Auslosung der Australian Open mit Djokovic

Auslosung der Australian Open mit Djokovic Foto: © getty
 

Mit kurzer Verzögerung hat am Donnerstag die Auslosung für die Australian Open 2022 stattgefunden.

Im 128er-Raster scheint auch Novak Djokovic auf, der noch immer auf eine Entscheidung bezüglich seines Visums wartet. Der serbische Weltranglisten-Erste und neunfache Melbourne-Sieger bekommt es demnach mit seinem Landsmann Miomir Kecmanovic zu tun. Das Auftaktmatch des Titelverteidigers soll am Montag oder Dienstag stattfinden.

Vorjahresfinalist Daniil Medvedev (RUS-2) trifft zum Auftakt des ersten Grand-Slam-Turniers des Jahres auf den Schweizer Henri Laaksonen. Rafael Nadal (ESP-6) bekommt es mit dem US-Amerikaner Marcos Giron zu tun und könnte im Viertelfinale auf Alexander Zverev (GER-3) treffen, auf den in der 1. Runde ein Duell mit Landsmann Daniel Altmaier wartet.

Stefanos Tsitsipas (GRE-4) spielt gegen den Schweden Mikael Ymer, Andy Murray trifft auf Nikoloz Basilashvili und Matteo Berrettini muss gegen den US-Amerikaner Brandon Nakashima ran. Nicht dabei ist vorerst der Österreicher Dennis Novak, der gehofft hatte, aufgrund von Absagen ins Hauptfeld zu rutschen.

Die Auslosung war kurzfristig um 45 Minuten verschoben worden. Ursprünglich hätten die Duelle für den am Montag beginnenden ersten Tennis-Grand-Slam des Jahres um 5:00 Uhr deutscher Zeit anfangen sollen. Den Angaben zufolge deutete wenige Minuten vor dem ursprünglichen Beginn nichts auf die Verschiebung hin. Gründe wurden nicht genannt. Eine Entscheidung, ob Djokovic bleiben darf, dürfte es frühestens am Freitag geben.

Was macht Einwanderungsminister Hawke?

Einwanderungsminister Alex Hawke könnte den serbischen Impfskeptiker jedoch noch des Landes verweisen.

Wie die Zeitung "The Age" am Donnerstagabend (Ortszeit) unter Berufung auf Regierungskreise berichtete, wird Hawke frühestens am Freitag darüber entscheiden.

Ministerpräsident Scott Morrison sagte am Donnerstag auf Reporterfragen, dass Hawke noch überlege, ob er von seinem persönlichen Recht zur Visa-Annullierung Gebrauch machen und das Visum des Weltranglistenersten aufheben solle. "Das sind persönliche ministerielle Vollmachten, von denen Minister Hawke Gebrauch machen kann, und ich werde das zum jetzigen Zeitpunkt nicht weiter kommentieren", so Morrison.

Djokovic selbst hatte eingeräumt, gegenüber den australischen Einwanderungsbehörden falsche Angaben gemacht zu haben. Verwirrung gab es auch rund einen positiven Coronatest Mitte Dezember. So hatte Djokovic am Mittwoch zugegeben, nach Vorliegen des positiven Testergebnis noch ein Interview mit einer französischen Sportzeitung absolviert zu haben. Den positiven Coronatest hatte Djokovic als Begründung präsentiert, warum er sich nicht gegen das Coronavirus geimpft hat. Australien gestattet grundsätzlich nur doppelt geimpften Personen die Einreise.

Djokovic war in der vergangenen Woche schon bei der Ankunft am Flughafen aufgehalten und zunächst in ein Abschiebehotel gebracht worden, weil den Grenzbeamten die Dokumente zu seiner medizinischen Ausnahmegenehmigung nicht reichten. Vor Gericht wehrte sich Djokovic am Montag erfolgreich gegen die Entscheidung und trainierte seither in Melbourne.

Zuschauerzahl auf 50 Prozent begrenzt

Wegen steigender Corona-Zahlen im australischen Bundesstaat Victoria hat die Regionalregierung in Melbourne angekündigt, die Zuschauerzahl bei den Australian Open auf 50 Prozent der Kapazität zu begrenzen. Alle bisher verkauften Tickets behalten ihre Gültigkeit, versicherte die Regierung am Donnerstag. Nach Angaben der Zeitung "The Age" waren bisher für keine Partie des am Montag beginnenden Turniers mehr als die Hälfte der Karten verkauft worden.

Wegen der Ausbreitung der ansteckenden Omikron-Variante des Coronavirus waren die Infektionszahlen vor allem in Victoria und im Bundesstaat New South Wales mit der Großstadt Sydney zuletzt massiv gestiegen. Deshalb gebe es auch eine Maskenpflicht für alle Besucher, hieß es weiter.

Die Australian Open in der Metropole Melbourne beginnen am Montag und enden am 30. Jänner mit dem Finale im Herreneinzel.

Barty mögliche Grabher-Gegnerin

Lokalmatadorin und Top-Favoritin Ashleigh Barty trifft in der 1. Runde auf eine Qualifikantin und ist damit eine mögliche Gegnerin von Julia Grabher. Die 25-jährige Vorarlbergerin hat es in die 3. Quali-Runde geschafft. Mit einem Sieg über die US-Amerikanerin Caroline Dolehide wäre sie Österreichs einziger Beitrag im Einzel-Hauptbewerb.

Sollte Barty erwartungsgemäß ins Viertelfinale einziehen, würde dort Titelverteidigerin Naomi Osaka warten. Die als Nummer 13 gesetzte Japanerin bekommt es zum Auftakt mit Camila Osorio aus Kolumbien zu tun.

Die Nummer zwei des Turniers, Aryna Sabalenka, bekommt die australische Wild-Card-Spielerin Storm Sanders zugelost. Garbine Muguruza (ESP-3) spielt gegen die Französin Clara Burel, erste Hürde von Barbora Krejcikova (CZE-4) ist die Deutsche Andrea Petkovic.

Textquelle: © LAOLA1.at/APA Zum Seitenanfang »

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