Schwimmen: OSV geht vor WM neue Wege

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Österreichs Schwimmverband (OSV) hat in der unmittelbaren Vorbereitung auf die am Freitag beginnenden Weltmeisterschaften in Gwangju mit einem Pre-Camp neue Wege beschritten.

Nach Vorbild anderer, oft größerer Nationen befand bzw. befindet sich die OSV-Equipe zur Einstimmung und Akklimatisierung in Osaka und damit in der gleichen Zeitzone wie in der WM-Stadt.

Sieben Stunden Zeitunterschied zu Mitteleuropa müssen erst verkraftet werden, mit Jetlag soll keiner der Aktiven in seinen Wettkampf gehen müssen.

Probe für Olympia

Vasiliki Pagona Alexandri hatte sogar noch am Mittwoch gemeint, die Umstellung noch etwas zu spüren, obwohl sie mit ihren Drillingsschwestern Anna-Maria und Eirina-Marina bereits am 29. Juni in Richtung Japan abgeflogen war. Für die drei Synchronschwimmerinnen beginnen die Titelkämpfe bereits am Freitag.

Während sie daher schon am Montag aus Osaka über Seoul nach Gwangju gereist sind, sind die Beckenschwimmer erst im Pre-Camp angekommen. Marlene Kahler, Caroline Pilhatsch, Bernhard Reitshammer, Valentin Bayer und Patrick Staber kamen aus Wien, Lena Grabwoski direkt von den Junioren-Europameisterschaften in Kasan und Felix Auböck schließlich am Mittwoch direkt aus den USA. Bis Donnerstag nächster Woche (18.7.) wird in der japanischen Metropole trainiert.

OSV-Sportdirektor Walter Bär hat die Location auch schon in Hinblick auf Olympia ausgewählt, vor den Tokio-Spielen in einem Jahr kommen die Österreicher wieder. "Das passt hier in Großem und Ganzen", gab der WM-Delegationsleiter an. Zwar liege das Hotel eine halbe Autostunde vom Trainingszentrum entfernt, das sei in Japan aber eine übliche Distanz. Bär: "Hier können wir uns auch gut für Olympia akklimatisieren." In eineinhalb Stunden sei man mit Flugzeug oder Schnellzug in Tokio.

Das Ziel sei, gut zwei Wochen vor den Sommerspielen nach Osaka zur eisen und erst etwa drei Tage vor dem jeweiligen ersten Wettkampf eines Sportlers ins Olympische Dorf umzusiedeln. Die Temperaturen seien in Japan derzeit recht angenehm, ganz im Gegensatz zu den Hitzerekorden des Vorjahres. In Gwangju allerdings regnet es derzeit heftig, und für die nächsten Tage ist keine wesentliche Besserung in Sicht.

"Alle erfolgreichen Nationen machen das"

Bär ist am Mittwoch nach Gwangju gereist, um die Alexandris und den als einzigen OSV-WM-Athlet nicht nach Osaka gereisten Freiwasser-Schwimmer David Brandl vor deren ersten Antreten zu unterstützen. Beide Rennen Brandls (Samstag, 5 und Dienstag, 10 km) wurden übrigens um zwei Stunden auf 8.00 Uhr Ortszeit (1.00 Uhr MESZ) vorverlegt. Das Septett an Beckenschwimmer wird erst zwei Tage nach Brandls zweitem Antreten nach Gwangju reisen.

Pilhatsch zeigte sich vom Camp an sich begeistert. "Das ist eine Super-Gelegenheit, dass wir da eine gemeinsame Vorbereitung haben - auch hinsichtlich Akklimatisierung und Zeitverschiebung", sagte die Kurzbahn-Weltmeisterin über 50 m Rücken. Mit den Österreichern sind auch Tschechen, Ukrainer und Litauer vor Ort. "Da gibt es dann auch ein paar gute Trainingspartnerinnen. Das ist eine gute Gelegenheit, um die Form noch einmal abzuchecken."

Kahler äußerte sich über das Camp noch euphorischer: "Ich finde es eine richtig gute Idee. Alle erfolgreichen Nationen machen das", berichtete die Medaillengewinnern der Olympischen Jugendspiele. Der Tagesablauf sei mit Frühstück, Training, Mittagessen, Schlafen, Training, Abendessen und Schlafen eher unspannend. "Es ist nicht wirklich aufregend, aber wir sind ja nicht hier zum Shoppen, sondern um uns ideal auf die WM vorzubereiten."

Absolut zustimmend zur Camp-Idee war noch vor seiner Ankunft auch Auböck. "Ich habe eine Anreise von 12 oder 13 Stunden, das muss man erst verkraften", erläuterte der zweifache WM-Finalist von Budapest 2017 der APA. Er habe es auch in Ungarn gemerkt, dass eine Akklimatisierungsphase - damals in Österreich - der richtige Weg ist. "Das macht schon einen großen Unterschied, wenn man sich schon vorher an die Zeitzone gewöhnen kann." Für ihn geht die WM am 21. August los.

Textquelle: © APA

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