Saisonvorschau

Olimpija Ljubljana: Gelingt der Sprung in die Spitzengruppe?

Die Slowenen waren bereits im vergangenen Jahr sehr stabil unterwegs. Heuer soll das sogar getoppt werden. Saisonvorschau:

Olimpija Ljubljana: Gelingt der Sprung in die Spitzengruppe? Foto: © GEPA

Die Franchise aus Slowenien konnte in der vergangenen Saison in der win2day ICE Hockey League aufzeigen. Am Ende scheiterte man an Pustertal im Halbfinale.

Doch was ist von Olimpija Ljubljana in der kommenden Spielzeit zu erwarten?

LAOLA1-Scout Bernd Freimüller liefert die Antwort in seiner traditionellen Saisonvorschau:

Ein Blick zurück

Der sechste Platz mit saftigen 17 Punkten Vorsprung auf den Siebten aus Wien, dann Bozen im Viertelfinale mit 4:1 bezwungen. Erst gegen den HC Pustertal ging einigen der älteren Herren die Puste aus.

Der große Transfercoup im Sommer (allerdings schon Monate vorher festgezurrt): zwei Drittel des Karawankenexpresses aus Bremerhaven mit Ziga Jeglic und Jan Urbas. Dazu kamen noch einige Rochaden auf den In- und Ausländerpositionen...

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Ausrufezeichen des Kaders

Jeglic und Urbas waren bis zuletzt Leistungsträger und Publikumslieblinge in Bremerhaven. Allerdings sind sie mittlerweile schon 38 und 37, dazu kommen bei Urbas noch einige Kopftreffer in den letzten Jahren.

Wenn sie noch dominierende Rollen einnehmen können, wird das ein spürbarer Upgrade am Einheimischen-Sektor. Es würde natürlich auch helfen, wenn Luka Gomboc – beim KAC dauerverletzt – eine bedeutende Rolle im Kader einnehmen könnte.

Bine Masic (wieder genesen) und vor allem Marcel Mahkovec sind nicht nur für Ljubljana, sondern auch im Ligavergleich Top-Einheimische.

Vor allem der schnelle und torgefährliche Mahkovec steigert sich von Saison zu Saison, könnte wie eben Urbas, Jeglic oder Miha Verlic sein Glück in einer besseren Liga finden.

Die Defensive blieb gegenüber der Vorsaison unverändert – der zur Deadline gekommene Ex-Dornbirner Reid McNeill stellte sich noch als gute Verstärkung vor.

T. J. Brennan (37) zeigte sich im Grunddurchgang unverwüstlich und wurde daher auch zum Liga-MVP gekürt. In den Playoffs ging ihm dann die Luft aus. Doch die Olimpija-Defensive schaut auf dem Papier stark aus – Coach Ben Cooper verfügt über mindestens acht ligaerprobte Defender.

Fragezeichen des Kaders

Fragezeichen des Kaders
Defender T. J. Brennan.
Foto: ©IMAGO / Daniel Scharinger

Wie beim KAC sticht die hohe Anzahl der Oldies im Kader hervor – Jeglic, Urbas, Brennan, Blaz Gregorc (36), Zach Boychuk (36) und Ziga Pance sind alle Generation 35+, dazu noch sieben Cracks über 30. Ob das über die gesamte Saison gutgeht?

Auf den Legionärspositionen gibt es mit Josh Lawrence und Chris Douglas nur zwei neue Namen. Lawrence sollte alles mitbringen, um zu einem der Top-Speedster der Liga zu werden.

Douglas hat fünf U-Sports-Saisonen hinter sich, ist wie alle Spieler dieser Liga natürlich so etwas wie eine Wundertüte. Die beiden sollten aber scoren, da Boychuk auch schon etwas ältlich wirkte.

Paare wie Jeglic-Urbas, Boychuk-Nikolai Meyer und eben Lawrence/Douglas könnten bei Gelingen das Scoring auf drei Linien aufteilen.

Goalie Lukas Horak fiel ab der Mitte der letzten Saison aus, meldete sich zur WM aber wieder fit. Sein überaus intensiver Stil – kombiniert mit viel Zetern nach Gegentoren – könnte im Alter aber zum Problem werden.

Der neue Backup Zan Us präsentierte sich bei der WM wie man ihn aus seinem letzten ICE-Gastspiel kennt – stets bereit für skurrile Gegentore. Ein längeres Einspringen sollte man ihm eher nicht zumuten. 

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Headcoach Ben Cooper.
Foto: ©IMAGO / Daniel Scharinger

Hier könnte nachgerüstet werden

Ein Legionärsplatz ist noch frei, hier kann je nach Bedarf noch auf jeder Position nachgelegt werden.

Vielleicht aber diesmal im jüngeren Segment als in der letzten Saison mit Andrew MacWilliam und Dustin Tokarski, die beide schon reichlich rostig wirkten...

Ausblick

Sowohl in der Defensive als auch im Angriff ist Ljubljana weit tiefer besetzt als der Großteil der Ligakonkurrenz.

Dazu kommt noch Coach Ben Cooper, der letzte Saison ebenfalls gute Arbeit ablieferte sowie Geldgeber Alexandre Lefebvre, seit dessen Einstieg die finanziellen Schieflagen Vergangenheit sind.

Es würde nicht überraschen, wenn sich Olimpija ohne Probleme unter den Top-6 festsetzt und weiter nach oben klettert...

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