Super Bowl LV: Bradys Bucs demontieren die Chiefs

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Tom Brady kann auch ohne die New England Patriots eine Super Bowl gewinnen!

Die lebende Quarterback-Legende macht sich in Super Bowl LV noch ein Stück unsterblicher. Mit seinen Tampa Bay Buccaneers feiert der Altstar einen 31:9-Sieg gegen Titelverteidiger Kansas City Chiefs und somit seinen bereits siebenten Super-Bowl-Triumph.

Historisch: Erstmals spielt eine Franchise das NFL-Endspiel im eigenen Stadion und feiert dabei auch gleich den ultimativen Erfolg.

Damit entscheidet der 43-jährige Brady auch das Generationen-Duell mit Patrick Mahomes für sich, dessen normalerweise atemberaubende Offense von der Bucs-Defense über weite Strecken entzaubert wird.

Dafür bringen Brady und Co. frühzeitig die nötigen Punkte aufs Scoreboard. Die ersten beiden TD-Pässe des "G.O.A.T." gehen auf Kumpel Rob Gronkowski, kurz vor der Pause bedient er Antonio Brown in der Endzone.

Running Back Leonard Fournette zeichnet für den vierten Touchdown des Teams aus Florida in dieser Partie verantwortlich.

Für die Buccaneers ist es der zweite Super-Bowl-Triumph der Franchise-Geschichte. Erstmals eroberte man in der der Saison 2002 die Vince-Lombardi-Trophy.

Zum MVP dieser Super Bowl wird wenig überraschend Brady (201 Passing Yards, 3 TD-Pässe) gewählt.

TAMPA BAY BUCCANEERS - KANSAS CITY CHIEFS 31:9

SCORING:

Q1:

0:3: Harrison Butker - 49-Yard-Field-Goal (3:19 Minuten)

7:3: Rob Gronkowski - 8-Yard-Pass von Tom Brady (0:37 Minuten)

Q2:

14:3: Rob Gronkowski - 17-Yard-Pass von Tom Brady (6:11 Minuten)

14:6: Harrison Butker - 34-Yard-Field-Goal (1:04 Minuten)

21:6: Antonio Brown- 1-Yard-Pass von Tom Brady (0:06 Minuten)

Q3:

21:9: Harrison Butker - 52-Yard-Field-Goal (11:31 Minuten)

28:9: Leonard Fournette - 27-Yard-Run (7:45 Minuten)

31:9: Ryan Succop - 52-Yard-Field-Goal (2:50 Minuten)

Q4:

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Die Angriffs-Maschinerie stottert von Beginn an

Die Chiefs gewinnen den Münzwurf, lehnen den Ballbesitz jedoch ab - eine Entscheidung, die zumindest zu Beginn richtig wirkt, schließlich schickt die Defense von Kansas City Brady und Co. im ersten Drive nach drei Versuchen vom Feld.

Dieser Fehlstart der Bucs-Offense fällt jedoch nicht weiter ins Gewicht, denn während sich Brady und seine Kollegen im weiteren Verlauf deutlich steigern, stottert die sonst so furchterregende Angriffs-Maschinerie um Mahomes ungewohnterweise.

Zwar gehen die Chiefs durch ein Field Goal von Harrison Butker mit 3:0 in Führung, doch schon in diesem Drive deutet sich an, dass man von offensiven Schwierigkeiten sprechen muss.

Tyreek Hill lässt nämlich in der Endzone einen definitiv fangbaren Pass gegen seinen Helm prallen und in der Folge fallen.

Brady auf Gronkowski I

Auch die Bucs kommen eher langsam in Fahrt, gehen jedoch kurz vor dem Ende des Startviertels durch einen 8-Yard-Pass von Brady auf seinen kongenialen Langzeit-Partner Rob Gronkowski 7:3 in Führung.

Eigentlich unglaublich, dass dies in der langen Super-Bowl-Historie von Brady sein erster TD-Pass im ersten Viertel eines NFL-Endspiels war.

Die besten Bilder von Super Bowl LV in Tampa Bay zwischen den Tampa Bay Buccaneers und den Kansas City Chiefs.

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Was ein Weckruf für KC hätte sein können, wirkt nicht als solcher. Die Chiefs legen nämlich gleich den nächsten schlechten Drive hin. Die Pass-Ausbeute von Mahomes zu diesem Zeitpunkt? Zwei Completions bei neun Versuchen für mickrige 9 Yards - unterirdisch!

Gleichzeitig ist dies natürlich auch ein Resultat der überragenden Arbeit der Defense unter Anleitung von Coordinator Todd Bowles.

Brady auf Gronkowski II

Im zweiten Viertel kommt die Partie in eine Phase, in welcher die Chiefs eine Trendwende einläuten hätten können.

Erst lässt nämlich O-Liner Joe Haeg einen Brady-Pass in die Endzone fallen, in der Folge stoppt die Chiefs-Defense Ronald Jones an der 1-Yard-Linie.

Ein recht fehlerhaftes Auftreten der Chiefs auf diversen Ebenen sorgt jedoch dafür, dass diese sieben verpassten Punkte Tampa Bay nicht fehlen sollten.

TAMPA BAY BUCCANEERS:

Name

Passing Yards Rushing Yards Receiving Yards
Tom Brady 201 (3 TD) -2
Leonard Fournette 89(1 TD) 46
Ronald Jones 61
Scotty Miller -3
Rob Gronkowski 67 (2 TD)
Mike Evans 31
Cameron Brate 26
Antonio Brown 22 (1 TD)
Chris Godwin 9

Während die Offense weiter nicht in Fahrt kommt (und sogar Tight-End-Supertar Travis Kelce wichtige Pässe zu droppen beginnt), fallen die Special Teams in weiterer Folge mit einem katastrophalen Punt beziehungsweise einer dummen Strafe bei einem Field-Goal-Versuch der Bucs auf.

Und auch die Defense agiert unglücklich. So wird eine Interception von Tyrann Mathieu wegen eines Defensive Holdings zurückgepfiffen.

Dies bestraft Brady mit seinem zweiten TD-Pass auf Kumpel Gronkowski zum 14:3.

Brady bestraft Reid-Timeouts

Danach legt Kansas City erstmals in dieser Partie einen vernünftigen Drive hin, belohnt sich jedoch nicht mit einem Touchdown, sondern nur mit einem weiteren Butker-Field-Goal zum 6:14.

Nun beginnt jedoch auch Head-Coach-Schlitzohr Andy Reid unglücklich zu agieren. Sein Risiko, in der Schlussphase der ersten Halbzeit bei Ballbesitz der Bucs Timeouts zu nehmen, um noch einmal an den Ball zu kommen, wird brutal bestraft - vielleicht sollte man dies gegen einen von Brady geführten Angriff auch schlichtweg nicht machen.

KANSAS CITY CHIEFS:

Name

Passing Yards Rushing Yards Receiving Yards
Patrick Mahomes 270 (2 INT) 33
Clyde Edwards-Helaire 64 23
Darrel Williams 5 10
Tyreek Hill 5 73
Travis Kelce 133
Sammy Watkins 13
Demarcus Robinson 11
Mecole Hardman 4
Byron Pringle 3

Tampa Bay schafft nämlich das nötige First Down - zwei bittere Pass-Interference-Strafen später kann Brady sechs Sekunden vor der Pause WR Antonio Brown zum 21:6 in der Endzone bedienen.

Fazit: Wenn Offense, Defense, Special Teams und Coaching schlampig agieren, ist dies eher ungünstig in einem Duell mit Tom Brady.

Mahomes probiert es verzweifelt

Wer gehofft hat, dass die Chiefs nach der Pause konzentrierter agieren würden, wird enttäuscht.

Zwar kommt Kansas City dank des einen oder anderen guten Laufs von Clyde Edwards-Helaire spürbar entschlossener aus der Kabine, der erste Drive im dritten Viertel wird jedoch wieder nur mit einem Butker-Field-Goal abgeschlossen werden.

Es sollten sogar die letzten Punkte des entthronten Titelverteidigers in diesem Match bleiben. Das weitere Offensiv-Geschehen lässt sich unter Verzweiflung und Unvermögen zusammenfassen.

Man kann Mahomes nicht vorwerfen, dass er es nicht probiert und probiert und probiert hätte, teilweise versucht er sogar Pässe aus den unmöglichsten Situationen.

Zu oft wird er jedoch von seinen Anspielstationen im Stich gelassen. Bezeichnend: Gegen Ende des Dritten Quarters erlauben sich seine Kollegen einen Drop nach dem anderen, teils auch in der Endzone.

Fournette erhöht

Zu diesem Zeitpunkt führen die Bucs bereits 31:9. Erst baut Leonard Fournette mit einem 27-Yard-Lauf die Führung aus, Kicker Ryan Succop legt noch ein Field Goal nach.

Dazwischen wirft Mahomes auch noch eine Interception, Antoine Winfield fängt seinen Passversuch ab. Eine weitere Szene, die deutlicht macht, dass es an diesem Tag einfach nicht für die Chiefs sein sollte.

Im Schlussviertel verhindern die Buccaneers eine Aufholjagd der Chiefs, bringen aber selbst keine weiteren Punkte auf das Scoreboard. Devin White fängt dafür einen weiteren Mahomes-Pass ab.

Schließlich kennt der Jubel über den "Heimsieg" keine Grenzen.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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