88 ICE-Legionäre auf dem Freimüller-Prüfstand

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88 neue Legionäre waren in der heurigen Saison in der bet-at-home ICE Hockey League zu sehen.

Ein Überblick von LAOLA1-Scout Bernd Freimüller darüber, wer floppte und wer die Liga bereichert hat.

Die 88 beurteilten Spieler wurden in sechs Kategorien eingeteilt:

Volltreffer – Der Spieler ragt aus der Mannschaft heraus, machte diese erheblich besser und ist eine Attraktion für die Liga. Diesen Status erreichten lediglich acht Cracks.

Wertvolle Verstärkung – Der Spieler ist ein wesentlicher Eckpfeiler im Team und hebt das Niveau des Teams an. Bringt seine Stärken in den meisten Spielen ein und hält sein Level über die ganze Saison.

Solide – Erfüllt die ihm zugeteilte Rolle und bringt über den Großteil der Saison die erwartete Leistung.

Mitläufer – Mehr Schatten als Licht, helfen der Mannschaft kaum.

(Bis jetzt) Fehlgriff – Konnten Erwartungen in keiner Weise erfüllen und dem Team in keiner Weise helfen.

(Noch) nicht zu bewerten – Spieler, die nur kurz hier waren (z.B. Tyler Beskorowany) oder erst vor kurzem verpflichtet wurden

Legionäre, die innerhalb der Liga wechselten (z.B. Rick Schofield) wurden nicht berücksichtigt, Liga-Heimkehrer aber schon.

Grundsätzlich war die Leistung in der heurigen Saison das Hauptkriterium für die Bewertung, nicht alte Verdienste oder Potential für die Zukunft. Das Alter sowie die meist übertriebenen Ankündigungen gehen nur am Rand ein.

Spieler, die nicht die ganze Saison in der ICE verbrachten, können sich eigentlich nicht in den beiden Extrem-Kategorien finden.

Auch wenn es den Populisten gegen den Strich gehen wird: Es geht hier um reine Legionäre, nicht Doppelstaatsbürger wie in Bozen oder Villach.

Volltreffer (8)

Brett Findlay (Center, Bozen): Smart, stark an der Scheibe, sehr gute Chemie mit Dustin Gazley. Einer der spielstärksten Center der Liga.

Sebastian Dahm (Goalie, KAC): Nicht fehlerlos, aber vor allem in den Low-Scoring-Games zu Saisonbeginn oft die Lebensversicherung beim KAC. Ganz stark bei Breakaways.

Paul Postma (Defender, KAC): Gibt dem KAC etwas, was seit Jahren fehlte: Einen schussstarken Rechtsschützen von der blauen Linie, der vor allem im Powerplay eine Waffe ist. Schwächen auf NHL- und KHL-Niveau (1-1-Duelle) spielen auf ICE-Niveau keine Rolle.

Colin Campbell (C, Vienna Capitals): Bis zu seiner Verletzung dominierte er die Liga. Ein Koloss vor dem Tor, dazu mit überraschend guten Abschlussqualitäten. Beinarbeit in dieser Liga kein Problem.

Colin Campbell
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Matt MacKenzie (D, Dornbirn): Es gibt Defender, die mehr sexy sind, aber kaum effektivere. Trifft fast immer die richtigen Entscheidungen, gerät nie in Panik, findet Outlets und zirkuliert Scheibe gut. Wichtiger Nebenmann für Yanni Kaldis. Kai Suikkanen wusste, warum er auf sein Engagement pochte.

Mitch Hults (C, Bratislava): Punktet konstant über die Saison mit stets wechselnden Nebenleuten. Seidene Hände, kann durch Nadelöhre passen, harter Schuss. Kommt auch zurück, dort aber nicht immer positionstreu. Einzige ganz starke Neuerwerbung in Bratislava.

Daniel Campini (Winger, Innsbruck): Einer der besten Schützen der Liga, kann Ecken auswählen und Goalie overpowern. Starke Beinarbeit, daher schwer zu eliminieren. Profitiert auch von Christoffers physischer Präsenz.

Braden Christoffer (C, Innsbruck): Fräst sich durch die gegnerischen Abwehren, stark auf den Eisen, schafft Raum für Ciampini. Nimmt keine Abkürzungen auf dem Eis. Erinnert etwas an Benoit Gratton (auch durch gelegentliche Auszucker), ist aber ein besserer Teamplayer.

Wertvolle Verstärkung (16)

Gleason Fournier (D, Bozen): Einer der besten Skater der Liga. Würde in weniger tief besetzten Defensiven als der in Bozen eine weit prominentere Rolle (vor allem im Powerplay) spielen. Ab und zu mit zu viel Risiko.

Matt Fraser (W, KAC): Im zuvor oft verwaisten oder unsinnig besetzten (Petersen) Bereich vor dem Tor im PP eine wesentliche Verstärkung. Schüsse gehen schnell von der Schaufel, verschafft sich Raum. Sein Vorteil: Auch wenn er nicht scort (wie am Beginn) ist er durch seinen Kampfgeist ein Faktor.

Alex Petan (W, Fehervar): Kein kompletter Spieler und – wie in der DEL bewiesen – mit defensiven und körperlichen Schwächen. In der ICE allerdings weiterhin ein Mann mit schnellen Reaktionen und Abschlussqualitäten um das Tor herum. Offensiv smart.

Jerome Leduc (D, Vienna Capitals): Rechtsschütze mit einem harten und kontrollierten Schuss (den er in Wien auch mehr einsetzt als zuvor), dazu auch mit genug Grit. Zuletzt aber mit einigen übermotivierten Check-Versuchen.

(Text wird unter dem Video fortgesetzt)

Calvin Pickard (G, Vienna Capitals): War der beste Goalie in Wien, blieb aber nur ein Monat. Starke Körpersprache, gute Fanghand, starke Beinarbeit. Lediglich bei Weitschüssen auf die Blockerhand mit Schwächen.

Taylor Chorney (D, Salzburg): Stark auf den Eisen, sehr gute erste Schritte. Findet Auswege aus engen Lagen, auch körperlich stark. Allerdings keine (PP-)Schusswaffe von der blauen Linie, muss tiefer wandern, um zu Toren zu kommen.

Jesper Eliasson (G, Salzburg): Wäre als Österreicher Kandidat für Nr. 1 im Nationalteam. Brauchte Anlaufzeit, zuletzt aber hochqualifizierter Backup hinter Lamoureux. Groß, hohe Schultern, stilistisch solide. Nur ab und zu etwas zu passiv. Würde sich wahrscheinlich in den nächsten Monaten weiter hinaufspielen.

John-Jason Peterka (W, Salzburg): Bis auf ein kleines Loch dominierend. Explosive Beinarbeit, starker Abschluss, aber auch tolle Pässe. Zeigte sein NHL-Potential.

Devin Brosseau (C/W, Dornbirn): Zunächst noch mit Umstellungsproblemen vom College aufs Profieishockey. Gute Reichweite, versteckt seinen Schuss sehr gut, schnelle Reaktionen ums Tor herum. Frage für AHL ist, wie sehr seine Intensität reicht?

Yanni Kaldis (D, Dornbirn): Profitierte von MacKenzie als Nebenmann, aber nach einer Anlaufphase sehr stark. Ruhig, gutes Positionsspiel, brachte Scheibe auch unter Druck weiter. Nicht physisch, was aber für ICE-HL passt.

Tony Cameranesi (C, Graz): Nach gutem Beginn etwas in ein Loch gefallen. Aber starker Zwei-Weg-Center mit hartem Wrister und Beinen. Starker Teamplayer.

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Michael Rasmussen (C, Graz): Größenvorteile machten ihn zu einem Faktor, konnte Scheibe gut abschirmen und war vor dem Tor nicht wegzubewegen. Kein absoluter Skilled Player, aber in seiner Nische sehr gut. Wieviel Feuer brennt in ihm?

Ryan Culkin (D, Bratislava): Fand sich vom ersten Spiel an gut ein. Verträgt viel Eiszeit, wenige Fehler. Präzise Schüsse und kann auch um Gegner herum zum Tor driften.

Sam Herr (W, Innsbruck): Körperlich stark, kann daher im Verkehr Schneisen fahren und aus Nahdistanz scoren. Hände zwischen AHL-Arbeiter und EIHL-Topscorer angesiedelt.

Colton Saucerman (D, Innsbruck): Ab und zu mit geistigen Aussetzern, vielleicht auch durch viele Eiszeit. Aber ist ein Offensiv-Faktor bei 5-5 und im PP. Starker Schuss und findet freies Eis um den Slot herum.

Will Pelletier (C, Linz): Sicher der beste der Linz-Neuzugänge. Kein Playmaker, aber mir schnellen Bewegungen und Händen. Trotz einiger Gehirnerschütterungen weiter unerschrocken, scheint sich mit der Misere nicht abzufinden.

Solide (26)

Mike Halmo (W, Bozen): Wichtig im Slot und an den Banden. Im Gegensatz zu seinem ersten Gastspiel aber zu oft auf der falschen Seite des Gesetzes und mit zwei Sperren.

Karl Stollery (D, Bozen): Starker Eisläufer, findet Auswege aus engen Lagen. Limitierte Offensive. Nach langer Pause noch mit Aufholpotential.

Blaz Gregorc (D, KAC): Ein solider Top-Vier-Defender für unsere Liga mit Reichweite und guten Beinen. In Rolle als Top-Verteidiger, in die er zeitweise gedrängt wurde, allerdings überfordert, vor allem im Powerplay.

Paul Geiger (D, Fehervar): Fand sich im aggressiven Fehervar-System überraschend gut ein, aus einem Defensiv-Defender wurde ein brauchbarer Puckträger.

Toni Kähkönen (C, Fehervar): Lange Pause tat ihm vielleicht gut, hat Ruf, dass seine Beine ab Dezember stets einbrechen. Nicht schnell, aber mit guter Kampfkraft und stark im Verkehr.

Austin Ortega (W, Salzburg): Gute Hände und sehr gute Beine, die er beide bei seiner Größe auch braucht. Anfangs viel zu sehr ein Perimeter-Player ohne Tordrang, zuletzt aber mit Leistungssteigerung und mehr Torgefahr.

Heißblut Mike Halmo
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Justin Schütz (W, Salzburg): Nach langsamem Beginn ins Laufen gekommen, Tore vor allem als Bumper im Powerplay. Gute Beine, sieht das Eis aber nicht sonderlich gut. Wer ihn nicht als NHL-Prospect sieht, wird mit seinem Spiel besser klarkommen.

Jack Skille (W, Salzburg): Ganz starker Beginn trotz langer Pause, einer der besten Schüsse der Liga, dazu noch immense Reichweite und Puckabschirmung. Fiel dann in ein Loch, jetzt auch noch verletzt.

Nikita Jevpalovs (W, Dornbirn): Einerseits körperlich starker Flügel mit brauchbaren Skills und ok Arbeitseinstellung, andrerseits mit nicht den besten ersten Schritten und öfters weggetreten. Profitierte vom harten Arbeiter Rapuzzi an seiner Seite.

Henrik Nilsson (D, Dornbirn): Solider Defensivverteidiger mit ab und zu überraschenden Offensivelementen. Gute Beine, aber wilde Schüsse.

Olivier Rodrigue (G, Graz): Begann sehr stark, mit schnellen Beinen, aggressivem Spiel und einer guten Fanghand. Fiel dann in ein Loch, saftige Rebounds und zu viele hohe Gegentore. Würde ihn trotzdem Bowns vorziehen.

Olle Alsing (D, Graz): Wurde als NHL-Prospect angekündigt, so sah er nicht aus. Gute Beine, konnte Stürmer in No-Danger-Zones umleiten. Aber trotz PP-Zeit mit wenig offensivem Impakt.

Anton Mylläri (D, Graz): Körperlich stark, hat Gewichtsprobleme aus Jugend überwunden. Solide im eigenen Drittel, mit ein paar offensiven Elementen, aber wieder ein Grazer Defender, der das Spiel nicht schnell auf Offensive umdrehen kann.

(Text wird unter der Diashow fortgesetzt)

Einige Legionäre sind seit Jahren Bestandteil der ICE Hockey League. Aber warum reichte es nicht für mehr? LAOLA1-Experte Bernd Freimüller mit einer Einschätzung:

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John Hughes - seit elf Jahren in der Liga (Ljubljana, VSV, Salzburg)

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Stärken: Kann Plays machen, von denen andere nur träumen. Pin-Point Passer, keine Panik mit dem Puck. NHL-Hände.

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Warum es für keine bessere Liga reichte? Defensive und physische Schwächen, tendiert dazu, Spiel zu verlangsamen. Das beste Beispiel dafür, dass sich ein Spieler und eine Liga gesucht und gefunden haben.

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Drohung seines Agenten vor den CHL-Spielen gegen München, dass ihn ein DEL-Team abwerben könnte, kostete dem RB-Management nur einen Lacher.

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Jean-Philippe Lamoureux - seit zehn Jahren in der Liga (Ljubljana, VSV, Capitals, Salzburg)

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Stärken: Seit Jahren der beste und konstanteste Goalie der Liga. Top-Technik, liest Spiel besser als seine Kollegen, hält Konzentration immer hoch. Athletik auch mit 36 noch ausgezeichnet.

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Warum es für keine bessere Liga reichte? Die Größe - Goalies unter 1,80m werden in den letzten Jahren scheel angesehen. Ein SHL-Team, das vor Jahren Interesse hatte, machte deswegen auch wieder einen Rückzieher.

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Wäre aber auch ausgezeichneter DEL-Goalie (oder vielleicht auch Tschechien oder Finnland) geworden.

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Marc-Andre Dorion - seit neun Jahren in der Liga (Black Wings, Capitals, Black Wings)

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Stärken: Smart, wenn er etwas Zeit und Raum hat (z.B. im Powerplay), kommen seine Pässe punktgenau. Verteidigt durch Positionierung und Stock. Wie fast alle Spieler in dieser Aufstellung fast ohne Verletzungspausen.

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Warum es für keine bessere Liga reichte? Großteil seiner Punkte (Assists) waren kurze Powerplay-Pässe auf Sebastien Piche in beider Glanzzeit. Nicht physisch und erste Schritte waren nie die besten. Top-4-Mann in DEL wäre ein Stretch gewesen.

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Jamie Fraser - seit zehn Jahren in der Liga (Ljubljana, Capitals, VSV)

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Stärken: Findet unter Druck den Weg aus der Zone, kann Scheibe tragen und gut zirkulieren. Top-Backhand beim Klären der eigenen Zone. Produziert schon seit Jahren regelmäßig. Völlig verletzungsresistent.

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Warum es für keine bessere Liga reichte? Kein besonderer Grund, hätte in seiner besten Zeit sicher auch einen guten DEL-Blueliner abgegeben. Leichte Schwierigkeiten beim Rückwärtslaufen und durchschnittlicher Hockey Sense (ab und zu "Forced Plays") sind Details.

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Michael Ouzas - seit zehn Jahren in der Liga (Zagreb, Black Wings, Fehervar)

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Stärken: In seiner guten Zeit ein aktiver, athletischer Reflexgoalie mit guter Beinarbeit.

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Warum es für keine bessere Liga reichte? Mangelnde Größe, Stil etwas zu "busy". Auch öfters von Verletzungen gestoppt. Nun hat er sein letztes ICE-Spiel vermutlich gespielt, Fehervar hat seinen Vertrag zuletzt aufgelöst.

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Olivier Magnan - seit neun Jahren in der Liga (Dornbirn)

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Stärken: Gibt im Rahmen seiner Möglichkeiten alles, kämpft, blockt Schüsse.

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Immer mit einem überschaubaren Price-Tag, daher im Ländle heimisch geworden. Andere Defensivverteidiger in Dornbirn waren nicht entscheidend besser.

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Warum es für keine bessere Liga reichte? Je mehr er spielt, desto schlechter wird er - vor allem, wenn er im Powerplay ran muss. Eiszeit sollte streng limitiert sein. Kein Spiel mit der Scheibe. Ein Dutzendmann für bessere Ligen.

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Rick Schofield - seit acht Jahren in der Liga (Bozen, VSV, Black Wings, Salzburg)

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Stärken: Hat sich von einem Drittlinien-Center zu einem der Top-Pivots der Liga entwickelt. Produziert ohne Defensive zu vernachlässigen, top bei Faceoffs. Körper auch mit 33 in Top-Verfassung.

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Warum es für keine bessere Liga reichte? Keine richtige Begründung, vielleicht weil er bei aller Klasse keine absolut herausragende Eigenschaft mitbringt.

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Hätte aber auch in der DEL (Rob Daum wollte ihn nach Iserlohn holen) reüssieren können, wenn auch nicht in Top-Linie.

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Taylor Vause - seit sechs Jahren in der Liga (Bozen, Capitals)

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Stärken: Einer der absoluten Top-Speedster der Liga und im PK eine Waffe. Übt stetig Druck auf Gegner aus. Kein Top-Linien-Mann, aber konstante Produktion.

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Schwächen: Im Nahverkehr mit körperlichen Defiziten, die sich in einer größeren Liga stärker auswirken würden. Zuletzt auch kleiner Rückgang seiner Beinarbeit. (Relativ) großer Fisch in kleinem Teich hier, Alternative wäre kleiner Fisch in großem Teich gewesen.

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Joel Broda - seit sechs Jahren in der Liga (Bozen, Black Wings, Dornbirn, Innsbruck, Graz)

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Stärken: Wenn im Vollbesitz seiner Kräfte, ein konstanter Produzent. Kann Goalies mit seinem Schuss überwältigen.

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Warum es für keine bessere Liga reichte? Nach drei guten Saisonen in Bozen und Linz der Abstieg nach Dornbirn – das ging schon in die falsche Richtung, danach Schulterprobleme.

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Beinarbeit war nie die beste, kann (wie bisher in Graz) schwerfällig auftreten.

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Andrew Yogan - seit fünf Jahren in der Liga (Bozen, Innsbruck, Fehervar, Dornbirn)

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Stärken: In der offensiven Zone mit der Scheibe auf seinem Stock ein Top-Mann. Kann 1-1-Duelle gewinnen, stets schussbereit, kann aber auch gute Plays machen. Seit Jahren ein Top-Produzent mit mehr als einem Punkt pro Spiel.

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Warum es nicht für eine bessere Liga reichte? Hat selbst in der ICE eine Reputation als "Good Bad-Team-Player". "Defensivschwächen" als Vorwurf ist aber zu ungenau und schwammig.

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Dreht Motor meist nur auf, wenn es um Offensive geht, bei Puck Recovery und -Pressure geht Drehzahl schnell runter.

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Ty Loney - seit drei Jahren in der Liga (Graz, Capitals)

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Stärken: Ums Tor herum kombiniert er große Reichweite mit feinen Händen, kann Scheibe in Top-Cornern versenken. Auf engem Raum von kleinen ICE-Defendern fast nicht zu stoppen. Top im 1-1.

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Warum es für keine bessere Liga reichte? Kein Urgestein, könnte nach Auslaufen seines Vertrags in Wien noch in die DEL lugen. Entschied sich auch für die Capitals und gegen Krefeld.

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Mangelnde Hingabe zur Defensivarbeit und vor allem behäbige erste Schritte sind da die Fragezeichen.

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Johan Porsberger (W, Graz): Hatte Reputation als „lazy player“, soweit würde ich nicht gehen. Aber verlässt sich halt sehr auf seinen Schuss (im Powerplay) und einige gute Pässe. Kaum Impakt abseits der Scheibe und bei Rückeroberung.

Filip Ahl (W, Bratislava): Schaut etwas übergewichtig aus, daher auch mit „Heavy Boots“. Hätte gute Hände und starken Schuss, andere müssen für ihn jedoch die harte Arbeit übernehmen.

Jared Coreau (G, Bratislava): Zahlen sehen ok aus, zuletzt auch solide. Aber ein sehr „unsauberer“ Goalie, der zahlreiche Scheiben in den Verkehr befördert. Größe ist natürlich ein Faktor, Breite eher weniger.

Brock Higgs (C, Bratislava): Weniger Offensive, als ich von ihm in Erinnerung habe und auch nicht gerade leichtfüßig. Fand aber Rolle als Tiefencenter und Penalty Killer, der still und leise auch punktet.

Max Gerlach (W, Innsbruck): Schnelle Hände, guter Schuss, offensiv ein Faktor. Aber körperlich ein Leichtgewicht und im eigenen Drittel ein Risikofaktor.

Mathias Porselund (D, Innsbruck): Das Karriereende ist nah, aber brachte sich bis zu seiner Verletzung noch mit Routine und einem schnellen Stock ein.

Devin Sideroff (W, Innsbruck): Opportunistischer Winger, der bei guten Pässen und freien Pucks schnell auftaucht. Bringt sich aber bei 5-5 wenig ein.

Frederic Allard (D, VSV): Einerseits defensiv ohne große Fehler und mit offensiven Farbtupfern, aber von der Intensität auch kein Difference Maker. Auf und Abs wie das ganze Team.

Jordan Caron (W, VSV): Zeigt wenigstens Torpräsenz und den Willen, seinen Körper einzusetzen. Nie ein Playmaker, habe mir aber mehr von seinem Schuss erwartet.

Sahir Gill (C, VSV): Von Punktewerten her gar nicht so schlecht, lässt auch öfters gute Skills aufblitzen. Aber der Posterboy für die VSV-Misere, indem alles so saft- und kraftlos aussieht…

Kristers Gudlevskis (G, VSV): Steht statistisch gar nicht schlecht da und kann auch für die Offensivmisere nicht zur Rechenschaft gezwungen werden. Aber sehr gewöhnungsbedürftiger Stil: Einerseits lange aufrecht wie ein Goalie in den 80er-Jahren, dann wieder sehr tief im Tor und mit Zuckungen, die den Körper aufmachen.

Scott Kosmachuk (W, VSV): Hatte keinen guten Ruf abseits des Eises, was aber bis jetzt nicht das Problem war. Schuss kann Waffe sein, auch körperlich stark, ohne Scheibe aber mit wenig Beiträgen.

Oskars Bartulis (D, Linz): Mid-Season Upgrade an der blauen Linie, erfahren, gute Reichweite und auch punktuell im Powerplay ein Faktor.

Mitläufer (18)

Ben Youds (D, Bozen): Agil und mobil, aber Fähigkeiten mit Scheibe haben sich in Europa nie in Punkte widergespiegelt. Wegen schwachem Schuss trotz guter Powerplayzeit ohne Impakt.

Fredrik Eriksson (D, KAC): Routine und Smarts helfen ihm immer noch, seine Zeiten als Top-Waffe im Powerplay sind allerdings vorbei. Verließ Straubing Richtung Heimat.

Jaroslav Janus (G, Fehervar): Besser als Ouzas, aber mit sehr hektischen Bewegungen und großen Löchern.

Darren Archibald (W, Vienna Capitals): Pflanzt sich wie erwartet vor dem Tor ein und ist von dort schwer wegzubewegen. Aber zeitweise trotz Größe unscheinbar. Skating geradeaus ok, Agilität und Mobilität ein Problem. Kann sich aber mit mehr Unterstützung noch besser einfinden, große Spieler stecken lange Pausen oft schlechter weg.

Graham McPhee (W, Vienna Capitals): Vegas-Connection brachte ihn nach Wien, aber mehr als ein „Bemüht“ konnte er sich nicht ins Zeugnis eintragen lassen.

Jesper Kokkila (D, Dornbirn): Defensivzweikämpfe kosten ihm noch oft sehr viel Kraft. Auch wenn er kaum punktet glaube ich noch an besseres Offensivpotential.

Oskar Östlund (G, Dornbirn): Völlig ohne Lateralbewegung, daher für Wraparounds und Querpässe immens anfällig. Einzig Größe und eine gewisse Ruhe spricht für ihn.

Anton Straka (C, Dornbirn): Körperlich und defensiv starker Center, aber mit sehr limitiertem Offensivpotential. Kann Platz für Linemates schaffen.

Matt Mangene
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Ben Bowns (G, Graz): Bringt sich selbst viel zu oft aus der Position, in die er dann nur langsam wieder zurückfindet. Weder vor noch nach langer Verletzung vertrauenseinflößend.

Parker MacKay (W, Graz): Solide auf Eisen und entlang der Bande gut. Aber sehr überschaubare Hände und nicht gerade „quick off the mark“.

Maxime Fortier (W, Bratislava): Körperlich schwach und nicht übermäßig schnell. Offensivstürmer mit überschaubarer Offensive.

Tom McCollum (G, Innsbruck): Goaltending in Innsbruck ist nie ein Zuckerschlecken. Aber nicht sonderlich athletisch, Pucks kriechen durch ihn durch und mit langsamer Recovery.

Jonathan Racine-Clarke (D, Innsbruck): Defensiv-Verteidiger, der defensiv nicht gut ist. Driftet immer wieder aus seiner Position, irritiert Partner und macht Löcher auf.

Maxi Kammerer (W, VSV): Wirkte an seinem Gastspiel in Villach nicht sehr interessiert, setzte Speed nur selten ein. Auch in DEL eher Tendenz nach unten.

Matt Mangene (D, VSV): Am Anfang entsetzlich und mit sinnbefreiten Vorstößen ohne Abschluss. Jetzt etwas mehr im Teamkonzept agierend, trotzdem an beiden Seiten des Eises enttäuschend.

Charles-David Beaudoin (D, Linz): Wie erwartet – ehrlicher Tiefenverteidiger, allerdings ohne große physische Präsenz. Im PP natürlich fehlbesetzt, was aber nicht seine Schuld war.

Juha-Pekka Hytönen (C, Linz): Der Geist ist willig, aber das Fleisch (=Beine) ist schwach. War immer Arbeiter, kann mit zunehmendem Alter halt nicht auf Skills zurückgreifen. Meist ein bis zwei Linien zu hoch eingesetzt.

Sebastien Piche (D, Linz): Hat in der Emigration sämtliche Offensive verloren. Hält seine Shifts jetzt kürzer, aber weiter mit schrecklichen Fehlern und keiner Powerplay-Präsenz mehr, die das aufwiegen kann.

(Bis jetzt) Fehlgriff (5)

David McIntyre (C, Salzburg): Schon im vorletzten Sommer in Zug in schlechter Verfassung aufgetaucht, jetzt ein Jahr älter und Off-Season war noch länger. Wirkte lange ausgelaugt und lief der Musik hinterher. Zuletzt aber mit (leichter) Aufwärtstendenz…

Matias Sointu (W, Graz): Speed hat ihn nicht verlassen, aber Offensive sinkt von Jahr zu Jahr. Kaum mehr torgefährliche Szenen und auch kein körperlich starker Spieler.

Adrian Danielsen (D, Innsbruck): Ja, er ist billig, aber das war Thomas Vallant auch und der war sicher nicht schlechter.

Andrew Nielsen (D, Linz): Langsamer als die Polizei erlaubt, dazu noch mit völlig überkandidelten Racheaktionen. Neben Tibor Varga (Bratislava) wohl der schlechteste Spieler der Liga.

Niklas Tikkinen (D, Linz): Mit dem Zweikampfverhalten eines überforderten Juniorenspielers und keiner Offensive, die das wettmachen konnte.

(Noch) nicht zu bewerten

Julian Lutz, Danjo Leonhardt (beide Salzburg), Saku Salmela, Cooper Marody, Anthony Luciani, Vitalijs Pavlovs (alle Dornbirn), Michael Latta (Graz), Sebastian Smida, Michal Mrazik, Sergei Kostitsyn (alle Bratislava), Tyler Beskorowany, Renars Krastenbergs (beide VSV), Dennis Yan (Linz), Steve Johnson (Vienna Capitals), Jakub Sedlacek (VSV)

Textquelle: © LAOLA1.at

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