Hymnen-Proteste: Appell von NFL-Boss

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Der Chef der National Football League, Roger Goodell, wendet sich nach den anhaltenden Hymnen-Protesten der NFL-Stars nun mit einem Brief an alle 32 Teams.

Er fordert darin die Verantwortlichen aller Mannschaften dazu auf, alles dafür zu tun, damit die Spieler ihren Protest beenden und in Zukunft während dem Abspielen der National-Hymne wieder aufrecht stehen bleiben.

Zuletzt erreichte die Hymnen-Debatte mit der Einmischung von US-Präsident Trump und seinem Vize Mike Pence auch höchst politische Dimensionen.

"Hymne wichtiger Moment in unserem Spiel"

In dem von "ESPN" veröffentlichten Schreiben ermahnt Goodell die NFL-Stars künftig beim Ertönen der Hymne stehen zu bleiben und nicht mehr auf die Knie zu gehen. Ein Plan zur Umsetzung dieses Vorhabens soll nächste Woche präsentiert werden. Das aktuelle NFL-Regelwerk besagt zwar, dass alle Spieler während der Hymne stehen bleiben sollen, verlangt dies aber nicht verpflichtend.

"Wie viele unserer Fans glauben wir, dass jeder Spieler während der National-Hymne stehen soll. Sie ist ein wichtiger Moment in unserem Spiel. Wir wollen unsere Flagge und unser Land ehren. Unsere Fans erwarten das von uns", lautet etwa eine von Goodells Forderungen.

Er zeigt aber dennoch Verständnis für die Spieler: "Wir sorgen uns aber auch sehr um unsere Spieler und respektieren ihre Meinungen und Bedenken bezüglich kritischer sozial-politischer Themen. Die Kontroverse über die Hymne ist eine Barriere, die es verhindert ehrliche Gespräche zu haben und einen Fortschritt zu erzielen. Wir müssen die Kontroverse hinter uns lassen und das wollen wir zusammen mit unseren Spielern machen."

Die ursprüngliche Idee für diese Form des Protests kam von Colin Kaepernick. Der ehemalige Quarterback der San Francisco 49ers begann 2016 während der National-Hymne zu knien, um auf die Polizeigewalt und Rassismus gegen schwarze US-Bürger aufmerksam zu machen. Neuerlich angeheizt wurde die Debatte nach dem rechtsextremen Anschlag von Charlottesville im Sommer 2017. Seit diesem Vorfall kam es in der NFL zu einem regelrechten Boom des Knie-Prostests.

Trump fordert Entlassungen

Spätestens seit dem Eingreifen Donald Trumps in diese Debatte, wurde das Thema eine nationale Angelegenheit.

So forderte der US-Präsident etwa die Entlassung der protestierenden Spieler, nannte sie "Hurensöhne" und rief auf die NFL zu boykottieren.

 

Am vergangenen Sonntag kam es neuerdings zu einem Eklat, als Vize-Präsident Mike Pence das Stadion verließ, weil zahlreiche NFL-Stars beim Spiel Indianapolis Colts gegen San Francisco 49ers gegen die Hymne protestierten.

Comedian Baratunde Thurston zeigte kein Verständnis für Pences Form des Protests:


Textquelle: © LAOLA1.at

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