Thiem: "Keine Mission Impossible, aber fast"

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Das Auftakt-Spiel von Dominic Thiem bei den Erste Bank Open in Wien hat vom Namen her mit Sicherheit Finalpotenzial.

Kei Nishikori stand nicht nur 2018 im Wien-Endspiel, sondern auch in jenem der US Open 2014. Seinen damaligen Bezwinger Marin Cilic sieht Thiem ähnlich gefährlich wie den Japaner. "Er ist sicher einer der besten Spieler des letzten Jahrzehnts - so ein Spieler ist an jedem Tag gefährlich", sagt Thiem vor seiner Auftakt-Partie am Dienstag.

Gegen Nishikori hat der Österreicher eine 2:3-Bilanz stehen - die beiden Siege stammen aus dem Jahr 2018, einmal in Paris und einmal bei den ATP Finals. Die womöglich schmerzhafteste Niederlage gegen den Japaner war das 3:6, 1:6 im Wien-Viertelfinale im selben Jahr.

"Der Akku ist voll"

Der 30-jährige Japaner liegt aktuell auf Platz 36 der Weltrangliste, nachdem er zwei Turniere aufgrund eines positiven Corona-Tests verpasst hat. Sein bisher letztes Hartplatz-Event waren die US-Open 2019, danach setzte ihn eine Ellbogenverletzung außer Gefecht.

Thiem lässt sich davon allerdings nicht täuschen: "Solche Spieler sind immer gefährlich, weil er ewig lang in den Top Ten war." Weiter erklärt der Weltranglisten-Dritte: "Solche Spieler können immer wieder von einer Woche auf die andere in richtig guter Form spielen."

Selbst zeigt sich der 27-Jährige bereit für das Turnier in Wien: "Der Akku ist ziemlich voll, ich habe auch lange Zeit nichts gemacht. Nach den letzten Wochen habe ich Zeit gebraucht zum Erholen, zum Reflektieren."

"Von Beginn an da sein"

Im Vorjahr gelang Thiem ein Zweisatz-Auftakt-Sieg gegen Jo-Wilfried Tsonga, der wohl auch in die Kategorie von Cilic und Nishikori einzureihen ist.

Jedenfalls will Thiem mit 100 Prozent aus den Startlöchern kommen: "Das Wichtigste ist, dass ich voll da bin von Beginn an. Ich will wieder so gut wie möglich spielen, wieder um den Titel mitspielen."

Die Erinnerungen an den Triumph 2019 sind natürlich noch präsent. "Der emotionalste Titel in meiner Karriere. Ein Kindheitstraum ist wahr geworden. Als Titelverteidiger zu starten, ist immer speziell. Aber dieses Jahr ist es unwirklich bei dem starken Feld. Es ist keine Mission Impossible, aber fast."

Den Center Court hat Thiem seit Samstag inspiziert, am Sonntag auch mit dem topgesetzten Serben Novak Djokovic. "Medium Tempo würde ich sagen - nicht zu schnell, nicht zu langsam. Es ist alles angerichtet für Super-Tennis", vermeldet er.


Textquelle: © LAOLA1/APA

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