Zverev wird nach Final-Einzug ausgebuht

Aufmacherbild Foto: © getty
 

Mit Buhrufen sah sich Alexander Zverev nach seinem Halbfinal-Sieg beim ATP World Tour Finale in London über Publikumsliebling Roger Federer konfrontiert.

Grund des Anstoßes: Im Tiebreak des zweiten Satzes ließ ein Ballbub mitten im Ballwechsel einen Ball fallen. Zverev beschwerte sich, so dass der Ball trotz einer Intervention von Federer wiederholt werden musste.

Dadurch erzielt Zverev regelkonform nochmals einen ersten Aufschlag und servierte prompt ein Ass. Zverev holte sich in Folge auch die nächsten beiden Punkte und beendete damit die Partie.

"Es tut mir leid, aber so sind nun mal die Regeln", entschuldigte sich Zverev danach bei den Zuschauern, die beim Platz-Interview lautstark ihren Unmut über die Entscheidung äußerten.

"Ich bin natürlich sehr stolz. Mein Team und ich haben sehr hart dafür gearbeitet", sagte Zverev, der bisher drei Turniersiege der Masters 1000-Kategorie als Höhepunkte zu Buche stehen hat.

Federer: "Ich bin nicht sauer auf ihn"

Federer reagierte auf der anschließenden Pressekonferenz auf diese kuriosen Szene: "Es ist mutig, die Rallye zu beenden - weil ich nicht wusste, ob darüber nicht der Schiedsrichter zu entscheiden hat. Der Balljunge hat gesagt, was passiert ist. Der Linienrichter hat es bestätigt. Der Schiedsrichter hat ihnen geglaubt, und er hatte Recht. Es ist also normal, den Punkt zu wiederholen," erklärt der 37-Jährige.

Dennoch haderte er mit der Situation: "Statt dass ich in einer guten Position im Ballwechsel bin, kriege ich danach ein Ass - das macht natürlich einen Unterschied. Oder es könnte einen ausgemacht haben. Aber das ist alles hypothetisch."

Zwischen ihm und Zverev sei dennoch "alles gut, wirklich. Ich hoffe nicht, dass er eine schlaflose Nacht hat. Was passiert, passiert nun mal - das ist das Leben, das ist der Sport. Ich bin definitiv nicht sauer auf ihn," meint Federer abschließend.

Vor Zverev war Becker der letzte Deutsche im Endspiel des ATP-Finals. 1996 verlor das deutsche Tennis-Idol in Frankfurt am Main im Finale gegen den US-Amerikaner Pete Sampras. Im Jahr zuvor hatte Becker das prestigeträchtige Event als bisher letzter Deutscher gewonnen.

Textquelle: © LAOLA1.at

SK Sturm Graz an Ried-Spieler dran?

Zum Seitenanfang »

LAOLA Meins - Tags folgen

COMMENT_COUNT Kommentare