Nach Fördergeld-Stopp des ÖTTV: Beschuldigter Trainer suspendiert
Der Trainer wird bis laut ÖTTV-Präsident Gotschke bis zur endgültigen Aufklärung der Sachlage keine Funktion ausüben.
Nach schweren Vorwürfen gegen einen Tischtennis-Jugendtrainer hat der betroffene Verein das Arbeitsverhältnis mit dem Coach ab sofort ruhend gestellt.
Das teilte der Präsident des österreichischen Tischtennis-Verbandes, Wolfgang Gotschke, in einer Mitteilung des ÖTTV am Dienstag mit. "Der Trainer wird daher bis zur endgültigen Aufklärung der Sachlage keine Funktion im Verein ausüben", sagte Gotschke darin.
Das Sportministerium hatte am Montag einen Förder- und Abrechnungsstopp gegen den ÖTTV verhängt, wobei dies mit "möglichen Versäumnissen" beim Umgang mit den Vorwürfen gegen den Trainer im Verband begründet wurde.
Die Tageszeitung "Der Standard" hatte davor über Vorwürfe mehrerer minderjähriger Spielerinnen gegen den Nachwuchstrainer berichtet. Es gilt die Unschuldsvermutung.
ÖTTV sieht keine gesicherten Beweise vorliegen
"Die im Raum stehenden Vorwürfe sind erschreckend und dürften im Verband schon länger bekannt sein", sagte Sport-Staatssekretärin Michaela Schmidt (SPÖ).
Gotschke erklärte in einer Stellungnahme am Montagabend, dass der Verband die Staatsanwaltschaft schon 2025 eingeschaltet habe. Bis heute seien trotz Bemühungen der damaligen Vertrauensperson sowie des Vorstands aber keine konkreten Beweise gesichert worden. Auch könne der ÖTTV gegenüber Vereinen lediglich Empfehlungen aussprechen.
Der oberösterreichische Landesverband reagierte verstimmt auf die Stellungnahme des ÖTTV. Man vermisse darin ein klares Bekenntnis und ein entsprechendes Signal der Verantwortung gegenüber den betroffenen Jugendlichen, ihren Familien und den Vereinen, hieß es.