ÖOC-Athleten weiterhin finanziell abgesichert

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Österreichs Olympia-Athleten müssen sich trotz der Verschiebung der Olympischen Spiele keine Sorgen um finanzielle Unterstützung machen.

Geldgeber wie Sporthilfe und Bundessport GmbH bestätigten die zugesicherte Unterstützung, Förderzyklen könnten angepasst werden.

Die österreichischen Athleten begrüßen zwar die Olympia-Verschiebung auf 2021, die Entscheidung bereitet aber auch Sorgen. "Unsere Pläne und Budgets liegen bis August 2020 am Tisch, wir können aktuell nicht beurteilen, wie das kommende Jahr aussieht, weder wirtschaftlich noch sportlich", sagt Thomas Zajac, der 2016 Segel-Bronze holte.

Wettkampf-Kalender benötigt Zeit

Während diverse Wettkampf-Kalender wohl noch länger nicht stehen werden, und abgesehen von Fragezeichen bei persönlichen Sponsorverträgen, geben mit Sporthilfe und Bundessport GmbH (BSG) zwei der wichtigsten Fördergeber im heimischen Sport nun ein Unterstützungsbekenntnis und den Willen zur Flexibilität in einer Ausnahmesituation ab.

Clemens Trimmel, Geschäftsführer der BSG, betont im APA-Gespräch: "Es muss niemand Angst haben, dass laufende Förderverträge gestrichen werden, da diese bis zu einem gewissen Grad unabhängig davon sind, ob im Sommer 2020 Spiele stattfinden oder nicht. Die Athleten werden sich weiter optimal auf Olympia vorbereiten können."

Geldflüsse sind gesichert

Die Geldflüsse bis Jahresende seien gesichert. Die weitere Zukunftsplanung harrt aber einer Neubewertung - auch durch das Sportministerium, das einzelne Budgetposten aufgrund der Corona-Pandemie neu durchrechnet. Covid-19 durchkreuzt auch die Pläne der BSG: Eigentlich wäre derzeit die Ausarbeitung der Kriterien-Liste für die kommende (Sommer)-Förderperiode 2021-2024 dran gewesen. Stattdessen malt man sich nun neue Szenarien aus, ein naheliegendes wäre die Verlängerung der aktuellen Förderperiode für den Sommersport.

"Die Periode gibt im Prinzip der Herr Sportminister Werner Kogler vor, grundsätzlich würde eine Anpassung natürlich Sinn machen", sagt Trimmel und verweist gleichzeitig auf den Wintersport-Zyklus. Dieser soll wie geplant bis Ende 2022 und den Winterspielen in Peking weiterlaufen.

Trimmel: "Wird nichts auf den Kopf gestellt"

Der ehemalige Tennisspieler Trimmel will einzelne Szenarien nicht medial durchspielen. Bis zur "möglichst schnellen Entscheidung" versucht er den Sportverbänden in der Krise Sicherheit zu vermitteln und ihnen "fördertechnisch den Rücken frei zu halten". Die zentrale Botschaft lautet: "Es wird nichts komplett auf den Kopf gestellt. Dafür werden wir Sorge tragen."

Die BSG schüttet derzeit an 59 Fachverbände jährlich 33,5 Millionen Euro pro Jahr an allgemeiner Spitzensportförderung (ohne ÖFB) aus. Hinzu kommen laut Bundessport-Förderungsgesetz jährlich mindestens sieben Millionen Euro, die "athletenspezifisch" verteilt werden. Dieser Kader wird allherbstlich nominiert, das Prozedere dürfe laut Trimmel beibehalten werden.

Unterstützung geht direkt an Athleten

Die Unterstützung der Sporthilfe ist nicht zweckgewidmet und geht direkt an die Athleten. "Wir haben allen Sportlern kommuniziert, dass die Förderungen - so wie sie gerade eingestuft sind - aufrecht bleiben", sagt Sporthilfe-Geschäftsführer Gernot Uhlir zur APA. Eine Neubewertung steht für Wintersportler im April, für Sommersportler im Oktober ins Haus.

"Für den Sommer wird es schwieriger. Einige Kriterien werden nicht erbracht werden können", sagt Uhlir. Er betont: "Wir werden dementsprechend flexibel sein müssen und haben das auch vor. Die Sporthilfe ist gegründet worden, um die Sportler zu fördern. In guten Zeiten ist das leicht, doch gerade in dieser schwierigen Zeit ist Solidarität mehr denn je gefragt."

Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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