Gültig ab dem heurigen Sommer (auszugsweise):
Erhöhungen der Minimumgehälter für NHL und AHL (für NHL-Deals, nicht AHL only)
Spieler aus Europa im Alter von 25 - 27 Jahren mussten bis jetzt einen Entry-Level-Deal über ein Jahr unterschreiben. Jetzt sind die Spieler denen aus Nordamerika angeglichen (keine Beschränkung bezüglich Vertragshöhe und -länge).
Soweit einige der bisherigen Änderungen, ab dem kommenden Mittwoch folgen dann die letzten:
Die maximal mögliche Höchstdauer von Verträgen wird von acht (Vertragsverlängerungen) bzw. sieben (Free Agents bei neuen Teams) Jahren auf sieben und sechs gesenkt.
Signing Bonusse dürften nur mehr maximal 60 % des Gesamtwerts über die Gesamtdauer ausmachen. Im einen oder anderen Jahr kann das darüberliegen, aber eben nicht bezüglich der Gesamtsumme.
Auch das Überbewerten einzelner Jahre bei langfristigen Verträgen ("front-loading") wird erschwert: Das geringste Jahr darf nur mehr 71 % des höchsten betragen, aufeinanderfolgende Jahre dürfen sich nur um höchstens 20 Prozent voneinander unterscheiden.
In den letzten Wochen wurden noch einige langfristige und hochdotierte Verträge abgeschlossen. Cale Makar etwa machte sich zum neuen NHL-Rekordmann – Cap Hit 20,4 Millionen, Gesamt: 163,2 Millionen.
Diese Summen werden sicher in den nächsten Jahren weiter überboten werden, doch nicht alle Details können dann übernommen werden:
8 Jahre für Makar – sinken ab Mittwoch auf 7 maximal ab
Die Signing Bonusse betragen insgesamt 127,6 Millionen, also 78 % der Gesamtsumme. Das liegt eben über den zugelassenen 60 % ab Mittwoch.
Die (in Zukunft leicht reduzierten) Vorteile von großen Signing Bonussen: Sie müssen auch bei Lockouts bezahlt werden, das Geld steht dem Spieler schon zum jeweiligen Saisonbeginn zur Verfügung.
Kleiner Vorteil für die Teams: In späteren Jahren, wenn der Signing Bonus schon bezahlt wurde, kann der Spieler mit seinem geringeren Gehalt leichter getradet werden. Der Cap Hit bleibt zwar immer gleich (auch wenn der Deal front-loaded war), das tatsächlich zu bezahlende Gehalt dann nicht mehr.
Die neuen Änderungen betreffen auch Makars Vereinskollegen Nathan McKinnon, auch wenn dessen Deal schon 2023 in Kraft trat: Dieser Acht-Jahres-Vertrag war so auf die ersten Jahre gewichtet, dass er die beiden Saisonen von 2029 bis 2031 unter das jetzt erhöhte Ligaminimum gefallen wäre!
Die 10.000 $ Differenz pro Saison werden auf fünf Jahre aufgeteilt, deswegen steht MacKinnon mit dem unrunden Cap Hit von 12.604.000 Dollar von heuer bis 2031 in den Büchern.
Weitere Neuerungen ab Mittwoch:
Neue Regeln für Emergency Backups (statt Rotation wird es leichter, immer den gleichen Mann zu nominieren)
Neue Regeln bei Personalmangel – Wenn ein Team aufgrund von Verletzten und mangelndem Cap-Spielraum keinen kompletten Roster mehr stellen kann, müssen sie weiterhin ein Spiel mit diesem reduzierten Aufgebot absolvieren. Danach können sie einen Spieler zum Ligamindestgehalt & 375.000 Dollar (bis jetzt 100.000 Dollar) holen. Der Unterschied zwischen dem neuen Cap Hit und dem vorhandenen Cap-Space wird dann in der darauffolgenden Saison vom Cap Space abgezogen.
Kein Fitness Testing mehr zu Beginn der Camps – ein Entgegenkommen gegenüber der Spielergewerkschaft, die wiederum den 84 Spielen pro Saison (bis jetzt 82) zustimmte. Statt im Oktober beginnen die Spielzeiten jetzt immer Ende September, die Camps wurden dafür verkürzt.
Kein Dresscode mehr:
galt inoffiziell schon letzte Saison, einige GMs oder Coaches bestanden durch die Blume aber noch drauf. Gut möglich, dass jetzt Coaches wirklich die letzten Krawattenträger bleiben.
Eine Änderung wurde von NHL-Vize Bill Daly so en passant mitgeteilt: Schon in der letzten Saison hätten 19-jährige Spieler, die in der ersten Runde gedraftet wurden und in der CHL spielen, in die AHL geschickt werden können. Das wurde aber auf die heurige Saison verschoben.
Und, wie Daly vor kurzem feststellte, geht es jetzt nicht mehr nur um einen Spieler pro Saison, sondern es könnten auch mehrere sein. Das änderte sich vom damals unterzeichneten “Memorandum of Understanding” zum tatsächlich ausgefertigten neuen CBA.
Ab nächsten Mittwoch müssen also alle Agenten und GMs bezüglich der neuen Regeln sattelfest sein, Verträge zu den alten Regeln bis dahin abgeschlossen sein...