Thiem wehrt zwei Matchbälle gegen Federer ab

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Was für ein Tennis-Krimi! Dominic Thiem wehrt am Freitagabend im Viertelfinale des ATP-1000-Turniers in Madrid gegen Superstar Roger Federer zwei Matchbälle ab und zwingt den 20-fachen Grand-Slam-Sieger schließlich doch noch mit 3:6, 7:6 (11) und 6:4 in die Knie.

Damit gewinnt der Niederösterreicher auch die zweite Sandplatz-Partie gegen den Ausnahmekönner. Im Head-to-Head erhöht Thiem damit bereits auf 4:2.

Zeit zum Durchatmen hat Österreichs Tennis-Ass aber nicht: Thiem bekommt es am Samstag im Kampf um einen Platz im Endspiel mit Novak Djokovic zu tun (ab 16 Uhr im LIVE-Ticker). Der Serbe geht gut ausgeruht in die Partie, sein geplanter Viertelfinal-Gegner Marin Cilic musste wegen einer Lebensmittelvergiftung w.o. geben.

Federer darf sich über einen perfekten Start in die Partie freuen. Der Schweizer nimmt Thiem den Aufschlag zum 2:0 ab und bestätigt das Break sogleich. Dank extrem starker erster Aufschläge und einer fast perfekten Quote (81 Prozent beim ersten Aufschlag!) serviert Federer im Eilzugstempo zum Satzgewinn durch.

Tiebreak-Krimi im zweiten Satz

Im zweiten Durchgang findet Thiem besser ins Spiel. Der Niederösterreicher stabilisiert sich beim Return, kann allerdings keinen einzigen seiner fünf Breakbälle nützen. Thiem lässt selbst keinen einzigen zu und so muss ein Tiebreak die Entscheidung bringen.

Dieses dauert satte 15 Minuten und lässt die Fan-Herzen auf beiden Herzen schneller schlagen: Zunächst gibt Federer eine schnelle 3:0-Führung aus der Hand, danach kann Thiem bei 6:4 zwei Satzbälle nicht nützen.

Nachdem er bei 7:6 einen weiteren auslässt muss er bei 7:8 und 9:10 bei eigenem Aufschlag zwei Matchbälle abwehren. Thiem bleibt aber cool, serviert stark und hält sich im Rennen. Mit 13:11 erzwingt das ÖTV-Ass schließlich doch noch einen Entscheidungs-Satz.

In diesem kippt die Partie endgültig: Ein schnelles Break zum 3:1 gibt Thiem in Folge zwar noch zum 4:4 aus der Hand. Der Lichtenwörther nimmt Federer allerdings postwendend noch einmal den Aufschlag ab und serviert schließlich doch souverän zum 6:4 aus.

"Richtig gutes Tennis im dritten Satz"

"Es ist so eine große Herausforderung gegen Roger, es ist immer etwas Besonderes. Jeder Punkt ist unglaublich schwierig zu spielen", atmet Thiem nach 2:11 Stunden durch.

"Ich hatte von Beginn weg Probleme beim Return. Ich bin dann bei meinen Aufschlagspielen aber immer besser geworden - das hat mir Sicherheit gegben. Und im dritten Satz habe ich dann richtig gutes Tennis gezeigt."

Die mentale Belastung im Tiebreak-Krimi sei extrem gewesen: "Ich hatte extrem viele Gedanken in meinem Kopf. Bei den Matchbällen habe ich extrem gut serviert. Das war sehr wichtig."

Textquelle: © LAOLA1.at

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