Fechten
Große Überraschung bei der Degen-Staatsmeisterschaft der Frauen aus. Und dabei kam es zu einer großen Überraschung: Leonore Praxmarer sicherte sich ihren ersten nationalen Titel und strahlte mit der Goldmedaille um die Wette. Nach einem packenden Kampf setzte sich die 18-jährige Athletin vom FUL Linz vor Anna Lea Zerlauth (FTSJD) knapp durch. Agath Thordis vom KAC Klagenfurt komplettierte nach einer soliden Vorstellung die Top 3.
„Es war wirklich ein unerwartetes, aber sehr hart erkämpftes Erlebnis für mich. Ich bin echt überwältigt, wirklich sprachlos“, schmunzelte Praxmarer und ergänzte: „Die Vorrunde ist für mich richtig gut gelaufen, das erste direkte Duell musste ich mir schon hart erkämpfen. Dann folgte der härteste Teil. Ich habe dann schnell gemerkt, da geht heute was! Es ist echt ein unglaubliches Gefühl, wenn man so etwas schafft und erleben kann. Der Titel ist eine große Ehre für mich.“
Der erste Titel hat für die 18-jährige Athletin einen enorm großen Stellenwert und gibt einen ordentlichen Auftrieb für die kommenden Aufgaben. Schließlich will sich Praxmarer kontinuierlich verbessern und durch hartes Training auch auf der internationalen Bühne erfolgreich sein. „Wenn ich einen guten Tag habe und die richtige Motivation finde, ist sehr viel möglich. Das hat mir der heutige Wettkampf gezeigt. Den Schwung möchte ich mitnehmen und auch bei den österreichischen Meisterschaften bei den Junioren und beim kommenden internationalen Turnier in Polen gut abschneiden.“
Sportakrobatik
Österreichs Turnverband hat die ersten von 3 Titelkämpfen im Rahmen der Finals erfolgreich abgeschlossen. Die Sportakrobatik hat 2 neue Elite-Meisterformationen: Hanna Reiter und Jan Wassermann aus Graz sowie Lena Meinhard, Pia Wagner und Sophie Koll aus Dobersberg im Waldviertel. Insgesamt wurden 10 Limits für die EM im Herbst bestätigt oder neu erbracht. Ein Beleg für das steigende sportliche Niveau, ein ganz starkes Comeback nach dem langen Lockdown!
Leonor Vareta, Österreichs portugiesische Nationaltrainerin: „Wir haben zwei besonders intensive Tage hinter uns, die auch der letzte, sehr positive Test für unser Team vor der WM und Nachwuchs-WM Ende dieses Monats in Genf waren. 95 Prozent der Übungen unseres Kaders gelangen ausgezeichnet. Es war eine brillante Meisterschaft mit großartigen Emotionen.“
Sportaerobic
Zweiter Titel für Lea Robl! Die Linzerin, Staatsmeisterin 2019 und Vizemeisterin 2020, setzte sich in einem engen Titelkampf gegen die Vorjahresdritte Paula Moser (Tirol) durch. Bei einer Wertung von 19.250 Zählern gab ein einziger Zehntelpunkt Unterschied den Ausschlag. Bronze sicherte sich Viktoria Brandl aus Linz mit 18.650 Punkten.
Staatsmeisterin Lea Robl analysierte nach dem Wettkampf: „Es war natürlich mein Ziel, wieder zu gewinnen. Doch ich wusste, dass es für mich sehr schwer wird. Dass es sich am Ende so knapp ausgegangen ist, freut mich daher riesig. Ich musste wirklich alles zeigen, was ich kann. Denn auch Paula hat eine super Leistung gezeigt, die absolut meisterwürdig gewesen wäre."
Rope Skipping
Am Freitag begeisterten die Rope Skipping-AthletInnen zum Auftakt ihrer ersten eigenständigen österreichischen Meisterschaft in der Liebenauer Bluebox mit viel Speed, Präzision und Akrobatik. Hannah Göttfert (SV Gymnastics Gänserndorf) und Florian Blümel holten nach drei Disziplinen (Speed 30 und 180 Sekunden, Freestyle) jeweils die Titel in den Elite-Klassen.
„Es war heute irrsinnig cool, endlich wieder alle zu sehen und sich im Wettkampf gegenseitig zu pushen, war wirklich grandios. Für mich war es ein emotionaler Sieg, ich war echt gerührt und den Tränen nahe“, sagt Blümel begeistert.
Ultimate Frisbee
Alle jagen Catchup Graz! Aber die TitelverteidigerInnen im Ultimate Frisbee gaben sich zum Auftakt der Poolphase keine Blöße. Vom frühen Nachmittag weg wurde auf den Trainingsplätzen im Sportzentrum Graz-Weinzödl gespielt. 12 Matches kamen zur Austragung. „Alle waren richtig happy, dass es endlich wieder losgegangen ist – auf diesen Re-Start mussten wir lange warten“, berichtet Organisator Andreas Kuhn. Kein Wunder, ist es doch das erste Ultimate Frisbee-Turnier seit mehr als 16 Monaten.
Die GrazerInnen sind auf Kurs Titelverteidigung, aber die stärksten Teams aus vergangenen Tagen präsentieren sich auch bei den Sport Austria Finals fast ausnahmslos in Top-Form. Am Samstag wird die Poolphase abgeschlossen, die beiden Gruppensieger steigen direkt ins Semifinale auf, die weiteren Tickets werden bei sogenannten Backdoor-Games vergeben. Am Sonntag werden beide Semifinali, das Spiel um Platz 3 und das große Finale im GAK-Stadion auf www.sportpassaustria.at live gestreamt.
Footvolley
Hoch das Bein. Höher. Footvolley. Spektakuläre Ballwechsel, fliegende Menschen und eine sommerliche Kulisse. „Besser hätte der Start ins Turnier nicht sein können“, freute sich Organisator Benedikt Hofmann-Wellenhof am Ende des Tages über mehr als 40 Matches am Auster Beach, direkt am Eggenberger Bad. Damen, Herren, Mixed, alle liefen auf, um sich einen der begehrten Plätze in der K.o.-Phase zu sichern. „Das Niveau war hoch, es gab viele knappe Spiele – ein spannender Finaltag ist garantiert!“ Der wird live auf www.sportpassaustria.at übertragen!
Radsport
Das Radkriterium in Gössendorf war eine klare Angelegenheit für das Heimteam! Valentin Götzinger vom Team WSA KTM Graz ARBÖ holte sich den österreichischen Meistertitel mit einem Start-Ziel-Sieg. Schon nach den ersten 2 von 24 3,5-km-Runden schnappte sich der Steirer mit seinem Teamkollegen Daniel Auer die erste Punktewertung und diktierte bis zur Ziellinie das Rennen.
„Dieser Kriteriumtitel ist eine ganz besondere Geschichte und hat einen sehr, sehr hohen Stellenwert für mich. Es war nach Krankheiten und Verletzungen ein langer Weg zurück“, jubelte Götzinger, der bereits den Straßentitel geholt hatte. „Wir wussten, dass wir daheim zum Siegen verdammt sind, deshalb war unsere Taktik klar, dass wir von Anfang an als Doppelspitze Gas geben. Danke an meinen Teamkollegen Daniel Auer!“ Der belegte auch hinter Götzinger Platz 3, Dritter wurde Andreas Graf (NÖ, ARBÖ RC Sparkasse Pernitz).
Schach
Eindrucksvolles Ambiente im Stefaniensaal des Grazer Congress‘, eindrucksvolle Leistungen der SchnelldenkerInnen. Österreichs Nummer 1 Markus Ragger (der Kärntner ist mit Rang 56 bester deutschsprachiger Spieler der Weltrangliste) liegt nach den ersten 3 Runden bei der Schnellschach-Staatsmeisterschaft erwartungsgemäß vorne. Der Wahl-Grazer hat im 96 TeilnehmerInnen (9 Damen, 87 Herren) starken Feld 3 Punkte Vorsprung und die beste Zeitwertung.
Punktegleich mit Ragger sind 5 Spieler: Schreiner, Schwabeneder, Schroll, Enöckl und Perhinig. Beste Frau ist Annika Fröwis vor Anna-Christian Ragger und Barbara Teuschler. Am Freitag fällt die Titelentscheidung im Schnellschach (15 Minuten fixe Bedenkzeit, plus 10 Sekunden pro Zug) in weiteren 6 Runden. Am Sonntag stehen ab 10 Uhr die Titelkämpfe im Blitzschach an.
Rackleton
Nach dem Juniors Day übernahmen am Freitag die Racketlon-Asse in Graz das Kommando – mit einem wahren Großkampftag: Damen, Herren und Mixed-Teams ermittelten ihre Doppel-MeisterInnen. Spannung bis zum allerletzten Punkt gab es bei der Mixed-Entscheidung, in der Martina Meißl und Michael Dickert ein goldenes Händchen und Emanuel Schöpf/Irina Olsacher den Gummiarm hatten. Denn nach den 4 Disziplinen waren beide Teams punktegleich, also musste ein letzter Ball, die sogenannte Gummihand, entscheiden.
„Es war spannend von Anfang bis zum für uns besseren Ende“, freute sich Lokalmatadorin Meißl, die sich auch von der Siegerehrungs-Kulisse am Grazer Hauptplatz beeindruckt zeigte. „Die Finals sind richtig cool aufgezogen, eine tolle Bühne für so viele unterschiedliche Sportarten.“ Die Gleisdorferin durfte am Freitagabend noch ein zweites Mal auf die Main-Stage, da sie mit Partnerin Bettina Bugl auch den Damen-Bewerb gewinnen konnte.
Eine klare Angelegenheit war das Herren-Doppel: Die beiden Tiroler Bernhard Pilsz und Emanuel Schöpf, der zudem Mixed-Silber holte, machten mit Leon Sam/Stefan Urban kurzen Prozess, entschieden das Spiel um Gold in drei Disziplinen und konnten sich zum bereits dritten Mal in Folge die Meister-Medaille um den Hals hängen.
Padel
Bei den Mixed-Staatsmeisterschaften wurden die beiden Padel-Asse Christoph Krenn und Christine Seehofer ihrer Favoritenstellung gerecht. Im Racketsportcenter Graz sicherten sich das Duo aus Wien mit einem klaren Finalsieg gegen Florian Kiefer und Rebecca Niederacher den Titel. Den zweiten in Folge für Seehofer und Krenn nach der Staatsmeisterschafts-Premiere im Vorjahr.
Wie die einstigen Tennis-Stars Andre Agassi und Steffi Graf bilden auch Krenn und Seehofer privat ein Doppel und sind die Nummer-1-Position in der Weltrangliste gewöhnt. Seehofer ist weltweit die Nummer 1 im Racketlon, Krenn war dies bis zu seinem Racketlon-Karriereende über viele Jahre.
Coed Slowpitch Softball
Die COED Slowpitch Mixed-Variante ging am Freitag in die zweite Runde. Die Linz Witches & Bandits sind weiterhin das Maß der Dinge, fixierten nach dem Grunddurchgang vorzeitig Platz 1 – auch wenn am Samstagvormittag noch die letzten beiden Partien ausgetragen werden.
Rainer Husty, Präsident der Austrian Baseball Softball Federation, resümierte nach Tag 2 begeistert: „Der Platz hier in Graz ist grandios – wir überlegen, ob wir unsere Meisterschaften in Zukunft regelmäßig hier austragen sollen. Die Linz Witches & Bandits sind auf einem sehr guten Weg, ihren Titel erfolgreich zu verteidigen. Aber auch die anderen Teams sorgen mit ihren Leistungen für eine gute und hochwertige Meisterschaft.“
Das komplette Programm im Überblick gibt es auf www.sportaustriafinals.at.
Eine Übersicht aller LIVE-Streams bei LAOLA gibt es hier >>>