Ö-Rundfahrt: Deutscher siegt in Kitzbühel

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Die 5. Etappe der Österreich-Rundfahrt von Bruck an der Glocknerstraße nach Kitzbühel (161,9 km) liefert Bilder, die Radsportfans nicht so gerne sehen. Schwer Stürze bei Bergabfahrten und in der Hektik bei der Vorbereitung des Zielsprints bereiten vielen Profis Schürfwunden und Schmerzen.

Unter anderem kommen der Italiener Giovanni Visconti und der Österreicher Sebastian Schönberger zu Fall.

Am Ende setzt sich in Kitzbühel ein Duo aus Deutschland durch. Jannik Stimle (Team Vorarlberg) siegt vor seinem Landsmann Jonas Koch (CCC Team). Platz drei geht an den Tiroler Lokalmatador Patrick Gamper (Tirol KTM Cycling Team).

Die Gesamtwertung bleibt vor der Schlussetappe mit dem finalen Anstieg auf das Alpenhaus am Kitzbühler Horn unverändert. Der belgische Ö-Tour-Titelverteidiger Ben Hermans führt acht Sekunden vor Ben O'Connor aus Australien. Der Österreicher Riccardo Zoidl liegt mit 1:10 Minuten Rückstand auf dem 6. Rang.

Die letzten beiden Tage mit der Glockner-Etappe und dem Teilstück nach Frohnleiten stecken den Radprofis noch in den Beinen, das Tempo ist auf der vorletzten Etappe der Ö-Tour nicht sehr hoch.

Georg Zimmermann steht vor Bergpreis-Sieg

Nachdem es 25 Kilometer vor dem Ziel zu einem schweren Sturz im Hauptfeld kam, bildete sich eine fünfköpfige Spitzengruppe.

Der deutsche Tirol-Legionär Georg Zimmermann sichert sich die letzte Bergwertung des Tages in Hopfgarten und baut damit seinen Vorsprung vor der letzten Etappe gegenüber Ben Hermans auf 16 Punkte aus.

Sturz-Orgie auf den letzten Kilometern nach Kitzbühel

Auf den letzten 15 Kilometern kommt es zu teils schlimmen Stürzen.

Zoidls Teamkollege Laurens ten Dam muss mit dem Hubschrauber weggeflogen werden, auch den Österreicher Sebastian Schönberger erwischt es schwer.

Im Sprint in Kitzbühel setzt sich Vorarlberg Santic-Profi Jannik Steimle durch und jubelt nach dem Prolog-Sieg über den zweiten Tages-Erfolg: "Es ist ein Traum für mich und mein ganzes Team. Wir kamen mit hohen Erwartungen zur Österreich-Rundfahrt. Aber dass wir so abliefern, hätte uns sicher niemand zugetraut. Die Stürze im Finale waren wirklich arg, ich wünsche allen Beteiligten gute Besserung."

Patrick Gampers bester Sprint

In der Gesamtwertung kommt es zu keinen Änderungen, Ben Hermans fährt auch morgen im Trikot des Gesamtführenden.

Riccardo Zoidl hält sich auf den letzten Kilometern hinten im Feld auf und entgeht einigen Stürzen: "Es war schon brutal, vor allem der Sturz nach dem Tunnel in Kitzbühel. So gemütlich die ersten zwei Drittel der Etappe waren, so hektisch ging es im Finale zu. Aber ich konnte für morgen Kraft sparen."

Einer, der in der Gamsstadt volles Risiko geht, ist der 22-jährige Tirol-Profi Patrick Gamper: "Ich habe im Finale alles riskiert und habe den besten Sprint in meiner Karriere abgeliefert."

Ben Hermans steht vor zweitem Toursieg

Im Vorjahr krönte sich Ben Hermans von Israel Cycling Academy zum dritten belgischen Gesamtsieger.

Bei der 70. Jubiläums-Rundfahrt legte er am Kitzbüheler Horn mit seinem Etappensieg den Grundstein für seinen Rundfahrtssieg. "Ich kenne das Horn sehr gut. Es ist ein sehr harter Anstieg, wo man sich keinen Einbruch erlauben darf. Im Vorjahr gewann ich dort und ich hoffe morgen auf ein Déjà-vu", gibt sich Hermans, der sich heuer beim Fleche Wallone nach einem Sturz das rechte Knie verletzt hat, kämpferisch.

"Ich kam nach der Verletzung nicht hundertprozentig fit zur Österreich-Rundfahrt. Deshalb freut mich meine Leistung jetzt umso mehr." Voll auf seinen Kampfgeist setzt auch Österreichs Top-Favorit Riccardo Zoidl vom CCC-Team: "Heute war eine Etappe zum Durchschnaufen. Morgen gibt es nur Vollgas für mich. Das Kitzbüheler Horn ist sicher nicht mein Lieblingsberg, aber ich werde alles geben."

Final-Etappe auf das Kitzbüheler Horn

Um 11 Uhr starten die Rad-Profis in der Kitzbühel Vorderstadt in die letzte Etappe. Danach geht es über eine kleine Runde über Oberndorf und Reith wieder nach Kitzbühel zur ersten Sprintwertung (11:20 Uhr).

Anschließend führen zwei große Runden über die Strecke der Masters-WM über St. Johann, Schwendt und Kössen. Gegen 13:30 Uhr werden die Rad-Profis erneut Kitzbühel erreichen, wo danach der 7,3 Kilometer lange und maximal 23,3 Prozent steile Anstieg aufs Kitzbüheler Horn folgt.

Textquelle: © LAOLA1.at

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