Schmerzhafte Niederlage in Bosnien für ÖHB-Team

Schmerzhafte Niederlage in Bosnien für ÖHB-Team
 

Sehr bittere Niederlage im Kampf um die Teilnahme an der Handball-EM 2022 für Österreich: Das ersatzgeschwächte ÖHB-Team unterliegt in Bosnien deutlich 21:27.

Nach dem mühevollen Sieg über Estland und den zwei klaren Niederlagen gegen Deutschland ist Österreich zwei Spiele vor dem Ende mit zwei Punkten Gruppenletzter. Um das zweite Fix-Ticket hinter Deutschland zu ergattern, wird es zum Abschluss zumindest Siege in Estland (29.4.) und daheim gegen Bosnien (2.5.) brauchen. Eine Qualifikation als einer der drei besten Gruppendritten scheint nach der hohen Niederlage ausgeschlossen.

Nach schlechtem Start erfangen sich die Österreicher und erringen zwischenzeitlich die 9:7-Führung. Zur Pause ist das Spiel völlig offen, Bosnien führt 11:10.

Statt eines Turnarounds gibt es aber die Abfuhr, nach dem 17:19 wird der Unterschied nur noch größer.

Doknic hält das Spiel offen

Eine starke Viertelstunde reicht der Truppe von Trainer Ales Pajovic unterm Strich nicht, auch wenn die Aufgabe durch Probleme am Personalsektor - acht Neue im Team und ein weiterhin absenter Kapitän Nikola Bilyk - nicht leichter wurde.

Im Nachtrag - Anfang November wurde das Spiel wegen zahlreicher Corona-Fälle beim Gegner abgesagt - erwischt Österreich in der leeren Halle keinen guten Start, liegt in der elften Minute mit 1:5 in Rückstand.

Doch angeführt vom bei der WM verletzten Rückraum-Shooter Janko Bozovic und Lukas Hutecek arbeitet man sich innerhalb der nächsten zehn Minuten auf 6:6 bzw. 7:7 zurück und geht auch 9:7 in Führung.

Nicht zuletzt der im vergangenen Herbst eingebürgerte, 38-jährige Hard-Goalie Golub Doknic zeichnet sich einige Male aus. Anstelle aber die Chance auf das 10:7 zu nutzen, muss Österreich kurz vor der Pause das 9:9 hinnehmen und kassiert mit der Schlusssirene noch das 10:11.

Plan waren zwei Punkte

Zäh verläuft aus rot-weiß-roter Sicht auch der Wiederbeginn, Bosnien um Weltklasse-Tormann Benjamin Buric zieht auf 14:11 (34.) bzw. 18:14 (41.) davon und hat damit eigentlich schon die Vorentscheidung geschafft.

Spätestens, als der bis dahin so sichere Flügel-Routiner Robert Weber beim Stand von 18:22 einen Siebenmeter auch im Nachschuss vergibt (51.), ist die Partie gelaufen.

"Der Plan war eigentlich, zwei Punkte zu holen", meint Pajovic im Anschluss. "Die erste Hälfte war gut. Wir haben in der zweiten Hälfte zu viele Tore bekommen, die Abwehr war nicht mehr kompakt. Mit der Tormannleistung bin ich zufrieden. Die EM-Quali ist aber noch nicht vorbei, wir haben noch zwei Spiele. Natürlich stehen wir unter Druck, der ist immer da. Wir brauchen jetzt zwei Siege."

Mit seiner Truppe kann sich der Slowene im April eine Woche lang auf die entscheidenden Partien vorbereiten.

Textquelle: © LAOLA1.at/APA Zum Seitenanfang »

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