IOC setzt auf Stimmungswandel in Japan

IOC setzt auf Stimmungswandel in Japan Foto: © getty
 

Trotz anhaltender Umfrage-Mehrheiten in Japan gegen die Sommerspiele in Tokio setzt das Internationale Olympische Komitee fest auf einen Stimmungsumschwung.

"Wir nehmen die öffentliche Meinung zur Kenntnis. Wir denken, die Spiele können stattfinden. Und wenn es einen besonderen Moment gibt, wird sich das niederschlagen", sagte IOC-Sprecher Mark Adams am Mittwoch.

Umfragen zufolge spricht sich seit Monaten eine klare Mehrheit der Japaner für eine Absage oder erneute Verlegung der Tokio-Spiele wegen der Folgen der Corona-Krise aus. Mehr als 330.000 Menschen hatten bis Mittwoch eine Petition eines japanischen Anwalts unterzeichnet, die von IOC-Präsident Thomas Bach fordert: "Sagen Sie die Olympischen Spiele in Tokio ab, um unser Leben zu schützen".

"Wir verstehen, dass die Leute sehr vorsichtig sind", sagte Adams. Die Testwettkämpfe in Tokio, die Austragung zahlreicher internationaler Meisterschaften, das strenge Hygienekonzept für Olympia und die Unterstützung der Weltgesundheitsorganisation könnten der japanischen Bevölkerung aber Zuversicht geben. "Wir sind sicher, dass wir gute Spiele veranstalten können", sagte der IOC-Sprecher.

"Wenn die Spiele laufen und die Japaner stolze Gastgeber eines Events sind, das einen historischen Moment darstellt, dann wird die öffentliche Meinung klar zugunsten der Veranstaltung sein", fügte Adams hinzu. Das IOC habe großes Verständnis für die Verlängerung des Corona-Notstands in Tokio und anderer Regionen bis Ende Mai. Es sei eine "sehr schwere Zeit für alle". Man erwarte aber "herausragende Spiele, die die Welt wirklich zusammenbringen".

Textquelle: © APA Zum Seitenanfang »

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