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ÖHB-Männer schöpfen aus Gruppen-Sensation "etwas Energie"

Die serbische Überraschung gegen Deutschland lässt rechnerische Aufstiegschance bei EM am Leben. Das muss passieren, dass Österreich noch aufsteigen kann.

ÖHB-Männer schöpfen aus Gruppen-Sensation "etwas Energie" Foto: © GEPA

Auch wenn sie eher rechnerischer Natur ist - die Chance für Österreichs Handballer, die EM-Hauptrunde zu erreichen, lebt.

Die Nachricht von Serbiens Sensation gegen Deutschland fungierte am späten Samstagabend als kleiner Stimmungsaufheller für die noch punktelose Equipe, die am Montag (18.00/live ORF eins) zum Abschluss von Gruppe A freilich erst Serbien schlagen und dann auf Schützenhilfe hoffen muss.

"Das hat schon wieder ein bisschen Energie gegeben", sagte Lukas Hutecek.

Minichance eröffnet

Zwei Stunden, nachdem die ÖHB-Akteure ziemlich geknickt das 25:30 gegen Spanien und das Vorrunden-Aus beklagt hatten, eröffnete ihnen der völlig unerwartete serbische 30:27-Sieg über Deutschland noch eine Minichance. Hutecek und Co. verfolgten das Geschehen gemeinsam. "Es war dann so eine gewisse Euphorie da, aber eigentlich hat sich für uns nichts geändert. Wir haben gewusst, dass wir gegen Serbien gewinnen müssen", stellte Kreisläufer Tobias Wagner am Sonntag fest.

Nun ruht die Hoffnung neben der eigenen Leistung auf der "kleinen Tabelle", in der man im Idealfall gleichauf mit den Serben und den Deutschen bei je zwei Punkten hält. Dafür ist neben einem spanischen Erfolg über Deutschland im Montag-Spätspiel (20.30 Uhr) auch ein "Zweier" gegen Serbien nötig - und der muss zumindest ein Vier-Tore-Plus aufweisen. Ein Drei-Tore-Plus reicht dann, wenn man zumindest 31 Tore erzielt.

"Wollen endlich ein gutes Spiel zeigen"

Dass die Serben Medaillenkandidat Deutschland nach 13:17-Pausenrückstand noch in die Knie zwangen, zeigt allerdings auch, dass schon Teil eins der Übung alles andere als leicht wird. Zumal auch die eigenen Leistungen bei den Niederlagen gegen Deutschland und vor allem gegen Spanien am Samstag die eigenen Erwartungen nicht erfüllten. Serbien hingegen kommt nach dem ersten Erfolg über Deutschland in einem Bewerbsspiel überhaupt mit breiter Brust.

"Sie werden alles reinwerfen, aber wir sind motiviert ohne Ende. Wir wollen endlich einmal ein gutes Spiel zeigen, das haben wir in den vergangenen Wochen leider nicht geschafft. Wir haben alle das Gefühl, dass es langsam Zeit ist", betonte Hutecek. "Wir wollen unbedingt den Sieg, wir haben keine Rechnerei im Kopf."

Teamchef Romero lassen Rechenspiele kalt

Nicht brauchen wird man den Taschenrechner nur, wenn man verliert. Dann ist Platz vier die logische Folge. Schlecht wäre das auch für die WM-Quali, wo man dann im März in die Vorrunde gegen Litauen (Hin- und Rückspiel) müsste. Rang drei würde das zumindest verhindern, leise geträumt werden darf aber auch noch vom zweiten Platz.

Trainer Iker Romero, der nach sechs Spielen noch auf sein erstes Erfolgserlebnis mit Österreich wartet, sind Rechenspiele ohnehin egal. "Ich bin kein Mathematiker, das ist egal", meinte der Spanier und forderte auch in einer unsicheren Situation vollste Hingabe: "Unsere Motivation muss sein, dass wir das beste Spiel unseres Lebens machen."

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