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EURO 2026: So kann das ÖHB-Team doch noch aufsteigen

Durch Serbiens Erfolg über Deutschland lebt noch die Chance auf den Aufstieg - umgekehrt droht bei einer Niederlage aber die Vor-Quali zum WM-Playoff.

EURO 2026: So kann das ÖHB-Team doch noch aufsteigen Foto: © GEPA

Gegen Serbien soll endlich der erste Sieg her.

Denn damit lebt sogar noch die Chance auf den Aufstieg in die Hauptrunde der EHF EURO 2026. So sieht die Ausgangslage vor der abschließenden Vorrundenpartie aus:

Die Ausgangslage

  • Bei einem Sieg Österreichs über Serbien mit +1 oder +2, benötigt man einen Sieg von Deutschland über Spanien, damit man die Vorrunde auf Rang 3 beendet

  • Bei einem Sieg mit +4 benötigt man einen Sieg von Spanien über Deutschland, um die Vorrunde auf Rang 2 zu beenden und damit in die Hauptrunde einzuziehen

  • Bei einem Sieg mit +3 und mindestens 31 Toren ist man Gruppenzweiter, wenn Deutschland verliert und Gruppendritter, wenn Deutschland gegen Spanien punktet

  • Bei einem Sieg mit +3 und weniger als 30 Toren ist man Gruppenvierter, wenn Deutschland gegen Spanien verliert und Gruppendritter, wenn Deutschland punktet

  • Bei einem 30:27-Erfolg beendet Österreich die Vorrunde auf Rang 4, wenn Deutschland gegen Spanien verliert und auf Rang 3, wenn Deutschland punktet

Mit Rechenspielchen gibt man sich allerdings im österreichischen Team nicht ab. Man will zum Abschluss endlich zeigen, was in der Mannschaft steckt und ein Topspiel abliefern, Lukas Hutecek: "Wir alle sind motiviert ohne Ende und wollen endlich ein gutes Spiel zeigen. Das haben wir in den letzten Wochen nicht geschafft, dass wir so ein Topspiel haben. Wir alle haben das Gefühl, dass es schön langsam Zeit wird und wir hoffen, dass es morgen so weit ist."

Nicht zuletzt der Sieg Serbiens über Deutschland hat bestätigt, was im Vorfeld von allen Seiten prolongiert wurde. Nämlich, dass es sich um eine Monstergruppe handelt. "Serbien ist eine sehr gute Mannschaft. Das haben sie gegen Deutschland gezeigt. Das unterstreicht auch, wie schwer diese Gruppe ist", betont auch Teamchef Iker Romero.

Der Spanier hatte schon vor Beginn der EURO darauf hingewiesen, dass es gewisse Ähnlichkeiten im Spielstil zwischen seinem Heimatland und Serbien gibt. Von seinem Team verlangt er, dass man ab sofort, alles in das Spiel investiert.

Möglicher Aufstieg gibt ÖHB-Team Energie

"Um dieses Spiel zu gewinnen, müssen wir von jetzt weg, bis zum Spielende, alles geben. Nicht nur erst morgen um 18:00 Uhr, sondern schon jetzt. Wir haben knapp 30 Stunden und die müssen wir nutzen. Wir brauchen ein bisschen mehr Konstanz und ich will sehen, dass wir unsere Schwächen vom Spiel gegen Spanien in der Deckung ausmerzen und das gegen Serbien besser machen."

Dass nun doch rein rechnerisch gegen Serbien noch mehr möglich ist, gab dem Team nochmals Energie: "Wenn ein Funken Hoffnung da ist, dann gibt das ganz viel Kraft, aber wir müssen zunächst mal auf uns schauen. Wir wollen unbedingt morgen die ersten Punkte holen, wollen unbedingt einen Sieg. Da sind keine Rechnereien im Kopf. Wir müssen mal auf unsere 60 Minuten schauen und es ist noch immer eine EURO und es ist noch immer ein Privileg hier zu sein. So müssen wir das Spiel auch angehen."

Um Serbien zu knacken, gilt es unter anderem ihren Torhüter Dejan Milosavljev, dem Trauzeugen des eingebürgerten Rückraumspielers Nemanja Belos, nicht ins Spiel kommen zu lassen. Seinen Teamkollegen bei den Füchsen Berlin bezeichnet Lukas Herburger als X-Faktor.

Bei letztem Gruppenplatz droht Vor-Quali zum WM-Playoff

In der Deckung erwartet der Abwehrchef nichts großartig Neues, wie er sagt. Aufpassen gilt es vor allem in der Anfangsphase: "Die werden bis in die Zehenspitzen motiviert sein. Das mal in den Anfangsminuten abzufangen, wird extrem wichtig sein und das wird nicht leicht werden. Es wird vor allem eine Kopfsache werden. Wir müssen mit eintausend Prozent reingehen. Wir brauchen Punkte."

Bei einer Niederlage droht Österreich die Vor-Quali zum WM-Playoff im Frühjahr. Sollte Österreich Gruppenletzter werden, bestreitet man diese im März und trifft dabei auf Litauen.

Wenn wir das Spiel auch noch verlieren, bringt uns das in eine schlechte Situation in Bezug auf die WM-Quali. Ich würde es komplett zur Seite legen, dass wir noch weiterkommen können und den vollen Fokus auf einen Sieg gegen Serbien legen", fügt Herburger hinzu.

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