Vor 88. Monte: Neue WRC-Cockpits für die Stars

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Mit der "Mutter aller Rallyes" beginnt für die Fans der Driftkönige eine WM-Saison, die jede Menge Spannung verspricht. Vor der 88. Auflage der Rallye Monte Carlo (23. bis 26.1.) sind die Karten völlig neu gemischt.

Hyundai kommt erstmals als Marken-Weltmeister zum Klassiker ins Fürstentum und WM-Champion Ott Tänak gab nach dem Gewinn seines ersten Fahrer-Titels überraschend den Abschied von Toyota bekannt und wechselte zu Hyundai. Dort ist der Este unter anderem Teamkollege von Monte-Rekordsieger und Neunfach-Champion Sebastien Loeb, der auf Eis und Schnee seinen achten Sieg in den französischen Seealpen anstrebt.

Lokalmatador Sebastien Ogier ist der regierende "König der Monte"

Sieger-Duo Ogier mit Co-Pilot Julien Ingrassia/l.
Foto: © GEPA

Ebenfalls von seinem achten Triumph bei der Monte träumt Sebastien Ogier. Der 36-jährige ehemalige Skilehrer ist in Gap, der Hauptstadt des französischen Departements Hautes-Alpes und dem Zentrum der Rallye Monte Carlo, geboren. Lokalmatador Ogier ist sechsfacher Weltmeister (2013 bis 2018) und der aktuelle König der Monte.

Der Sieger der letzten sechs Jahre durfte beim Saison-Auftakt der Rallye-WM bereits in einem Peugeot 207 (im Jahr 2009, als die Monte keinen WM-Status besaß), im VW Polo WRC (2014, 2015, 2016), im Ford Fiesta WRC (2017, 2018) und im Citroen C3 WRC (2019) über den Gesamtsieg jubeln. Ogier wechselte nach dem Ausstieg von Citroen zu Toyota und hofft bei seinem 150. WM-Start im Yaris WRC konkurrenzfähig zu sein. Nach der Saison will Ogier seine Karriere beenden. Umso mehr hofft er auf einen abschließenden Sieg bei seiner Heim-Rallye - den insgesamt 48. Sieg bei einem WM-Lauf.

"Das Auto fühlt sich gut an", sagt Ogier nach den letzten Tests und vor dem Start der Monte am Donnerstagabend (ab 20:30 Uhr LIVE).

Ogier freut sich auf "seine Rallye" und meint: "Ich habe vor dem ersten Einsatz ein gutes Gefühl. Natürlich wissen wir nicht, wo wir im Vergleich zur Konkurrenz stehen. Das wissen wir erst nach den ersten Prüfungen. Aber ich bin zuversichtlich."

Und immer wieder wird Ogier gefragt, ob er mit Ende des Jahres wirklich aus der Rallye und dem Motorsport zurücktreten wird. "Das ist der Plan", lacht der 36-Jährige und erläutert: "Im Moment habe ich keine anderen Pläne. Es ist wahr, dass ich immer den Wunsch hatte, mich auf der Rennstrecke zu messen – vor allem in Le Mans – aber im Moment bin ich voll auf die WRC-Saison und das neue Abenteuer mit Toyota fokussiert."

Hyundai will mit dem i20 WRC nach Marken-WM auch den Fahrer-Titel holen

Hyundai will im i20 Coupe WRC beide Titel holen
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Ogier und Tänak werden in ihren neuen Cockpits nicht nur von den Herausforderungen der schwierigen Rallye gefordert, sondern auch von einer interessanten Mischung an Konkurrenten.

Da wären zum Beispiel der Belgier Thierry Neuville, der weiter seinem ersten WM-Titel nachjagt, oder der draufgängerische Jungspund Kalle Rovanperä (19/Toyota) bzw. dessen finnischen Landsmann Esapekka Lapi, der von Citroen in den Ford Fiesta WRC wechselte. Nicht zu vergessen auch Sebastien Loeb, der bei der Monte wieder im dritten Hyundai unterwegs ist.

Bereits im Vorjahr absolvierte der Altmeister für die Koreaner einen Teilzeit-Job, holte in sechs Auftritten ein Podium. Dieses Jahr wird er wieder nur bei ausgewählten Rallyes am Start stehen. Wenn er nicht fährt, übernimmt der Spanier Dani Sordo das Cockpit von Loeb.

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Textquelle: © LAOLA1.at

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