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Sporthilfe Erfolgsgeschichten: Janina Falk (Para-Schwimmen)

Sie hat 2021 in Madeira drei EM-Medaillen im Paraschwimmen gewonnen. Janina Falk im Interview:

Sporthilfe Erfolgsgeschichten: Janina Falk (Para-Schwimmen) Foto: © GEPA

Janina Falk (ihr Instagram-Profil >>>) ist dreifache EM-Medaillengewinnerin in Madeira 2021, 33-fache Österreichische Staatsmeisterin und Paralympics-Teilnehmerin 2021 in Tokio. Sie ist FAS-beeinträchtigt (Fetales Alkoholsyndrom). Das Fetale Alkoholsyndrom entsteht bei Babys, wenn die Mutter während der Schwangerschaft Alkohol konsumiert.

Der sympathische Wirbelwind wuchs bei Pflegeeltern auf, die sie mit dem Schwimmtraining in Berührung brachten. Das Wasser ist ihr Element, dort fühlt sie sich frei und kann sich so richtig auspowern.

Derzeit wohnt und trainiert Janina im Landessportzentrum Salzburg/Rif und nimmt an dem inklusiven Hochschulprogramm BluE an der Pädagogischen Hochschule Stefan Zweig teil.

Frage: Was bedeutet Erfolg für dich?

Janina Falk: Wenn ich ein mir gestecktes Ziel erreichen konnte.

Frage: Was war dein größtes Erfolgserlebnis des vergangenen Jahres?

Die Aufnahme in das Projekt BluE an der PH Salzburg und die Aufnahme in die Leistungssportgruppe des Vereines Schwimm Union Generali Salzburg. Ebenso, nach gesundheitlichen Problemen im Dezember, endlich wieder gewinnen zu können und neue Österreichische Rekorde aufzustellen. Im Vorjahr waren es fünf.

 

Ihre Pflegemutter brachte Falk zum Schwimmsport
Foto: © GEPA

Frage: Wie bist du zu deinem Sport gekommen?

Falk: Meine Pflegemutter hat mich in einem Verein angemeldet, damit ich mich auspowern kann, da ich hyperaktiv war.

Frage: Wer ist dein größtes Vorbild und warum schaust du zu ihm/ihr auf?

Falk: Andreas Onea, weil er es durch den Sport weit gebracht hat.

Frage: Gibt es Ereignisse aus deinem privaten Umfeld, die dich auch als Sportlerin geprägt haben?

Falk: Ja, das sind die vier Jahre die ich im Kinderheim St. Benedikt verbracht habe.

Frage: Worauf freust du dich nach einer harten Trainings-Session am meisten?

Falk: Musik zu hören und zu relaxen.

Frage: Wer Erfolge feiert, muss auf dem Weg dorthin auch Misserfolge einstecken. Wie gehst du damit um?

Falk: Mein Mentalcoach und meine Eltern helfen mir dabei.

Frage: Was waren bisher die größten Hürden in deiner Karriere?

Falk: Als ich 2022 immer wieder Asthmaanfälle bekam.

Frage: Als du das erste Mal von der Sporthilfe bezüglich einer Unterstützung kontaktiert wurdest, was ging dir da durch den Kopf?

Falk: Ich war sehr stolz, dazuzugehören.

Frage: Wie wichtig ist diese Unterstützung der Sporthilfe für dich und wofür verwendest du diese Zuwendung?

Falk: Ich verwende das Geld für Physiotherapeuten und meinen Mentalcoach. Das ist sehr wichtig für mich, da es für einen Sportler mit mentaler Behinderung nicht so einfach ist.

Adreas Onea (l.) ist das große Vorbild von Falk (r.)
Foto: © GEPA

Frage: Wenn du einen Tag Sportminister wärst, was würdest du sofort umsetzen? Was würdest du dir wünschen?

Falk: Ich würde mir wünschen, dass alle Sportler gleich behandelt werden, egal ob sie eine Behinderung haben oder nicht.

Frage: Welchen Job würdest du haben, wenn es mit dem Spitzensport nicht geklappt hätte?

Falk: Wahrscheinlich wäre ich in einer Behindertenwerkstatt tätig.

Frage: Mit welchem Sportler/Sportlerin würdest du gerne einen Abend verbringen?

Falk: Mit Andreas Onea, um mehr von ihm zu erfahren, wie es ihm als Behindertensportler gegangen ist.


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