Bernd Wiesberger: "Etliche vergebene Chancen"

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Der sechstletzte "Flight" des vorletzten Tages des Golf-Majors PGA Championship hat den Führenden vor der Schlussrunde hervorgebracht.

Aber nicht Bernd Wiesberger setzte sich in San Francisco in Front, sondern der mit ihm auf die Runde gegangene Dustin Johnson.

Der US-Amerikaner erarbeitete sich mit einer 65er-Runde einen Vorsprung von zwei Schlägen, Wiesberger liegt nach einer 70 auf Rang 18.

Nur fünf Schläge fehlen dem Burgenländer auf den Spitzenreiter, lediglich deren vier auf den von seinen Landsleuten Scottie Scheffler und Cameron Champ - einem Außenseiter-Duo - gehaltenen zweiten Platz.

Eiern der drei nächsten Verfolger ist mit Brooks Koepka der zweifache Titelverteidiger, sein dritter Gewinn dieses Majors en suite ist also durchaus noch Thema. Der chinesische Vortages-Leader Li Haotong verlor mit einer 73 zwölf Positionen und liegt nur noch einen Schlag vor Wiesberger.

(Der Text wird unter dem Video fortgesetzt)

Wiesberger: "Vollgas zum Abschluss"

Der Burgenländer ist nur zwei Schläge von den Top Ten entfernt und damit vom besten Major-Ergebnis eines Österreichers bisher. Dieses hatte Markus Brier 2007 bei den British Open als Zwölfter geschafft, Wiesbergers Top-Ergebnis auf diesem Niveau ist Rang 15 beim PGA Championship 2014 in Kentucky. Das ist als in absoluter Reichweite.

Der 34-Jährige kam in Runde drei auf je vier Birdies (Schlaggewinne) und Bogeys (Schlagverluste), gewann damit wieder etwas mehr an Konstanz.

"Es war kein einfacher 'Moving Day' heute für mich", ließ Wiesberger über Facebook wissen. "Mein Spiel hat sich zwar solide angefühlt, leider waren aber ein paar unglückliche Breaks dabei und etliche vergebene Chancen. Zumindest konnten wir am letzten Green noch eine Runde über Par abwenden."

Für Österreichs Nummer eins geht es mit dem Sonntag-Abschlag um 21.10 Uhr um einen guten Abschluss seines US-Trips: "Morgen nochmal Vollgas zum Abschluss von 6 Wochen in den USA!"

Straka gleichauf mit Woods

Sein Landsmann Sepp Straka schrieb drei Bogeys und zwei Birdies und damit eine 71 an. Wie Wiesberger gelang dem 27-Jährigen vor der Rückkehr ins Clubhaus auf dem 18. Loch ein Birdie. Das ergab gesamt eine Verbesserung um einen Platz auf Position 59, womit er gleichauf mit Tiger Woods lag.

Der US-Superstar scorte eine 72. Matthias Schwab als dritter angetretener Österreicher war nach zwei Runden am Cut als Gesamt-112. gescheitert, für den 25-Jährigen geht es beim Wyndham Championship weiter.

Johnson hat sich bei diesem 11-Mio.-Dollar-Event sukzessive vor gearbeitet, die ersten beiden Runden hatte er mit 69 bzw. 67 Schlägen absolviert. Für den 36-Jährigen wäre mit seinen acht Birdies am "Moving Day" sogar mehr möglich gewesen, allerdings passierte ihm neben einem Bogey auf der 9 ein Doppel-Bogey.

Der ehemalige Weltranglistenerste hat mit den US Open 2016 bisher ein Major gewonnen, war bei den anderen drei Majors jeweils bereits Zweiter. Auf der PGA-Tour hält er bei 21 Titeln.

Für Johnson ändert sich nichts

"Es ändert sich für mich nichts", sagte Johnson. "Ich muss auch auf der Schlussrunde gutes Golf spielen, wenn ich gewinnen will." Er müsse fokussiert bleiben.

Zuschauer werden ihn jedenfalls nicht ablenken, den die sind corona-bedingt nicht zugelassen. Grundsätzlich nicht aus der Ruhe zu bringen ist Koepka, besonders bei Majors.

Der 30-Jährige ist wohl der gefährlichste Johnson-Jäger. "Ich bringe viel Erfahrung in die Schlussrunde, war schon öfters in dieser Situation", meinte Koepka zuversichtlich.

Stand nach der 3. Runde:

1. Dustin Johnson (USA) 201 (69/67/65)
2. Scottie Scheffler (USA) 202 (66/71/65)
2. Cameron Champ (USA) 202 (71/64/67)
4. Brooks Koepka (USA/TV) 203 (66/68/69)
4. Paul Casey (ENG) 203 (68/67/68)
4. Collin Morikawa (USA) 203 (69/69/65)
18. Bernd Wiesberger 206 (68/68/70)
59. Sepp Straka 212 (70/71/71)

Textquelle: © APA

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