Novak Djokovic droht auch in Spanien Ärger

Novak Djokovic droht auch in Spanien Ärger Foto: © getty
 

Novak Djokovic droht nicht nur Ungemach von australischer Seite, nachdem "Down Under" bereits die Ausweisung vorbereiten soll (HIER nachlesen>>>) - zum jetzigen Zeitpunkt ist an dieser Front noch keine Entscheidung gefallen.

Auch Spanien wird sich jetzt noch einmal mit der Einreise des Serben in den Tagen vor seinem Aufbruch zu den Australian Open beschäftigen, wie spanische und australische Medien berichten.

Seit dem 20. September brauchen serbische Staatsbürger ein Impfzertifikat oder eine Sondergenehmigung, um auf spanisches Gebiet einzureisen, die Behörden des Landes sollen jedoch beides nicht vorliegen haben. Auch ist das dort absolvierte Training kein triftiger Einreisegrund, das wären nur "notwendige Arbeit" oder "die Teilnahme an hochrangigen Sportveranstaltungen".

Die Reise erregte Aufmerksamkeit, weil sie Djokovic bei den Einreisedokumenten nach Australien zum Verhängnis wurde. Sein Agent habe eine Reise in den 14 Tagen vor der Australien-Ankunft am Fragebogen fälschlicherweise verneint, die Nummer 1 der Welt befand sich laut Social-Media-Postings aber in der "Soto Tennis Academy" in Marbella - zu einer Zeit, als er laut eigenen Angaben wegen einer Corona-Infektion eigentlich noch in Serbien in Quarantäne hätte sein müssen.

Auch in seinem Heimatland laufen deswegen Untersuchungen.

Harte Kritik von Tennis-Journalisten

Kritik hagelt es auch von der International Tennis Writers Association, nachdem Djokovic zwei Tage nach seinem positiven Corona-Test ein Fotoshooting und Interview mit einem französischen Journalisten der "L'Equipe" abgehalten hatte.

"Die Nachricht, dass Novak Djokovic einem unserer Mitglieder - und dem Rest des L'Equipe-Teams an diesem Tag - gesagt hat, dass er positiv auf Covid-19 getestet wurde, macht uns tief betroffen", heißt es in einem Statement.

"Als Journalisten sind wir bestrebt, alle Covid-19-Regeln einzuhalten, und wir würden erwarten, dass alle Spieler dies auch tun. Außerdem sollte festgehalten werden, dass Journalisten vollständig geimpft sein müssen, um in diesem Jahr nach Melbourne zu den Australian Open reisen zu dürfen."

Serbischer Präsident pro Impfung

Der serbische Präsident Aleksandar Vucic sagt in einem Interview mit der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt Serbiens, er würde Ungeimpfte öffentlich "nicht verfolgen". Er wäre stolz, dass Serbien in der Lage war, Novak Djokovic zu helfen. "Wir haben unseren Job gemacht. Unser Job ist es, serbischen Bürgern zu helfen."

Er habe in den vergangenen Tagen mehrmals mit Djokovic geredet. "Ich bin nicht sicher, ob er immer meiner Meinung ist", sagt Vucic. "Ich glaube, dass es nötig ist, dass Menschen geimpft sind. Ich werde mir auch die vierte (Impfung/Anm.) holen. Ich glaube, sie hat Tausenden in unserem Land das Leben gerettet. Ich bin aber nicht die Art Mensch, die die Jagd auf jene anführt, die nicht geimpft werden wollen."

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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