NFL-Draft 2017: Analyse der spektakulären 1. Runde

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Myles Garrett ist - wie erwartet - die Nummer 1 im NFL-Draft 2017.

Der Defensive End ist der erste von letztlich insgesamt drei Erstrunden-Picks der Cleveland Browns, die nicht als einziges Team ein Trade-Feuerwerk abliefern.

Vor allem die Jagd auf Quarterback-Talente hat es in sich. Chicago unternimmt alles, um Mitch Trubisky zu bekommen. Die Kansas City Chiefs (Pat Mahomes) und Houston Texans (Deshaun Watson) traden ebenfalls weit für ihre Spielmacher der Zukunft nach oben.

LAOLA1 analysiert alle 32 Picks einer spektakulären 1. Draft-Runde. Zuvor könnt ihr noch die Picks mit unserem User-Mock-Draft abgleichen:

#1 CLEVELAND BROWNS

MYLES GARRETT (DE/Texas A&M)

Der logische Pick! Garrett gilt als klar bester Spieler dieses an der Spitze sonst ausgeglichenen und unberechenbaren Jahrgangs. Das konnten so gesehen nicht einmal die Browns vermurksen, auch wenn sie sehr auf QB Mitch Trubisky stehen sollen. Mit Garrett sollten die Browns für gut ein Jahrzehnt einen Eckpfeiler für die Defense haben. Und den haben sie auch dringend notwendig...!

#2 CHICAGO BEARS

MITCH TRUBISKY (QB/North Carolina)

TRADE! WOW! WAHNSINN! DER ERSTE SCHOCKER DIESES DRAFTS! Chicago tradet einen (!) Pick nach oben, um sich den QB der Zukunft zu sichern - und damit, dass die Bears so sehr auf Trubisky setzen, war wirklich nicht unbedingt zu rechnen! Chicago hat Mike Glennon in der Free Agency verpflichtet, könnte Trubisky also eine Saison lang aufbauen. Der Trade war wohl notwendig, um ganz auf Nummer sicher zu gehen, dass erstens San Francisco nicht selbst auf die Idee kommt, Trubisky zu nehmen, oder zweitens mit einem anderen in Trubisky vernarrten Team zu traden.

#3 SAN FRANCISCO 49ERS

SOLOMON THOMAS (DE/Stanford)

Alles richtig gemacht! An Nummer 2 hätten die 49ers wohl auch nichts anders gemacht, dafür sind sie jetzt um drei Draft-Picks (zwei Drittrunder, einen Viertrunder) reicher. Thomas kommt aus der Bay-Area-Nachbarschaft in Stanford, wo ihn auch der Österreicher Thomas Schaffer bestens kennt. Thomas gilt als eines der sichersten Prospects dieses Drafts, insofern ein guter Pick. Übrigens der dritte Erstrunden-D-Liner von San Francisco in Folge.

#4 JACKSONVILLE JAGUARS

LEONARD FOURNETTE (RB/LSU)

Damit konnte man rechnen - und das haben unsere User in ihrem User-Mock-Draft auch. Fournette gilt als bestes RB-Prospect seit langer Zeit und das heißt etwas angesichts von Ezekiel Elliott. Die Jaguars-Offense um Blake Bortles braucht auch dringend Hilfe im Laufspiel. Geht er auf, könnte Jacksonvilles junge Offense ja doch noch durchstarten.

#5 TENNESSEE TITANS

COREY DAVIS (WR/Western Michigan)

Eine kleine Überraschung! Dass die Titans eine Anspielstation für QB Marcus Mariota wählen, kommt nicht unerwartet, aber mit Davis hat man in diesen Sphären nicht gerechnet. Aber egal: Nicht die Experten picken, sondern die Verantwortlichen der Franchise - und die werden ihren Hausaufgaben bezüglich dieser WR-Klasse hoffentlich gemacht und sich in Davis verguckt haben. Zumindest konnte man davon ausgehen, dass er beim zweiten Titans-Pick (#18) nicht mehr verfügbar ist. Wir tendieren jedenfalls dazu, diesen Pick zu mögen!

#6 NEW YORK JETS

JAMAL ADAMS (S/LSU)

Die Jets wählen einer guten alten Tradition zufolge einen Defense-Spieler in Runde eins. In diesem Fall bekommen sie einen richtig guten Safety. Adams gilt als toller Leader, harter Hitter und hätte durchaus auch früher gepickt werden können. Kann man machen!

Legenden und Mega-Flops! LAOLA1 erinnert sich an die letzten 25 Nummer-1-Picks im NFL-Draft:

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2017: MYLES GARRETT - Defensive End - Cleveland Browns

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Spielte erstmals in Woche 5, beim ersten Spielzug folgte sein erster Sack - Auftakt nach Maß.

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2016: JARED GOFF - Quarterback - Los Angeles Rams

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Aller Anfang ist schwer. Seine Debüt-Saison ging in die Hose, in der zweiten geht es in die richtige Richtung.

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2015: JAMEIS WINSTON - Quarterback - Tampa Bay Buccaneers

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Der Bucs-QB gehört zu den interessantesten jungen Spielmachern der Liga und verfügt auch zunehmend über taugliche Anspielstationen.

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2014: JADEVEON CLOWNEY - Defensive End - Houston Texans

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Als Generationen-Talent verkauft, kam er - auch verletzungsbedingt - nur langsam in die Gänge. 2016 zeigte er, wie gut er sein kann. Aber da geht noch mehr!

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2013: ERIC FISHER - Offensive Tackle - Kansas City Chiefs

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Der 2013er-Draft war gerade an der Spitze entsetzlich schwach, so gesehen hat man es schlechter als Fisher erwischen können. Aber von einem Einser-Pick wünscht man sich mehr.

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2012: ANDREW LUCK - Quarterback - Indianapolis Colts

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"Suck for Luck" war ein beliebter Spruch. Die Peyton-Manning-losen Colts erwischten genau das richtige Jahr, um schlecht zu sein. Luck hat seine Qualität nachgewiesen, aber das Spielermaterial um ihn herum wirft Fragen auf.

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2011: CAM NEWTON - Quarterback - Carolina Panthers

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Der 2011er-Draft war gespickt mit späteren Superstars. Daraus einen NFL-MVP, der einen in die Super Bowl führt, zu generieren, ist mehr als in Ordnung. Wenngleich Newton natürlich polarisiert.

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2010: SAM BRADFORD - Quarterback - St. Louis Rams

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Die Erwartungen der Rams hat Bradford - auch aufgrund von Verletzungspech - nicht erfüllt. Inzwischen via Philadelphia nach Minnesota weitergereicht. Bestenfalls solide.

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2009: MATTHEW STAFFORD - Quarterback - Detroit Lions

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Die Lions haben sich mit Stafford einen guten Franchise-QB geangelt - nicht weniger, aber bislang auch noch nicht mehr. Nicht ausgeschlossen, dass es ihm noch gelingt, sein Talent auch in zählbare Erfolge umzumünzen.

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2008: JAKE LONG - Offensive Tackle - Miami Dolphins

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Gerade am Anfang der Karriere wirklich stark, später via St. Louis und Atlanta in Minnesota gelandet. Der richtige Einser-Pick 2008 wäre aber wohl Matt Ryan (Nummer 3) gewesen.

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2007: JAMARCUS RUSSELL - Quarterback - Oakland Raiders

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Schlägt man im Draft-Wörterbuch unter Bust nach, findet man JaMarcus Russell. Ein Megaflop! Vor allem wenn man bedenkt, dass 2007 Kaliber wie Calvin Johnson (Nummer 2), Adrian Peterson (7), Patrick Willis (11), Marshawn Lynch (12) oder Darrelle Revis (14) zu haben waren.

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2006: MARIO WILLIAMS - Defensive End - Houston Texans

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Alles rechnete mit Reggie Bush als Nummer eins, Houston überraschte mit Mario Williams. Der hat in Houston, vor allem in Buffalo und zuletzt in Miami eine okaye Karriere hingelegt.

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2005: ALEX SMITH - Quarterback - San Francisco 49ers

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Alex Smith oder Aaron Rodgers, Aaron Rodgers oder Alex Smith? Die San Francisco 49ers wählten Smith und warfen damit eine der legendärsten Draft-Fragen auf, die auch heute noch hitzig diskutiert wird. Smith wurde kein schlechter NFL-QB, aber was wäre mit Rodgers möglich gewesen?

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2004: ELI MANNING - Quarterback - San Diego Chargers (New York Giants)

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Richtig gelesen: San Diego Chargers. Für die wollte der jüngere Manning aber nicht spielen, also kam es zum legendären Trade mit Philip Rivers (an Nummer 4 von den Giants gewählt). Beide Teams fuhren gut damit. Elis Hände zieren allerdings zwei Super-Bowl-Ringe mehr als jene von Rivers.

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2003: CARSON PALMER - Quarterback - Cincinnati Bengals

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Über Palmers Klasse muss man nicht diskutieren, die stellt(e) er im Karriere-Herbst in Arizona unter Beweis. Was wohl in Cincinnati ohne schwere Knieverletzung möglich gewesen wäre?

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2002: DAVID CARR - Quarterback - Houston Texans

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Der allererste Draft-Pick in der Franchise-Geschichte Houstons hatte hinter der brüchigen O-Line der Texans kein Glück. Auch in seinen Wanderjahren (Carolina, New York Giants, San Francisco) keine große Nummer. Die wird dafür Bruder Derek bei den Raiders.

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2001: MICHAEL VICK - Quarterback - Atlanta Falcons

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Tja. Sportlich und marketingtechnisch eine adäquate Nummer eins. Was dann geschah (Stichworte: Hunde, Gefängnis), wurde zur Zerreißprobe für die Falcons. Dass er sich später in Philadelphia rehabilitierte, ist jedoch zu respektieren.

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2000: COURTNEY BROWN - Defensive End - Cleveland Browns

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Große Spuren konnte er in sechs Jahren NFL in Cleveland und Denver nicht hinterlassen, im Gegenteil. Dafür plagten ihn oftmals Verletzungen. Man ist geneigt, von einem typischen Browns-Pick zu sprechen.

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1999: TIM COUCH - Quarterback - Cleveland Browns

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Apropos typischer Browns-Pick... Wobei man fairerweise sagen muss, dass Couch wirklich großes Verletzungspech hatte. 2002 führte er die Browns sogar in die Playoffs (ja, Cleveland hat das wirklich einmal geschafft, seither allerdings nie mehr). Dort war er allerdings - richtig geraten - verletzt...

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1998: PEYTON MANNING - Quarterback - Indianapolis Colts

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Legende! (Mehr ist zu dieser Personalie nicht mehr zu sagen, oder? Tendenziell der beste Einser-Pick aller Zeiten)

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1997: ORLANDO PACE - Offensive Tackle - St. Louis Rams

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Pace wurde 2016 in die Hall of Fame aufgenommen, das sagt wohl alles. Er blockte in der Greatest Show on Turf für Legenden wie Kurt Warner oder Marshall Faulk - und das richtig gut!

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1996: KEYSHAWN JOHNSON - Wide Receiver - New York Jets

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Die spätere TV-Persönlichkeit ist nach wie vor der letzte Receiver, der an eins gewählt wurde. Man hätte es schlechter (aber auch besser) treffen können. Die Super Bowl holte er erst nach seiner Zeit bei den Jets mit Tampa Bay.

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1995: KI-JANA CARTER - Running Back - Cincinnati Bengals

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Nach wie vor der letzte Running Back, der an eins gezogen wurde. Carter gilt als schlimmer Bust, wobei man sich fragen darf, was ohne schwere Knieverletzung in seinem allerersten Preseason-Spiel als NFL-Profi möglich gewesen wäre. Er galt als Megatalent, war danach aber nie mehr derselbe.

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1994: DAN WILKINSON - Defensive Tackle - Cincinnati Bengals

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Den Vorschusslorbeeren wurde er vielleicht nicht gerecht, aber 13 NFL-Saisonen in Cincinnati, Washington, Detroit und Miami sind nicht nichts.

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1993: DREW BLEDSOE - Quarterback - New England Patriots

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Das war kein schlechter Quarterback! Aber in die Geschichte eingehen wird er nunmal vor allem als der Mann, den ein Sechstrunden-Pick namens Tom Brady abgelöst hat. Aber auch Bledsoe führte die Patriots in die Super Bowl, verlor sie allerdings.

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#7 LOS ANGELES CHARGERS

MIKE WILLIAMS (WR/Clemson)

Philip Rivers wird happy sein. Der QB-Veteran kann eine neue Anspielstation definitiv gebrauchen, vor allem angesichts der Verletzungsanfälligkeit von Keenan Allen. Williams ist ein groß gewachsener Receiver, der sich stark über Power definiert. Interessant: Mit zwei WR in den Top-7-Picks musste man nicht zwingend rechnen. Das könnte die Pläne einiger Teams dahinter beeinträchtigen...

#8 CAROLINA PANTHERS

CHRISTIAN MCCAFFREY (RB/WR/Stanford)

Damit war zu rechnen! Das "Schweizer Taschenmesser", das sowohl als Ballträger als auch als Passempfänger gut einsetzbar ist, wurde stets mit Carolina in Verbindung gebracht. Damit ist auch der zweite hoch eingeschätzte Schaffer-Teamkollege an den Mann gebracht. Und, durchaus auffällig: Es ist bereits der fünfte Offense-Spieler in den Top-8, obwohl es gerade an der Spitze eher als Defense-lastiger Draft eingeschätzt wurde.

#9 CINCINNATI BENGALS

JOHN ROSS (WR/Washington)

Und der nächste Receiver! Das ist so typisch für den NFL-Draft - sobald der Run auf eine Position losgeht, bekommen manche Teams die Panik und schlagen ebenfalls zu. Ross ist der schnellste Spieler der Draft-Combine-Geschichte und kann mit seinem Speed Freiräume für A.J. Green schaffen. Das ist auch der Hintergedanke. Es wären tendenziell bessere Spieler verfügbar gewesen, aber die Bengals brauchen Anspielstationen abseits von Green.

#10 KANSAS CITY CHIEFS

PATRICK MAHOMES (QB/Texas Tech)

TRADE! U-N-G-L-A-U-B-L-I-C-H! Auch der zweite Trade des Abends ist für einen Quarterback. Kansas City muss langsam an die Zeit nach Alex Smith denken und Pat Mahomes hat es den Chiefs offenkundig angetan. Aber ob man dafür von #27 an #10 traden muss? Großes Fragezeichen! Die Chiefs geben ihren Erstrunder 2018 und einen Drittrunder dieses Jahres her. Vermutung: Vielleicht hatten sie Angst, dass die Arizona Cardinals Mahomes an #13 nehmen. Und nur so nebenbei: Damit sind es sieben Offense-Spieler in den Top 10. Der "echte" Draft hat eben IMMER eine eigene Dynamik, die sich von nichts und niemandem prognostizieren lässt. Großartig!

#11 NEW ORLEANS SAINTS

MARSHON LATTIMORE (CB/Ohio State)

Die Teams in diesem Bereich können nun die besten Defense-Talente einsammeln. Die Saints machen den Anfang und sagen artig Danke. Ein guter Cornerback war ohnehin ein Thema für sie, nun war sogar - etwas überaschend - noch der beste dieses Drafts verfügbar. Da muss man natürlich zuschlagen.

#12 HOUSTON TEXANS

DESHAUN WATSON (QB/Clemson)

TRADE! ES IST SO GEIL! ES IST SOOOO GEIL! DER NÄCHSTE CLEVELAND-HOUSTON-QUARTERBACK-TRADE! Zwei Quarterbacks sind weg, also bekommt das Team, das am dringendsten einen Spielmacher braucht, die Panik! Houston tradet von #25 nach oben und nimmt Deshaun Watson. Kann man schon machen. Aber ob dieser Draft tatsächlich drei QBs in den Top-12 hergibt? Von der Qualität her nicht, aber das ist eben die Draft-Day-Dynamik. Eigentlich gehörte dieser Pick den Cleveland Browns, die damit ihre Sammlung an Draft-Picks weiter vergrößern! UND: Dass die Browns den Texans schon den Zweirunder 2018 abgenommen haben, um sie von QB Brock Osweiler zu erlösen, macht das Ganze noch viel lustiger! Zum Totlachen! Sagen wir mal so: Watson sollte besser funktionieren, sonst haben die Verantwortlichen in Houston endgültig ein Problem. Watson ist übrigens der vielleicht umstrittenste Spielmacher dieses Drafts: Manche Teams sprechen ihm eher Drittrunden-Talent zu, andere lieben seiner Gewinner-Mentalität. Man wird sehen, wie er in der NFL funktionieren wird.

#13 ARIZONA CARDINALS

HAASON REDDICK (LB/Temple)

Die Cardinals haben auf der Linebacker-Position Handlungsbedarf, also macht diese Wahl durchaus Sinn. Dem Auge von GM Keim und Head Coach Arians kann man durchaus vertrauen. Reuben Foster wäre auch noch verfügbar gewesen, aber da haben sich die Cardinals nach seiner Doping-Problematik und offenkundigen Schulter-Problemen dann doch nicht drübergetraut!

#14 PHILADELPHIA EAGLES

DEREK BARNETT (DE/Tennessee)

Die tausenden Fans in Philadelphia, die live beim Draft anwesend sind, hätten sich vielleicht einen klingenderen Namen und spektakuläreren Pick erwartet. Aber Barnett gilt als talentierter Pass Rusher und solche kann man in der NFL nie genug haben. Nie! Am College hat er den Sack-Rekord eines gewissen Reggie White gebrochen - es gibt schlechtere Dinge, die man sich in einen Lebenslauf schreiben kann.

#15 INDIANAPOLIS COLTS

MALIK HOOKER (S/Ohio State)

Wieder ein Defense-Spieler, der weiter hinten als erwartet "eingesammelt" wird. Hooker hätte gut und gerne ein Top-5-Pick werden können. Indys lahme Defense kann jedes Talent brauchen, das sie bekommen kann. Insofern ein sinnvoller Pick!

#16 BALTIMORE RAVENS

MARLON HUMPHREY (CB/Alabama)

Ein physischer Cornerback, der irgendwo im Bereich #11 bis #20 erwartet wurde, von dem her alles im grünen Bereich. Interessant ist, dass mit Reuben Foster, Jonathan Allen und auch TE O.J. Howard drei potenzielle Stars diese Drafts immer noch zu haben sind. Bei Allen dürfte die Schulter-Problematik die Teams vorsichtig werden lassen.

#17 WASHINGTON REDSKINS

JONATHAN ALLEN (DE/Alabama)

Endlich erbarmt sich ein Team! Vom Potenzial her ein absoluter Steal! Allen galt in der Gruppe nach Myles Garrett als einer der besten, wenn nicht als bester Spieler. Die Schulterverletzung hat ihn offenbar rutschen lassen. Spielt sein Körper mit und legt er eine gute Karriere hin, wird Washington noch lange Danke sagen!

#18 TENNESSEE TITANS

ADOREE' JACKSON (CB/USC)

Den benötigten Receiver haben sich die Titans mit ihrem Erstrunden-Pick geschnappt, nun schließen sie eine Lücke in der Secondary. Das Pflichtprogramm ist so gesehen erfüllt.

#19 TAMPA BAY BUCCANEERS

O.J. HOWARD (TE/Alabama)

Da isser! WOW: Jameis Winston wird ein immer glücklicherer Mann! Zu Mike Evans und DeSean Jackson bekommt der Bucs-QB einen Tight End dazu, dem man große Fähigkeiten nachsagt. Die Bucs sind ohnehin schwer auf dem aufsteigenden Ast, diese Offense könnte 2017 richtig Spaß machen!

#20 DENVER BRONCOS

GARET BOLLES (OT/Utah)

Dass jetzt erst der erste O-Liner gepickt wird, sagt alles über die eher dünne Qualität in diesem Bereich, die der diesjährige Draft zu bieten hat. Aber Denver braucht d-r-i-n-g-e-n-d Hilfe in der O-Line und der Jungvater präsentiert sich mit Baby im Arm auf der Draft-Bühne in Philadelphia sehr motiviert, diese Hilfe zu sein. Ein schöner Draft-Moment!

#21 DETROIT LIONS

JARRAD DAVIS (LB/Florida)

Ein Linebacker war aufgelegt und Davis ist auch ein Guter! Aber spätestens jetzt wissen wir, dass die Doping-Schulter-Sache bei Foster die Teams richtig abschreckt. Sonst wären die Lions eine mehr als logische Destination gewesen.

#22 MIAMI DOLPHINS

CHARLES HARRIS (DE/Missouri)

Man kann es nicht oft genug sagen: Pass Rusher kann man nie genug haben. Nie! Von dem her ein absolut nachvollziehbarer Pick, den man auch in diesem Bereich erwarten konnte.

#23 NEW YORK GIANTS

EVEN ENGRAM (TE/Ole Miss)

Das kommt ein wenig überraschend! Allgemein war mit einem Tackle gerechnet worden, aber angesichts der fragwürdigen O-Line-Qualität in diesem Draft widerstehen die Giants - möglicherweise schlauerweise. Engram ist ein richtig flotter Tight End, weniger ein Blocker, umso mehr ein Receiver, womit sich für Eli Manning um Odell Beckham Jr. immer mehr Anspielstationen ergeben. Gut so!

#24 OAKLAND RAIDERS

GAREON CONLEY (CB/Ohio State)

Interessant! Sehr interessant! Die Raiders hätten einen LB gut gebrauchen können, verzichten auf Reuben Foster, also kann man davon ausgehen, dass bei diesem richtig was nicht in Ordnung ist. Dafür nehmen die Raiders ein weiteres "Problemkind" dieser Draft-Woche. Bei Conley kamen Vergewaltigungsvorwürfe auf. Die Raiders werden Recherchen angestellt haben, ob hier tatsächlich Ungemach droht. Offenbar hat Conley einen Lügendetektortest bestanden und Oakland ist zuversichtlich, was diese Causa betrifft. Sportlich fällt er in diesem Bereich unter die Kategorie Steal, da er vor seinem juristischen Problem weitaus höher gehandelt wurde. Aber das ist zumindest ein Risiko!

#25 CLEVELAND BROWNS

JABRILL PEPPERS (S/Michigan)

Das nächste Problemkind, da auch er eine fragwürdige Dopingprobe abgegeben hat. Aber diese Problematik spielt in der NFL ja bisweilen eher eine Nebenrolle. Sportlich ist Peppers eine extrem spannende Auswahl, da er unglaublich vielseitig einsetzbar ist. Wie auch immer: Die Browns können jedes nur mögliche Talent gebrauchen, und ihre Defense ist am heutigen Tag definitiv besser geworden.

#26 ATLANTA FALCONS

TAKKARIST MCKINLEY (DE/UCLA)

TRADE! Der Super-Bowl-Verlierer übernimmt den Draft-Pick von Seattle, um sich einen Pass Rusher zu sichern. Emotional berührt betritt McKinley mit einem riesigen Bild seiner Oma die Bühne und legt einen der emotionaleren Draft-Momente der jüngeren Geschichte hin - inklusive F-Wort. Herrlich! Könnte ein Youtube-Klassiker werden.

#27 BUFFALO BILLS

TRE'DAVIOUS WHITE (CB/LSU)

Die Bills haben in der Free Agency mit Stephon Gilmore (nach New England) einen schwerwiegenden Cornerback-Verlust hinnehmen müssen, also sichern sie sich in Runde 1 einen Ersatz. Macht Sinn!

#28 DALLAS COWBOYS

TACO CHARLTON (DE/Michigan)

Mit Charlton konnte man auch um einiges früher rechnen, von dem her in dieser Region ein guter Pick. Charlton ist noch kein fertig entwickeltes Talent, aber man kann ihn noch formen. Und Pass Rusher - eh schon wissen! Kann man nie genug haben!

#29 CLEVELAND BROWNS

DAVID NJOKU (TE/Miami)

TRADE! WOW! Der dritte Erstrunden-Pick der Browns, die in diesem Draft mit Trades rauf- und runtermarschieren und ihre Munition an Draft-Picks spektakulär einsetzen! Diesmal mit einem Trade mit den Green Bay Packers. Die Browns sichern nicht mit Njoku einen hochveranlagten Tight End, der über Jahre eine starke Anspielstation für den Browns-Quarterback sein sollte. Bleibt nur noch die Frage zu beantworten, wer dieser Browns-Quarterback eigentlich sein soll...!?

#30 PITTSBURGH STEELERS

T.J. WATT (LB/Wisconsin)

Der Bruder von J.J. Watt landet in Pittsburgh! Das könnte wie die Faust aufs Auge passen. Die Steelers standen vielleicht schon mal mehr für Defense, aber von der Spielweise her bringt er viele Attribute mit, die man in Pittsburgh sehr, sehr gerne sieht. Cooler Pick!

#31 SAN FRANCISCO 49ERS

REUBEN FOSTER (LB/Alabama)

TRADE! JA, WAHNSINN! Da wird er doch noch an Tag eins gedraftet! Unglaublich! Wir sprechen hier von einem Talent, das einige vor nicht allzu langer Zeit als Nummer-2-Pick hinter Myles Garrett eingeschätzt haben. Die Doping- und die Schulter-Probleme setzen jedoch ein Fragezeichen hinter diesen Pick. Aber wenn sich diese Dinge bereinigen lassen, haben die 49ers hier riskiert und richtig abgeräumt. Wenn nicht: Dumm gelaufen! Gerade auf der Linebacker-Position braucht San Francisco ohnehin dringendst Hilfe. Die 49ers, die in Runde 2 Pick 2 gehabt hätten, sind übrigens drei Spots nach oben gegangen und haben mit Erzfeind Seattle getradet, der damit zwei Mal am heutigen Tag seinen Pick abgegeben hat.

#32 NEW ORLEANS SAINTS

RYAN RAMCZYK (OT/Wisconsin)

Der letzte Pick an Tag eins wird Drew Brees freuen. Ein Quarterback braucht Schutz, Ramczyk sollte diesen bieten.

Textquelle: © LAOLA1.at

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