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NEWS
Thiem-Deadline: "Dann muss ich mir was überlegen"
Bei Dominic Thiem ist Geduld gefragt.
Der Niederösterreicher findet nach der monatelangen Verletzungspause sein Spiel nicht mehr. Zum Auftakt der French Open setzte es im siebenten Spiel seit seinem Comeback die siebente Niederlage.
Thiem agierte in Roland Garros, wo er einige seiner größten Erfolge feierte, bei der Dreisatz-Niederlage gegen den Bolivianer Hugo Dellien teilweise lethargisch bzw. verkrampft.
"Mir geht nicht eine spezielle Sache ab, aber viele. Natürlich ist da noch nicht genug Power in meinen Schlägen, und es ist nicht nur die Vorhand. Ich habe eine viel zu geringe Prozentzahl beim ersten Aufschlag. Der erste Aufschlag tut dem Gegner nicht genug weh, die Rückhand ist okay, aber noch nicht lang genug und nicht schnell genug. Und manchmal treffe ich während einer Rallye wirklich dumme Entscheidungen", sparte Thiem nicht an Selbstkritik.
Thiem will (vorerst) nichts ändern
Selbstvertrauen ist ein Faktor, der keinesfalls zu unterschätzen ist. Auch auf Topniveau gibt es vielleicht nicht ganz angebrachte Vergleiche, als etwa ein Rafael Nadal nach langer Pause im vergangenen Jänner gleich den Titel holte. "Es ist nicht anders, auch die haben richtig schwere Verletzungen gehabt. Der einzige Unterschied ist, dass ich immer relativ lange gebraucht habe, bis ich wieder gute Matches spiele", erklärte Thiem.
Er will weder an seinem Umfeld ("das wäre unfair") etwas ändern, noch an seinem Spielstil. "Ich werde den Weg weitergehen, mit hundertprozentiger Intensität zu spielen, der mich erfolgreich gemacht hat. Wenn ich am Ende des Jahres dastehe und ich sehe keine Entwicklung, dann muss ich mir was überlegen, aber jetzt sind gerade zwei Monate seit Marbella vergangen."
Für Thiem geht es in Perugia (6.6.) und Parma (13.6./beide ITA) jeweils auf Challenger-Niveau weiter, ehe er in Wimbledon antritt.