Nadal adelt Thiem: "Fantastischer Spieler"

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Am Dienstag trifft Dominic Thiem im Viertelfinale der US Open erstmals auf Hartplatz auf Rafael Nadal. Der spanische Weltranglisten-Erste lobt den Österreicher in den höchsten Tönen.

"Er ist ein fantastischer Spieler und ein Spieler mit viel Power. Er ist auch ein toller Kerl, ich habe eine gute Beziehung zu ihm", sagt der 32-Jährige. Der Titelverteidiger meint auch, dass er zulegen muss: "Ich muss mein bestes Match des Turniers spielen, wenn ich eine Chance haben will, im Turnier zu bleiben."


Neue Erfahrung

Thiem könnte am Dienstag wieder ein Kapitel rot-weiß-roter Tennis-Geschichte schreiben. Der Weltranglisten-Neunte, der am Montag in New York seinen 25. Geburtstag feierte, könnte als erster Österreicher überhaupt ins Einzel-Halbfinale der US Open einziehen. Nicht einmal Thomas Muster war dies in drei Versuchen gelungen. Allerdings steht Thiem mit Rafael Nadal ein mächtiger Gegner im Weg.

In bisher zehn Duellen hat Thiem immerhin drei Mal gegen den Sandplatz-König gewonnen. Zuletzt hatte sich Nadal im French-Open-Finale, Thiems erstem Endspiel auf Major-Ebene, wieder glatt durchgesetzt. Doch das elfte Aufeinandertreffen ist ein ganz Besonderes: Thiem ist der einzige Top-Ten-Spieler, gegen den Nadal noch nie auf einem anderen Belag als Sand gespielt hat.

"Auf Sand ist es eine der größten Herausforderungen im Sport überhaupt, gegen ihn anzutreten. Auf Hartplatz wird es eine komplett neue Erfahrung. Ich hoffe, dass es ein bisschen angenehmer ist, aber ich bin nicht sicher", erklärte Thiem. Nadal blieb auf APA-Anfrage dazu eher unbeeindruckt: "Ja, es ist ein anderes Match als auf Sand, aber es ist immer noch ein Tennis-Match. Wir wissen, wie wir spielen. Es wird ein interessantes, hartes Match, hoffentlich für beide von uns."

Nightsession im Arthur Ashe

Thiem hofft nach einer misslungenen Premiere auf dem größten Tennis-Court der Welt, als er vor zwei Jahren im Achtelfinale gegen Juan Martin Del Potro Mitte des zweiten Satzes verletzt hatte aufgeben müssen, auf ein starkes Match. Noch stand es nicht fest, aber allgemein wurde erwartet, dass das Viertelfinale Nadal - Thiem im Arthur Ashe als Nightsession (also in der Nacht auf Mittwoch MESZ) angesetzt wird.

Bei den drei Erfolgen über Nadal war für Thiem immer der Schlüssel, dass er "wirklich aggressiv" war. Thiem wird das Match mit Sicherheit ganz anders anlegen, als noch jenes im Achtelfinale gegen Vorjahresfinalist Kevin Anderson. Da hatte Thiem von der Grundlinie weniger riskiert, und versucht den Südafrikaner viel laufen zu lassen. "Der Schlüssel ist, wirklich schnell und mit Power zu spielen. Aber das ist sehr riskant, weil ich könnte dann auch zu viele Fehler begehen, und dann schaut es schwarz aus", weiß Thiem aus Erfahrung.

Geht er es zu defensiv an, dann ist das aber auch ein Schuss nach hinten. "In Monte Carlo war ich zu lasch gegen Nadal und bin auf Sand komplett unter die Räder gekommen. Das wird mir sicher nicht passieren", versprach Thiem. "Ich werde sicher nicht so lasch auftreten wie manche Male gegen ihn."

Nadal hat nicht restlos überzeugt

Dabei hatte es für Thiem im etwas weiteren Vorfeld des letzten Grand-Slam-Turniers des Jahres gar nicht gut ausgesehen. "Vor zweieinhalb Wochen war ich nicht einmal sicher, ob ich da überhaupt spiele. Von dem her ist es eine super Sache", freute sich Thiem. Doch auch wenn er vor seiner Verkühlung auch schlecht gespielt habe, die acht Tage Vorbereitung in New York hatten ihm wieder Zuversicht gegeben. "So eine Riesenüberraschung ist es für mich jetzt auch nicht", sagte Thiem zu seinem ersten Viertelfinaleinzug bei einem Major außerhalb von Paris.

Nadal hat nach einer Aufgabe von David Ferrer in Runde eins und einem glatten Zweitrundensieg in den Runden drei und vier nicht restlos überzeugt. Allerdings hatte ihm der junge Russe Karen Chatschanow ein tolles Match geliefert. Sowohl gegen ihn als auch gegen Nikolos Basilaschwili musste Nadal einen Satz abgeben.

Für Thiem geht es nicht nur um den ersten Halbfinaleinzug eines Österreichers in Flushing Meadows im Single. Der Semifinalist kassiert 925.000 Dollar Preisgeld und 720 ATP-Zähler. Auf dem Weg zur möglichen dritten Masters-Teilnahme en suite wäre dies für Thiem ein großer Schritt.

Textquelle: © LAOLA1/APA

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