Die Vienna Vikings nehmen in der European League of Football (ELF) erneut Anlauf aufs Finale.
Die Truppe von Chefcoach Chris Calaycay empfängt am Samstag (15.00/live Puls24, Pro7) auf der Hohen Warte in Wien-Döbling Nordic Storm zum Halbfinal-Showdown. Der Sieger trifft am 7. September in Stuttgart auf die Munich Ravens oder Stuttgart Surge, die sich am Sonntag in München duellieren.
Für die Vikings ist es das vierte Semifinale bei ihrer vierten ELF-Teilnahme.
"Ich bin stolz, dass wir wieder die Möglichkeit haben, ein Finale zu erreichen. Ob wir Favorit sind, das können andere entscheiden. Wir wollen eine gute Show bringen", meinte Calaycay mit Blick auf Samstag.
Die Wiener sind seit 2022 Mitglied in der stärksten europäischen Footballliga und gleichzeitig das konstanteste Topteam der ELF. Die Wikinger gewannen vier Mal in Folge ihre Division, 2022 holten sie den Titel. 2023 verloren sie im Halbfinale daheim gegen Surge, 2024 im Finale auf Schalke gegen Rhein Fire.
"Unser Ziel ist es immer ins Finale zu kommen und dort zu gewinnen. Das ist eine Kultursache und eine Philosophie, dass wir immer das Team sein wollen, das es zu schlagen gilt. Wir versuchen uns jedes Jahr so gut vorzubereiten, dass wir diese Möglichkeit haben. Das ist Teil unserer DNA, aber das ist natürlich viel Arbeit und Herzblut", erklärte Calaycay, ein gebürtiger Hawaiianer.
Hoffen auf Zuschauerrekord
Auch diesmal ist das Team um Quarterback Ben Holmes in den Top 4 und spielt dort erstmals gegen Storm.
Die Truppe aus Kopenhagen wirbelte in ihrer Debütsaison die Liga kräftig durch. Die Dänen, die vom NFL-erfahrenen John Shoop gecoacht werden, gewannen die Division Nord. Sie setzten sich dabei gegen Rhein Fire durch und eliminierten den Titelverteidiger auch in der 1. Play-off-Runde.
Als Quarterback agiert der zweifache ELF-Champion Jadrian Clark, die Skandinavier hatten den US-Amerikaner vor der Saison von Fire weggelotst. "Die Storm-Offense funktioniert sehr gut. Hier müssen wir vorbereitet sein. Aber sie müssen uns auf der Hohen Warte schlagen, das ist nicht leicht", meinte Calaycay.
Die Vikings hoffen auf ein ausverkauftes Haus in der Naturarena, 550 zusätzliche Sitzplätze wurden für das Halbfinale installiert. Gerechnet wird mit 5.000 Fans - es wäre ein Zuschauerrekord für die Simmeringer in Döbling.
"Die Hohe Warte ist seit langer Zeit unser traditionelles Heimstadion. Wir hatten eine Menge großer Spiele hier. Es ist hart (für die Gäste, Anm.), hier zu spielen. Das ist unser Vorteil, den wir uns als an Nummer 1 gesetztes Team erarbeitet haben", sagte Calaycay. "Mit unseren Fans im Rücken wird es superlaut. Das bringt Storm hoffentlich in schwierige Situationen."