Sebastien Ogier - der alleinige "König der Monte"

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Was für ein Auftakt in seine letzte Saison! Sebastien Ogier gelingt bei seiner Heim-Rallye ein perfekter Start in die Rallye-Weltmeisterschaft 2021. Der 37-jährige Franzose gewinnt als erster Pilot zum achten Mal die Rallye Monte Carlo und feiert zusammen mit Beifahrer Julien Ingrassia seinen insgesamt 50. Erfolg bei einem WM-Lauf.

"Es ist immer etwas Besonderes, hier zu gewinnen. Als kleines Kind hab ich schon von dieser Rallye geträumt", ist Ogier sichtlich stolz. Der siebenfache Weltmeister hängt mit dem achten Monte-Triumph seinen ebenfalls großartigen Landsmann Sebastien Loeb ab, der bei der "Mutter aller Rallyes" sieben Mal triumphierte.

"Kein schlechtes Ende für dieses Wochenende”, freut sich der Toyota-Pilot über den Ausgang der 89. Auflage der "Monte" und über die abschließende Bestzeit auf der Power-Stage. Ogier, der im Dezember 1983 in Gap, dem Zentrum der Rallye geboren wurde und einst in den Bergen rund um die Stadt als Skilehrer arbeitete, zeigt sich aber auch glücklich darüber, nicht wie ursprünglich geplant, nach Ende der Saison 2020 aufgehört zu haben.

"Es war eine gute Entscheidung, doch noch eine Saison dranzuhängen", lacht Ogier.

Neo-Teamchef Latvala jubelt beim Debüt über einen Toyota-Doppelsieg

Der finnische Ex-Pilot Jari-Matti Latvala darf sich bei seinem Debüt als Toyota-Teamchef über einen Doppel-Sieg freuen, da Elfyn Evans bei typischen Monte-Bedingungen mit einem Mix aus Schnee, Eis und trockenen Asphalt mit 32,6 Sekunden Rückstand den zweiten Platz erobert. "Hundert Prozent sicher habe ich mich nie gefühlt, deshalb bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden", erklärt der Waliser, der auf SP 6 und SP 11 eine Bestzeit verbuchte.

Ogier ist auf acht Prüfungen der Schnellste und schraubt damit bei seinem 158. WM-Start die Zahl an Bestzeiten auf den diversen Sonderprüfungen auf unglaubliche 601 Prüfungssiege.

Die Hyundai-Piloten Ott Tänak (SP1 und SP 2) sowie Thierry Neuville (SP 10 und SP 13) eroberten die weiteren SP-Bestmarken der 89. Monte.

Neuville kämpft sich mit neuem Co-Piloten auf das Podest

Vorjahressieger Thierry Neuville im Hyundai i20
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Der belgische Vorjahressieger Thierry Neuville tauscht kurz vor dem Start des Klassikers seinen Beifahrer aus. Um sich aneinander zu gewöhnen, bleibt kaum Zeit, zudem vergreift sich der Hyundai-Pilot zu Beginnt der durch die Corona-Pandemie verkürzten Rallye bei der Reifenwahl.

Neuville kommt aber im Laufe der Tage immer besser in Fahrt und kämpft sich zurück auf das Podium. Team-Kollege und Titel-Konkurrent Ott Tänak verbucht beim Saison-Start wie im Vorjahr eine Nullnummer. Er scheidet aus, da er nach einer Panne keinen Ersatzreifen mehr zur Verfügung hat.

Neubauer und Keferböck holen in der WRC3 die Ränge vier bzw. sieben

Keferböck/Minor sehen im Fabia als 26. das Ziel

Der Norweger Andreas Mikkelsen will zurück in ein WRC-Cockpit. Der Routinier ist im Skoda Fabia Evo klar der schnellste Rally2-Fahrer und holt ungefährdet den WRC2-Sieg. Gesamt belegt der 31-Jährige den siebten Platz (+7:23 Minuten).

In der WRC3 sind auch zwei österreichische Teams im Einsatz. Beide verwirklichen sich mit dem Start bei der "Monte" einen Traum. Hermann Neubauer mit Co-Pilot Bernhard Ettel wird im Ford Fiesta hinter drei französischen Citroen-Piloten Vierter und erreicht gesamt mit 21:30 Minuten Rückstand auf Ogier den starken 19. Endrang.

Neubauers Bilanz: "Es ist so viel passiert, ich weiß gar nicht, wo ich anfangen und wo ich aufhören soll. Ich habe noch nie so oft andere Teilnehmer eingeholt oder überholt. Wir hatten einen kaputten Kühler, eine kaputte Windschutzscheibe, eine verbogene Spurstange und einen Reifenschaden. Wir sind mit Slicks am blanken Eis unterwegs gewesen, genauso wie mit Spikes auf trockenem Asphalt. Es war einfach der absolute Wahnsinn, sowas habe ich während meiner Karriere noch nicht erlebt. Ich bin einfach nur dankbar, dass wir dabei sein durften – und dass wir im Ziel sind!

Ebenso denkt der Oberösterreicher Johannes Keferböck der mit Co-Pilotin Ilka Minor in Monte Carlo als Siebter der WRC3-Wertung und als Gesamt 26. (+32:05 Minuten) mit viel Stolz und sehr zufrieden im Skoda Fabia Evo über die Zielrampe fährt.

Textquelle: © LAOLA1.at

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