Rodionov: "Einberufung hat mich schwer getroffen"

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Die Absage von Dominic Thiem für den Davis-Cup-Kracher gegen Chile Ende dieser Woche in Salzburg (1. und 2. Februar) schmerzt zwar, mit Jurij Rodionov bringt der Ersatzmann des Weltranglisten-Achten aber auf jeden Fall neuen Schwung ins ÖTV-Team.

Der 19-jährige Niederösterreicher ist so etwas wie der "Rising Star" im heimischen Tennis.

Dank starker Leistungen schaffte es der Sohn weißrussischer Zuwanderer am Montag erstmals in die Top 200 bzw. ins rot-weiß-rote Davis-Cup-Team.

Neben Dennis Novak (ATP 154) wird Rodionov gegen Chile in der ausverkauften Salzburg Arena vor 4.500 Zuschauern als zweiter Einzelspieler am Freitag im Einsatz sein.

„Spielen zu dürfen, ist unfassbar“

„Die Einberufung hat mich, positiv gesagt, schon schwer getroffen. Jetzt auch noch spielen zu dürfen, ist unfassbar“, fiebert der Youngster, der im Winter 2007 von Spanien im niederösterreichischen Matzen landete, in der „Krone“ seinem Debüt entgegen.

Schon im vergangenen Jahr zeigte Rodionov vor allem beim ATP-Turnier in Kitzbühel (erfolgreiche Qualifikation und knappes Erstrunden-Aus gegen Novak), dass er sich auf der großen Bühne wohl fühlt und auch gerne die Interaktion mit den Zuschauern sucht.

„Die Atmosphäre wird mich fix beflügeln. Ich habe auch in Wimbledon oder in der Stadthalle in Wien schon vor vielen Fans gespielt. Jetzt weiß ich sogar, dass 99 Prozent von ihnen hinter mir stehen“, so Rodionov.

Krasser Außenseiter gegen Jarry

ÖTV-Kapitän Stefan Koubek: „Es taugt ihm so richtig, vor vielen Fans zu spielen. Er kann fighten und spielt sehr gern für Österreich.“

Am Freitag wird es Rodionov voraussichtlich mit der chilenischen Nummer eins Nicolas Jarry (ATP 41) zu tun bekommen und damit als krasser Außenseiter ins Rennen gehen.

Auftrieb gibt ihm freilich, dass er erst in der Vorwoche beim Challenger in Rennes gegen Adrian Mannarino (FRA) seinen ersten Sieg über einen Top-50-Spieler einfahren konnte.

„Ich will aber gar nicht so viel auf die Gegner schauen, lieber versuchen, mein sehr aggressives Tennis durchzuziehen“, beschäftigt sich Rodinov, der von sich selbst behauptet, sehr gut mit Druck umgehen zu können, lieber mit sich selbst.

Wechsel auf Sand soll keine Probleme bereiten

"Jurij ist ein Typ, der auch einen Plan B, einen Plan C hat. Er wird bis zum Ende alles geben, ist eine Kämpfernatur. Im vollen Stadion kann er sicher aus sich herausgehen", meint Koubek über Rodionov, der unter anderem Vorzeige-Fighter David Ferrer als eines seiner großen Vorbilder angibt.

Im Gegensatz zum Spanier ist Sand allerdings nicht sein Lieblingsbelag. "Mein Spiel passt einfach besser zu Hartplatz. Auf Sand ist es nicht so leicht, ans Netz zu kommen. Ich bin groß und habe einen sehr guten Aufschlag und einen guten Volley. Deshalb fühle ich mich auf Hartplatz am wohlsten", erklärte Rodionov im vergangenen Jahr im LAOLA1-Interview.

Da er sich aber auch "auf Sand nicht unwohl fühlen würde", soll der kurzfristige Umstieg von Hartplatz auf den Sand in der Salzburg Arena keine Probleme bereiten.

Klar ist aber auch, dass sich die Belagswahl durch die Thiem-Absage als nicht ideal herausstellen könnte. Schließlich bevorzugt auch Teamkollege Dennis Novak eher Hartplatz.

Textquelle: © LAOLA1.at

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