Harter Brocken für Thiem zum Wimbledon-Auftakt

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Dominic Thiem bekommt zum Auftakt des Grand Slams in Wimbledon einen starken Gegner zugelost.

Der an fünf gesetzte Lichenwörther trifft auf den US-Amerikaner Sam Querrey. Der 31-Jährige liegt momentan zwar nur auf Rang 79 im ATP-Ranking, erreichte 2017 aber das Halbfinale im "All England Club". Zudem steht er bei der Wimbledon-Generalprobe in Eastbourne in der Vorschlussrunde.

Im Viertelfinale könnte es gegen Rafael Nadal (3) zur Revanche für das verlorene French-Open-Endspiel kommen.

Novak gegen Ungarn

Der zweite Österreicher im Hauptbewerb, Dennis Novak, bekommt es erstmals überhaupt mit dem Ungarn Marton Fucsovics (ATP-50) zu tun. Fucsovics hat keine besondere Rasen-Bilanz, kassierte in den beiden vergangenen Jahren ohne Satzgewinn Wimbledon-Auftaktniederlagen.

Titelverteidier Novak Djokovic (1) muss zum Auftakt gegen den Deutschen Philipp Kohlschreiber ran, Roger Federer (2) trifft auf Lloyd Harris aus Südafrika.

Im Doppelbewerb könnte es schon in Runde zwei zum Österreicher-Duell kommen. Sollten Oliver Marach/Jürgen Melzer (14) gegen Hsieh Cheng-peng/Christopher Rungkat (TPE/INA) und Philipp Oswald mit Roman Jebavy (CZE) gegen Hugo Dellien/Guido Pella (BOL/ARG) zum Auftakt gewinnen, würde es um ein Achtelfinalticket zur rot-weiß-roten Auseinandersetzung kommen.

Bei den Damen bekommt es Titelverteidigerin Angelique Kerber in Runde eins mit ihrer deutschen Landsfrau Tatjana Maria zu tun.


Eine Auswahl der Erstrunden-Spiele in Wimbledon:

Spieler/in 1 Spieler/in 2
Dominic Thiem (5) Sam Querrey (USA)
Dennis Novak Marton Fucsovics (HUN)
Novak Djokovic (SRB/1) Philipp Kohlschreiber (GER)
Roger Federer (SUI/2) Lloyd Harris (RSA)
Rafael Nadal (ESP/3) Yuichi Sugita (JPN)
Ashleigh Barty (AUS/1) Saisai Zheng (CHN)
Angelique Kerber (GER/5) Tatjana Maria (GER)
Serena Williams (USA/11) Giulia Gatto-Monticone (ITA)

Straka warnt vor Querrey

Beide Österreicher wurden in die untere Tableau-Hälfte gelost, wobei Thiem zuoberst angeführt ist und sich im Viertel von Rafael Nadal (ESP-3) befindet. Nach Setzliste würde es also im Viertelfinale zu einer Neuauflage des French-Open-Finales kommen.

Nadal, Wimbledonsieger von 2008 und 2010, hätte davor aber wohl zumindest in Runde zwei mit Nick Kyrgios eine harte Aufgabe zu überstehen. Thiem testete den Australier am (heutigen) Freitag in einer Exhibition.

Die Partie in Hurlingham war für den Weltranglisten-Vierten wohl eine gute Vorbereitung auf das Duell mit Querrey. "Auf Rasen ist Querrey eine schwere Auslosung", sagte Thiem-Manager Herwig Straka gegenüber der APA - Austria Presse Agentur, "auch wenn er derzeit sicher nicht auf dem Höhepunkt seiner Leistungsmöglichkeit ist."

Der ehemalige Weltranglisten-11. ist im Ranking nur 79., hat aber nach mehr als zwei Monaten erst diese Woche wieder gespielt.

Und da klappte es in Eastbourne mit vorerst drei Siegen ohne Satzverlust für den 31-Jährigen hervorragend, für Freitag um 15.30 Uhr MESZ war sein Halbfinale gegen den italienischen Qualifikanten Thomas Fabbiano angesetzt.

In Wimbledon hatte Querrey außer der 2017er-Vorschlussrunde 2016 das Viertel- und 2010 das Achtelfinale erreicht. Im selben Jahr gewann er auf Rasen den Titel im Londoner Queen's Club. Im Head-to-Head führt Thiem 3:1.

"Hätte schlimmer kommen können"

Novak durfte zufrieden sein, gegen keinen Gesetzten gelost worden zu sein. Fucsovics kommt als Weltranglisten-50. aber nicht weit dahinter. Der 27-Jährige hat sich ausgiebig auf Rasen eingeschlagen, verlor in Stuttgart im Viertelfinale gegen Milos Raonic (CAN), und vergangene Woche beim Queen's-Auftakt.

Der dreifache ATP-Turniersieger hat seine heuer wertvollsten Ergebnisse im Februar erreicht - Finale in Sofia sowie 500er-Viertelfinali in Rotterdam und Dubai.

In Wimbledon stand der Budapester bisher nur 2017 und 2018 im Hauptfeld, verlor jeweils zum Auftakt ohne Satzgewinn. Novak hat vor dem ersten Duell mit ihm aus 2018 in Wimbledon Runde drei stehen.

Coach Julian Knowle zur APA: "Es hätte definitiv schlimmer kommen können. Aber Fucsovics ist ein guter Spieler, kann auf Rasen gut spielen. Er ist ziemlich komplett, hat keine wahnsinnig großen Schwächen im Spiel. Sein Spiel - flach und zügig - kann Dennis aber gut liegen."

Sollte es übrigens Thiem wie 2017 ins Achtelfinale und es Novak noch eine Runde weiter als 2018 schaffen, würde es im Achtelfinale das Duell der beiden um einen Viertelfinalplatz geben. Für Novak würde es bei einem Auftaktsieg in der zweiten Runde aber zumindest nicht leichter kommen, da es da gegen den Italiener Fabio Fognini (12) oder den US-Amerikaner Frances Tiafoe (USA) ginge. Thiems nächster Gegner wäre Cristian Garin (CHI) oder Andrey Rublev (RUS).

Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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