich den letzten beiden Spielen war ich vom Kopf her befreiter"

Der Villacher hält nun bei 18 Saison-Toren. In den vergangenen beiden Gastspielen in Philadelphia und Columbus sammelte er sechs Scorer-Punkte - in beiden Matches erzielte er je einen Doppelpack und legte ein Tor auf. Beide Begegnungen beendete er in der Plus-Minus-Wertung mit plus 4.

Grabner führt diesen Lauf auf sein gestiegenes Selbstvertrauen zurück: "In den vergangenen Jahren oder sogar noch vor einigen Wochen hat es sich im Kopf festgesetzt, wenn ich Chancen vergeben habe. In den letzten beiden Spielen war ich vom Kopf her ein wenig befreiter und habe auf dem Eis nicht zu viel nachgedacht."

Beim seinem Siegtreffer gegen die Blue Jackets, als er einen Pass von Seth Jones abfing, auf und davon eilte und eiskalt verwertete, hat man dies gut beobachten können.

"Ich habe versucht, den Puck zu erwischen, nicht aufzuschauen und bin so schnell geskatet, wie ich nur konnte. Ich bin ganz offenkundig nicht der größte Hitter, also muss ich andere Wege finden, um es der gegnerischen Verteidigung schwer zu machen", erläutert Grabner.

18 Tore ohne Powerplay

Nur acht NHL-Spieler haben in dieser Saison mehr Tore erzielt als der Kärntner. Bemerkenswert ist, dass keines seiner 18 Saison-Tore aus dem Powerplay resultiert, er in Überzahl in dieser Saison noch nicht einmal einen Punkt gesammelt hat.

Jeder andere der 50 besten Torschützen dieser NHL-Saison hat zumindest einen Powerplay-Treffer erzielt. Gemeinsam mit Torontos Jungstar Auston Matthews führt er in der Statistik der bei gleicher Mannstärke erzielten Tore.

Nun darf sich der Villacher auf einige Tage Pause freuen. Für die Rangers steht erst am Freitag die nächste Partie auf dem Programm - für Grabner eine besondere gegen seinen letztjährigen Arbeitgeber Toronto.

Seine Verkühlung kann er bis dahin auskurieren. "Jetzt bleibt Zeit, um sich ein bisschen zu erholen", schreibt er auf Instagram.

Grabner war nicht der einzige Österreicher, der in der Nacht auf Sonntag positive Schlagzeilen schrieb. Mit Thomas Vanek und Michael Raffl netzten auch die beiden anderen ÖEHV-Legionäre in der besten Eishockey-Liga der Welt. Hier die Spielberichte:

Textquelle: © LAOLA1.at

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