Tom Brady: "Wir wussten, was passiert, oder?"

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"Ich denke, wir haben gewusst, dass das heute passieren wird, oder nicht?", fragt Tom Brady breit grinsend vom Podium der Siegerehrung in die NFL-Welt hinaus.

Ja eh.

Ob man es wahr haben will oder nicht, irgendwie konnte man zuletzt ahnen, dass der 43-Jährige nach zwei legendären Jahrzehnten und sechs Titeln mit den New England Patriots auch die Tampa Bay Buccaneers in den Football-Olymp führen würde.

Wer sonst sollte den kultigen Mythos begraben, dass keine NFL-Franchise eine Super Bowl im eigenen Stadion gewinnen kann? Und zwar bei erster Gelegenheit, da in Foxborough kein NFL-Endspiel ausgetragen wird - sonst hätte er das wohl schon mit "seinen" Patriots erledigt.

Natürlich konnte und wollte er es womöglich nicht stehen lassen, dass sein langjähriger Lieblings-Rivale Peyton Manning bislang der einzige Quarterback war, der mit zwei verschiedenen Teams die Lombardi-Trophy eroberte (Indianapolis und Denver).

Unsterblich war Tom Brady schon längst. Seit Sonntag, seit diesem klaren 31:9-Triumph gegen Titelverteidiger Kansas City Chiefs, ist die lebende Legende noch ein Stück "unsterblicher".

Sieben Titel? Da kann selbst NBA-Ikone Michael Jordan nicht mehr mithalten.

Die besten Bilder von Super Bowl LV:

(Text wird unter der Diashow fortgesetzt)

Die besten Bilder von Super Bowl LV in Tampa Bay zwischen den Tampa Bay Buccaneers und den Kansas City Chiefs.

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Mehr Titel als die "Rekordmeister"

Die Zahl der Superlative ist nahezu endlos. Beeindruckend ist auch folgende Zahlenspielerei: Bradys sieben Super-Bowl-Titel übertreffen die Rekord-Champions Pittsburgh Steelers und New England (jeweils sechs).

Es gibt in der NFL nur fünf Franchises, die es überhaupt auf sieben Super-Bowl-Teilnahmen gebracht haben. Neben New England (11) und Pittsburgh (8) sind dies die Dallas Cowboys (8), Denver Broncos (8) und San Francisco 49ers (7).

Brady alleine hält bei deren zehn und ist nun auch der erste Spieler der NFL-Historie, der in drei verschiedenen Jahrzehnten den Titel holt.

Zum richtigen Zeitpunkt in Topform

Und irgendwie ist es besonders passend, dass neben Brady auch sein langjähriger kongenialer Patriots-Partner Rob Gronkowski mit den ersten beiden Touchdowns der Partie eine Gala-Vorstellung ablieferte.

Dass die Auszeichnung zum MVP des Endspiels trotzdem dem Quarterback vorbehalten bleibt, wird der Tight End verkraften, schließlich hat sich sein Rücktritt vom Rücktritt bezahlt gemacht.

"Ich bin so stolz auf diese Jungs, nach all dem, mit dem wir in dieser Saison zu kämpfen hatten", erklärt Brady und erinnert daran, dass es in der Regular Season (11 Siege, 5 Niederlagen) nicht immer wie geschmiert gelaufen ist.

"Wir hatten einen harten November, aber Bruce Arians hatte viel Vertrauen in uns, auch das Team hatte viel Vertrauen", erklärt Brady und erläutert, dass man zum richtigen Zeitpunkt in Topform gekommen sei:

"Letztendlich haben wir unsere besten Leistungen am Ende der Saison gezeigt."

Arians: "Hätte etwas Illegales rauchen müssen"

Die Corona-Pandemie beeinträchtigte natürlich auch die Vorbereitung der NFL-Teams auf diese Saison. Gerade für Neuzugänge wie Brady, die eine komplett neue Offense erlernen und sich mit neuen Mitspielern abstimmen müssen, war dies keine leichte Situation.

Das fehlende Finetuning machte sich in der Regular Season immer wieder bemerkbar, zuletzt wurde man aber beinahe unschlagbar. Der Triumph in der Super Bowl ist der achte Sieg in Folge. Die Qualifikation für das "Finale dahoam" gelang mit drei Playoff-Auswärtssiegen.

Dass die meisten Augen auf Brady und einige weitere auf Gronkowski gerichtet sind, versteht sich irgendwie von selbst. Dies ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass für viele Mitglieder der Bucs ein Lebenstraum in Erfüllung gegangen ist.

Zum Beispiel für Head Coach Bruce Arians, eine der am meisten respektierten Persönlichkeiten der NFL. Als Assistant Coach staubte er schon mit den Pittsburgh Steelers zwei Super-Bowl-Ringe ab, mit 68 Jahren krönte der Offensiv-Guru nun seine Cheftrainer-Karriere.

"Ich hätte etwas Illegales rauchen müssen, um mir vorstellen zu können, dass das möglich ist", lässt Arians - gewohnt humoristisch - nach dem großen Triumph wissen.

Brady zeigte einem talentierten Team, wie man gewinnt

Auch diverse Mitglieder der Defense haben am Sonntag ihren Marktwert erheblich gesteigert. Patrick Mahomes und sein Offense-Feuerwerk derart im Keim zu ersticken, kann man als Meisterwerk der von Todd Bowles hervorragend gecoachten Einheit bezeichnen.

Generell hat Brady in Tampa Bay einen qualitativ starken Supporting Cast zur Verfügung, wie er ihn zuletzt bei den Patriots eher nicht mehr vorfand.

"Er ist einfach ein Gewinner. Er brachte Sieger-Mentalität in ein wirklich talentiertes Football-Team, dass jedoch nicht wusste, wie man gewinnt", verdeutlicht Arians.

Brady hat Lust auf mehr

Das macht Lust auf mehr Siege. Natürlich wäre es der perfekte Zeitpunkt für den Rücktritt, aber dass Brady diesbezüglich andere Gedanken hegt, ist seit Jahren kein Geheimnis.

"Wir kommen zurück. Das wisst ihr bereits", sagt Brady.

Irgendwie klingt es wie eine Drohung.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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