Bach will keine Geisterspiele in Tokio

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IOC-Präsident Thomas Bach hat Verständnis, dass die um ein Jahr verschobenen Olympischen Spiele von Tokio abgesagt werden müssten, wenn sie auch im Sommer 2021 wegen der Corona-Krise nicht stattfinden können. Japans Premierminister Shinzo Abe habe ihm klar gemacht, dass für Japan der nächste Sommer "die letzte Option" sei. Zudem hätten die Organisatoren keinen Plan für ein Backup.

"Man kann nicht ewig 3.000 bis 5.000 Menschen in einem Organisationskomitee beschäftigen. Man kann nicht zulassen, dass die Athleten in Unsicherheit leben", sagt der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) gegenüber der BBC.

(Text wird unter dem Video fortgesetzt)

Geisterspiele gegen olympischen Gedanken

Der Deutsche gibt zu, dass die Neuorganisation der Spiele eine "Mammutaufgabe" sei. Verschiedene Szenarien müssten durchgespielt werden, vor allem, weil nicht davon ausgegangen werden kann, dass es bis dahin einen Impfstoff gibt. So könnte eine Quarantäne für die Athleten, für einen Teil der Athleten oder für andere Teilnehmer erforderlich sein. "Wenn wir eine klare Vorstellung davon haben, wie die Welt am 23. Juli 2021 aussehen wird, dann werden wir die entsprechenden Entscheidungen treffen", sagt Bach.

Und Geisterspiele ohne Zuschauer? "Das ist nicht das, was wir wollen. Weil es beim olympischen Geist auch darum geht, die Fans zu vereinen, und das ist es, was die Spiele so einzigartig macht, dass sie in einem Olympiastadion stattfinden mit allen Fans aus der ganzen Welt zusammen", sagt der 66-Jährige, der es aber auch nicht ganz ausschließen wollte. "Es gibt keine Blaupause dafür, also müssen wir das Rad Tag für Tag neu erfinden. Das ist sehr herausfordernd und faszinierend zugleich", sagt Bach.

Textquelle: © APA

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