ÖHB-Kapitän Bilyk: "Sind nur als Team erfolgreich"

ÖHB-Kapitän Bilyk: Foto: © GEPA
 

Wenn am 13. Jänner die Handball-Europameisterschaft 2022 in Ungarn und der Slowakei startet, geht es für Österreichs Nationalteam ans Eingemachte.

Die Mannschaft von ÖHB-Teamchef Ales Pajovic trifft in Gruppe D in Bratislava auf Polen (14. Jänner, 20:30 Uhr), Deutschland (16. Jänner, 18:00 Uhr) und Weißrussland (18. Jänner, 20:30 Uhr).

2020 erreichte das Nationalteam bei der Heim-EURO mit Platz acht das bislang beste Ergebnis bei den Männern, diese Leistung soll heuer getoppt werden.

Wieder mit dabei ist Kapitän Nikola Bilyk, der im letzten Hauptrundenspiel gegen Weißrussland sein letztes Pflichtspiel für das ÖHB-Team bestritt. Ein Kreuzbandriss setzte den 25-Jährigen lange außer Gefecht, im vergangenen Herbst feierte der Kiel-Legionär bei den Testspielen gegen Tschechien sein Comeback.

Im Interview spricht Bilyk über den Weg zurück und die bevorstehende Europameisterschaft:

Frage: Nach dem historischen achten Platz bei der Heim-EURO 2020 folgte zunächst Corona und im Sommer deine schwere Knieverletzung. Wie erging es dir auf dem langen Weg zurück?

Nikola Bilyk: Ich habe vor allem gelernt, geduldig zu sein. Diese Zeit hat mir nochmals gezeigt, wie sehr ich Handball liebe und wie cool es ist, in einer Mannschaft zu spielen. Man lernt die kleinen Dinge noch mehr zu schätzen, wie beispielsweise die Gespräche mit den Teamkollegen, die gemeinsamen Auswärtsfahrten im Bus. In der Reha selbst gab es Wochen, in denen ich viele Fortschritte gemacht habe und Wochen, in denen ich auch Rückschläge wegstecken musste. Das war nicht einfach, aber auch hier lernt man mit der Zeit damit umzugehen.

Frage: Rund 16 Monate hast du kein Spiel absolviert, im Sommer erfolgte dann das ersehnte Comeback in einem Testspiel für den THW Kiel, im Herbst schließlich im Nationalteam in den beiden Testspielen gegen Tschechien. Was hat sich in diesen vier, fünf Monaten getan?

Bilyk: Das Vertrauen in meinen Körper und in das Knie wurde von Woche zu Woche größer. Es gibt immer Schritte nach vorne, die werden mit der Zeit auch kleiner. Manche bemerkt man gar erst nach einiger Zeit. Ich versuche, mich nicht viel damit zu beschäftigen, habe auch keine Angst, dass nochmal etwas passiert. Durch Momente wie hier beim Nationalteam, wo ich viel Verantwortung tragen darf, kommt viel Selbstvertrauen zurück.

Frage: Die WM 2021 hast du aufgrund deiner Verletzung verpasst, stehst damit am 14. Jänner in Bratislava gegen Polen erstmals wieder bei einem Großereignis auf dem Parkett. Was ist dem Team bei dieser EURO nach Platz acht vor zwei Jahren zuzutrauen?

Bilyk: Handball ist ein Mannschaftssport. Wir können nur als Team erfolgreich sein. Wir haben 2020 unser bestes Ergebnis erzielt und es wird sich zeigen, ob wir noch einen Schritt weiter gehen können. Wir müssen als Mannschaft funktionieren und genau daran arbeiten wir aktuell intensiv. Wenn uns das gelingt, bin ich überzeugt, dass wir wieder einen Schritt nach vorne machen können.

Frage: Wieder stehen Duelle mit Deutschland und Weißrussland an, dazu zum Auftakt Polen. Worauf freust du dich am meisten?

Bilyk: Auf jedes einzelne Spiel. Ich liebe es mit den Jungs für Österreich zu spielen. Unser Fokus liegt jetzt auf dem Polen-Spiel. Auch wenn es abgedroschen klingt, aber wir denken nur von Spiel zu Spiel. Alles andere wäre unprofessionell. Duelle gegen Deutschland sind natürlich immer etwas Besonderes, aber zunächst müssen wir Polen schlagen, dann schauen wir, was gegen Deutschland möglich ist.

Karten für den Heim-Test gegen die Slowakei am 6. Jänner (20:25 Uhr) in der Südstadt gibt es unter diesem LINK>>>. Es gilt die 2G-Regel, von der Kinder bis 12 Jahre allerdings ausgenommen sind. Zwischen 12 und 15 Jahren braucht es einen gültigen PCR-Test.

Österreich - Slowakei am 6. Jänner (20:25 Uhr) - Tickets HIER>>>


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