Thiem erklärt "kleine Schrecksekunde" in Rio

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"Eine kleine Schrecksekunde" muss Dominic Thiem bei seinem Erstrunden-Auftritt in Rio de Janeiro beim 6:2, 4:6, 6:1 gegen den Brasilianer Felipe Meligeni Rodrigues verdauen.

Im ersten Game des zweiten Satzes lässt sich der 26-jährige Niederösterreicher wegen plötzlich auftretender Schmerzen im linken Knie vom Physio-Therapeuten behandeln.

Der Blessur ging ein kleines Hoppala im Vorfeld der Partie voraus: "Ich habe mir das Knie bei einer Tür angestoßen", erklärt Thiem. "Beim Einspielen und im ersten Satz hatte ich keine Probleme und dann ist mir beim Landen nach dem ersten Aufschlag ein extrem starker Schmerz eingefahren."

Physiotherapeut gibt Entwarnung

Für den Niederösterreicher ein ungewohntes Problem: "Ich habe zum Glück noch nie irgendetwas im Knie gehabt, deshalb war ich da etwas besorgt und habe gleich den Physio geholt. Der hat dann ein paar Tests gemacht und mich beruhigt, dass es nichts Schlimmes ist."

Der Physiotherapeut sollte recht behalten: "Es ist dann auch während der Partie immer besser geworden und im dritten Satz schließlich ganz weg gewesen. Deshalb sollte alles passen. Das ist natürlich sehr beruhigend", gibt Thiem Entwarnung.

Versöhnung mit Rio

Mit seinem Auftakt-Spiel in der brasilianischen Olympia-Metropole war der Weltranglisten-Vierte, für den es der erste Auftritt nach dem verlorenen Australian-Open-Endspiel gegen Novak Djokovic war, zufrieden: "Der erste Satz war ein guter Test für das erste Match auf Sand. Im zweiten Satz hat er den einzigen Breakball im ganzen Match genützt und dann mit sensationellem Tennis meine Breakbälle abgewehrt. Der dritte Satz war dann wieder echt solide und ganz gut."

Für Thiem bleibt Rio somit ein guter Boden. Zwar musste er sich im Vorjahr nach einer krankheitsbedingten Pause bereits in der 1. Runde dem Serben Laslo Djere geschlagen geben, 2017 holte er unterm Zuckerhut allerdings den Titel. In seinem 14. Auftritt in Rio feierte er seinen bereits elften Sieg.

Eine Premiere gab es am Dienstag aber trotzdem: Gegen Meligeni spielte Thiem in Rio erstmals gegen einen Lokalmatador: "Die Stimmung im Stadion war richtig geil. Ich glaube, dass ich hier noch nie auf so einem vollen Platz gespielt habe. Eine faire, gute Stimmung. Es hat sehr viel Spaß gemacht."

Thiem vor Achtelfinal-Gegner gewarnt

Seine gute Laune soll ihm am Donnerstag im Achtelfinale auch Jaume Munar nicht verderben. Die beiden bisherigen Duelle mit dem 22-jährigen Spanier konnte Thiem jeweils für sich entscheiden. Trotzdem hat der Lichtenwörther nicht vor, seinen kommenden Kontrahenten auf die leichte Schulter zu nehmen.

"Munar ist ein Sandplatz-Spezialist, der vor allem im letzten Jahr viele enge, gute Partien gegen absolute Topleute verloren hat – unter anderem in Barcelona gegen mich", erinnert sich Thiem an das Aufeinandertreffen gegen die aktuelle Nummer 99 der Welt im Jahr 2019 zurück.

"Ich würde sagen, dass der ein bisschen schlechter im Ranking steht, als er eigentlich ist, da er ein richtig guter und solider Spieler ist. Das Match in Barcelona war echt gut und das werde ich mir auch noch mal anschauen, weil ich da sehr gut gespielt und viele Dinge, die es gegen ihn zu machen gilt, richtig gemacht habe."

Thiem kann erstmals in die Top 3 einziehen

Den freien Mittwoch will Thiem so gut wie möglich nutzen: "Am Mittwoch habe ich spielfrei, da will ich gut trainieren, da es zum Auftakt doch einige Sachen gegeben hat, die nach der Umstellung von Hardcourt auf Sand noch nicht so richtig funktioniert haben. Trotzdem bin ich für Donnerstag guter Dinge."

Das Turnier in Rio ist für Thiem trotz der bevorstehenden 1000er-Events in Indian Wells und Miami wichtiger, als es auf den ersten Blick den Anschein hätte.

Mit zwei weiteren Siegen und dem damit verbundenen Einzug ins Halbfinale würde der Niederösterreicher am kommenden Montag im ATP-Ranking den pausierenden Weltranglisten-Dritten Roger Federer aus der Schweiz überholen und erstmals in die Top 3 der Tennis-Welt einziehen.

Textquelle: © LAOLA1.at

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