Thiem-Auftaktsieg trotz Schmerzen in Rio

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Dominic Thiem startet mit einem Dreisatz-Sieg in das ATP-500-Turnier in Rio de Janeiro.

Der Niederösterreicher setzt sich in seinem ersten Match nach zweiwöchiger Turnierpause gegen den brasilianischen Wild-Card-Spieler Felipe Meligeni Rodrigues mit 6:2, 4:6 und 6:1 durch.

Dabei klagt Thiem zu Beginn des zweiten Satzes über Schmerzen im linken Knie und lässt sich behandeln. Der 26-Jährige kassiert daraufhin das Break zum 3:4 und scheitert am Rebreak.

Im entscheidenden dritten Satz lässt Thiem der Nummer 318 der Welt keine Chance.

Thiem-Manager Herwig Straka gegenüber Hitradio Ö3 Entwarnung und erklärt, Thiem habe sich bei seiner Ankunft auf der Tennis-Anlage an einer Tür gestoßen.

Im Achtelfinale trifft Thiem nun auf den Spanier Jaume Munar.

Thiem konnte 2017 das Turnier in Rio gewinnen. Zu verteidigen hat er 2020 nichts: 2019 musste er sich bereits in Runde 1 verabschieden.

Dadurch hat der 26-Jährige auch die große Chance, in der Weltrangliste an Roger Federer vorbeizuziehen. Mit einem Semifinal-Einzug würde Thiem im ATP-Ranking auf Rang drei vorstoßen.

Knie-Behandlung zeigt Wirkung

Thiem griff sich da beim Stand von 1:0 erstmals an das linke Knie und holte den Physiotherapeuten auf den Platz. Bei 2:1 bekam er von diesem einen Tapeverband knapp unterhalb des Knies angelegt. Das schien seine Wirkung nicht zu verfehlen, der ÖTV-Spieler bewegte sich plötzlich wieder geschmeidiger, sein Spiel blieb allerdings im Vergleich zu vorher durchwachsen.

Deshalb ging es in den Entscheidungsdurchgang, in dem sich die größere Klasse des Australian-Open-Finalisten durchsetzte. Als nächste Hürde wartet auf Thiem der Spanier Jaume Munar, der gegen den Italiener Salvatore Caruso mit 7:5,6:4 die Oberhand behielt.

Thiem benötigte bei seinem ersten Auftritt nach dem verlorenen Endspiel beim Hartplatz-Grand-Slam-Event in Melbourne zu Beginn ein paar Games um ins Spiel zu finden, verwertete dann aber gleich seinen ersten Breakball zum 4:2. Zum 6:2 nahm der Turnierfavorit dem Wild-Card-Spieler nach dem zweiten Satzball nach 38 Minuten neuerlich den Aufschlag ab.

Der zweite Durchgang war am Quadra Guga Kuerten aufgrund der Blessur des Lichtenwörthers deutlich enger. Durch einen unerzwungenen Fehler Thiems verwertete der Lokalmatador seinen ersten Breakball zum 4:3. Thiem ließ die Chance auf das postwendende Rebreak aus und konnte dieses Unterfangen auch nicht mehr nachholen. Meligeni stellte mit seinem ersten Satzball nach fast einer Stunde auf 6:4.

Im dritten Satz fand Thiem allerdings wieder auf die Erfolgsspur, breakte seinen Gegner zum 2:0 und ließ dann nichts mehr anbrennen. Nach 2:04 Stunden und dem dritten Matchball war der Erfolg in der Tasche. Der im Ranking nur auf Position 318 aufscheinende Neffe von Ex-Profi Fernando Meligeni konnte mit seinem ersten Auftritt auf der ATP-Tour überhaupt und das wenige Stunden vor seinem 22. Geburtstag trotz Niederlage zufrieden sein.

Gegen Munar liegt Thiem im Head-to-Head 2:0 vorne, 2018 (Sechzehntelfinale) und 2019 (Achtelfinale) siegte er in Barcelona jeweils auf Sand nach hartumkämpftem Beginn in zwei Sätzen. Der 22-Jährige liegt als 99. gerade noch unter den Top 100.

Textquelle: © LAOLA1.at

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