32. Miami Dolphins (-1)
31. Los Angeles Chargers (-2)
30. Tennessee Titans (+2)
29. Washington Commanders (-3)
28. Tampa Bay Buccaneers (+2)
27. New York Jets (=)
26. Indianapolis Colts (-4)
25. Arizona Cardinals (+3)
24. Dallas Cowboys (-10)
23. Atlanta Falcons (-3)
22. New Orleans Saints (+1)
21. Philadelphia Eagles (-8)
20. New York Giants (-2)
19. Las Vegas Raiders (-8)
18. Houston Texans (+7)
17. Detroit Lions (=)
16. Pittsburgh Steelers (+5)
15. Carolina Panthers (+4)
14. Cleveland Browns (+2)
13. Los Angeles Rams (-5)
12. Cincinnati Bengals (=)
11. Baltimore Ravens (-5)
Chicago Bears (4-2)
Zieht man in Betracht, dass die Bears drei Wochen ohne Starting-Quarterback Caleb Williams auskommen mussten, ist ein Record von 4-2 alles andere als schlecht.
Ja, in Week 5 hat man mächtig eine auf den Deckel bekommen von den Green Bay Packers (7:31) - das war jedoch mit Tyson Bagent und Case Keenum als Quarterback. Aber vermutlich hätte man in diesem Spiel auch mit Williams wenig gerissen - zu desolat war der Auftritt, von vorne bis hinten. Dass diese Schlappe dann auch noch ausgerechnet gegen einen Divisionsrivalen passierte, tut natürlich umso mehr weh.
Umso wichtiger war, dass das Comeback von Caleb Williams vergangenen Sonntag mit einem Erfolgserlebnis gekrönt wurde. 31:23 wurden die Atlanta Falcons abserviert. Erst in der Schlussphase kämpfte sich Atlanta etwas näher an die ansonsten dominant agierenden Bears ran.
Schafft es Chicago, dieses Gesicht auch in den kommenden Wochen zu zeigen (es warten mit den Patriots und Seahawks jene Teams, die vergangenes Jahr in der Super Bowl standen), dann zählen sie zu den gefährlichsten Teams der Liga.
Green Bay Packers (4-2)
Es hat gedauert, aber die Green Bay Packers scheinen endlich so richtig in dieser Saison angekommen zu sein.
Nachdem man in den ersten Wochen einen saftlosen Auftritt nach dem anderen hinlegte (zugegeben, einige dieser saftlosen Auftritte endeten auch in Siegen), hat man es zuletzt endlich geschafft, mehr Dynamik auf den Platz zu bekommen - und das schlug sich auch in den Ergebnissen wieder.
Der Week-5-Sieg gegen den Divisionsrivalen aus Chicago war vermutlich der Brustlöser: Mit 31:7 wurden die Bears verräumt. Vergangenen Sonntag wurde dann auch noch ein souveräner 23:13-Sieg gegen die Dallas Cowboys nachgelegt.
Die Connection zwischen Jordan Love und seinen Receivern Matthew Golden und Christian Watson schien tatsächlich noch nie besser zu sein, und auch die Defense glänzte zuletzt mit mehreren Takeaways pro Spiel.
Einzig das Laufspiel der Packers war bislang noch sehr enttäuschend, mit Josh Jacobs könnte man seinen Star-Running-Back jedoch in Bälde zurückbegrüßen. Auch Micah Parsons wird irgendwann im Laufe der nächsten Wochen zurückkehren. Die Aussichten in Green Bay sind tatsächlich nicht so schlecht wie vielleicht noch vor ein paar Wochen.
New England Patriots (4-2)
Ähnlich wie Green Bay hat es auch New England geschafft, nach mehreren wackeligen Auftritten zu Saisonbeginn endlich in die Spur zu finden - vor allem Drake Maye hat das geschafft.
In den ersten paar Wochen war der Patriots-Quarterback noch eine wahre Turnover-Maschine, zuletzt ist es ihm jedoch gelungen, sein Spiel zu stabilisieren: Begonnen mit dem eindrucksvollen 29:26-Sieg gegen Buffalo. In der Woche darauf haben die Patriots einen 45:17-Sieg gegen die Las Vegas Raiders nachgelegt - ein Spiel, in dem Maye fünf Touchdowns beisteuerte und ohne Turnover blieb.
Der 26:19-Sieg gegen die New York Jets am vergangenen Sonntag mag vielleicht nicht so spektakulär gewesen sein wie jene davor, aber er war ein weiterer wichtiger Schritt in die richtige Richtung: Wieder blieb Maye ohne Turnover, und wieder wurde gewonnen.
Der Trend ist jedenfalls ein positiver in New England.
Seattle Seahawks (3-3)
Zwei Spiele in Folge haben die Seahawks nun verloren - damit geht es auch im Power Ranking folgerichtig einige Plätze zurück. In Anbetracht der Gegner bin ich jedoch ein schönes Stück davon entfernt, mich um den Super-Bowl-Champion zu sorgen.
In Week 5 musste sich Seattle im Gipfeltreffen der NFC West in einem knappen Spiel den noch ungeschlagenen San Francisco 49ers 29:32 beugen. Den Donnerstag darauf setzte es eine 14:17-Niederlage nach Verlängerung in Denver. Zwei Spiele, die gut und gerne auch in die andere Richtung hätten kippen können.
Seattles Defense ist nach wie vor eine Einheit, vor der sich alle fürchten. Was allerdings sehr wohl etwas zu denken geben sollte, sind die Leistungen von Quarterback Sam Darnold, der in den vergangenen beiden Spielen jeweils zwei Interceptions warf, und das zu ungünstigen Zeitpunkten.
So viel steht fest: Seattle benötigt bessere Effizienz von seiner Offense, wenn man nur ansatzweise an die Erfolge des vergangenen Jahres anschließen möchte. Allerdings wird es den Seahawks nicht leicht gemacht, zurück in die Erfolgsspur zu finden. Nächster Gegner sind nämlich die noch unbesiegten Kansas City Chiefs.
Minnesota Vikings (5-0)
Als eines von drei Teams schreiten die Minnesota Vikings nach wie vor ungeschlagen durch diese Saison. Die ganz, ganz großen Ausrufezeichen waren zwar noch nicht dabei - aber was Minnesota bislang geleistet hat, verdient Respekt.
Denn die Vikings-Defense ist ohne Zweifel eine der besten Units der NFL und lehrte bislang allen ihren Gegnern das Fürchten. Und auch die Offense hat in ihrem letzten Spiel gegen die New Orleans Saints in Week 5 etwas besser ausgesehen als in den Wochen zuvor. 23:13 konnte man sich im Big Easy letztlich durchsetzen.
Vergangene Woche waren die Vikings nicht im Einsatz, weshalb auch am perfekten Record nichts zu rütteln war. Auch im nächsten Spiel ist Minnesota klarer Favorit. Gegner sind nämlich die etwas strauchelnden Indianapolis Colts.
Jacksonville Jaguars (4-2)
International-Games sind eine Last für jedes NFL-Team, und keinem Team wird die Bürde häufiger auferlegt als den Jacksonville Jaguars.
Jährlich müssen die Jaguars in London auflaufen. Dieses Jahr hatten sie wieder mal die "Ehre", das sogar zwei Mal in Folge machen zu müssen. Mit einem Sieg und einer Niederlage wurde letztlich die Heimreise angetreten.
Spannend waren beide Spiele, das muss man ihnen lassen. Beim 19:17-Sieg gegen die Philadelphia Eagles machte man sich das Leben lange selbst schwer, um am Ende von einem idealen Kickoff-Return und Kicker Cam Little doch noch unerhofft zum Sieg gehievt zu werden.
Vergangenen Sonntag ließ man sich gegen die Houston Texans in ein Shootout ein, das letztlich knapp mit 31:34 verloren ging. Gegen einen Divisionsrivalen kann das schon mal passieren, in einem International-Game erst recht. Allzu viel Bedeutung möchte ich der Niederlage also nicht beimessen.
Für mich sind die Jaguars nach wie vor ein Team, das, wenn Offense und Defense klicken, zu den besten der NFL zu zählen ist.
Denver Broncos (4-2)
Die Broncos spielen bislang eine mehr als ordentliche Saison. Genau zwei Niederlagen musste man bislang verdauen, das aber gegen die womöglich zwei besten Teams, die die NFL derzeit zu bieten hat (Kansas City, San Francisco).
Und es ist auch nicht so, dass die Teams, die die Broncos bisher geschlagen haben, irgendwelche Jausengegner waren: Mit den Jacksonville Jaguars, den Los Angeles Rams und den Seattle Seahawks hat man ernstzunehmende Gegner besiegt.
Der Sieg gegen die Seahawks gelang vergangenen Donnerstag. 17:14 wurde der amtierende Super-Bowl-Champion in der Overtime besiegt. Und ja, danach kam etwas Kritik an Broncos-Quarterback Bo Nix auf - so richtig überrascht sollte man nach beinahe drei Jahren aber nicht sein über seine Leistungen. Nix macht das, was er immer macht - und das nicht unerfolgreich.
Wäre Nix ein miserabler Quarterback, dann hätten es die Broncos vergangenes Jahr bestimmt nicht bis ins AFC Championship Game geschafft. Ist er ein überragender Quarterback? Das auch nicht. Aber das braucht es auch nicht immer, um in der NFL erfolgreich zu sein.
Buffalo Bills (5-1)
Die Buffalo Bills haben nach ihrer Niederlage in Week 4 gegen die New England Patriots einfach das gemacht, was sie am besten können: Sie haben die Punktemaschine angeworfen.
Sowohl beim 37:34-Sieg gegen die Los Angeles Rams als auch beim 33:30-Sieg gegen die Las Vegas Raiders haben sich die Bills in ein Shootout eingelassen. Gut für sie, dass sie mit Josh Allen und James Cook die Firepower haben, um solche Spiele auch zu gewinnen.
Buffalo wäre jedoch gut beraten, vielleicht nicht immer ganz so viele Punkte zuzulassen. Natürlich, leichter gesagt als getan. Zumindest der Gameplan gegen Brock Bowers hat ziemlich gut funktioniert zuletzt.
Mit den Baltimore Ravens wartet nun der nächste richtige Härtetest, zumindest wenn Lamar Jackson wieder fit ist.
Kansas City Chiefs (5-0)
Schon recht früh in der Saison hatten die Chiefs ihre Bye Week. Nach ihrer Pause in Woche fünf ging es vergangenen Sonntag weiter gegen die Los Angeles Chargers.
Die Rollenverteilung hätte wohl kaum klarer sein können: Die noch sieglosen Chargers gegen die noch unbesiegten Chiefs. Letztlich wurde Kansas City seiner Favoritenrolle gerecht und gewann souverän mit 22:6.
Neben dem mittlerweile fast schon obligatorischen Monsterspiel von Kenneth Walker hat auch die Defense der Chiefs stark aufgezeigt und Justin Herbert nie auch nur ansatzweise gefährlich werden lassen.
Die Kombination aus guter Defense und tollem Laufspiel hat in der NFL schon oft zu Erfolg geführt. Die Hoffnungen der Chiefs-Fans, die vergangene Saison vergessen zu machen und wieder der Top-Dog der AFC zu sein, sind in dieser Form mehr als berechtigt.
San Francisco 49ers (6-0)
Es läuft nach wie vor in San Francisco: Als bisher einziges Team in dieser Saison haben die 49ers bereits sechs Siege verbuchen können.
Vor allem der Sieg in Week 5 gegen die Seattle Seahawks (32:29) war ein immens wichtiger und hat gezeigt, dass die Niners in der Lage sind, kampfbetonte Spiele zu gewinnen, in denen nicht alles nach Plan läuft.
Gegen die Washington Commanders (23:17) war ein Sieg wiederum Pflicht - und diese wurde erfüllt. Zwar wurde es gegen Ende hin nochmal eng, aber auch das zeichnet Top-Teams aus, solche Spiele über die Ziellinie zu befördern.
Ich bleibe dabei, die 49ers haben die Offense und sie haben die Defense eines Championship-Teams - das Fragezeichen in San Francisco ist und bleibt immer die Gesundheit des Rosters. Diese ist zwar nicht perfekt, aber es könnte auch schlimmer sein.