Fenati nach Brems-Skandal rausgeworfen

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Für Romano Fenati hat sein Aussetzer im Moto2-Rennen in Misano weitreichende Folgen.

Der Italiener, der seinem Kontrahenten Stefano Manzi im Vollgas-Zweikampf an die Vorderradbremse griff, wurde im Rennen disqualifiziert und für die nächsten zwei Rennen gesperrt. Nun trennt sich das Marinelli Snipers Team mit sofortiger Wirkung von ihm.

"Wir können jetzt bestätigen, dass das Marinelli Snipers Team den Vertrag mit Fahrer Romano Fenati beenden wird", heißt es in einem offiziellen Statement des Teams am Montag.

Das Team schreibt von einem "unsportlichen, gefährlichen und beschädigenden" Verhalten von Fenati. "Mit großem Bedauern müssen wir festhalten, dass sein unverantwortliches Verhalten das Leben eines anderen Piloten gefährdet hat. Das kann in keinem Fall entschuldigt werden."

Rauswurf auch bei neuem Team 2019?

Damit war der Grand Prix von San Marino für Fenati das letzte Moto2-Rennen mit Marinelli Snipers. Erst vor zwei Wochen hatte Fenati einen Moto2-Vertrag für 2019 bei Forward Racing unterschrieben. Hersteller MV Agusta, zu dem Forward 2019 wechselt, ist Fenati nun allerdings ein Dorn im Auge.

MV-Augusta-Geschäftsführer Giovanni Castiglioni schreibt auf Instagram: "Das war die schlimmste und traurigste Sache, die ich je in einem Motorradrennen gesehen habe. Echte Sportsmänner würden sich nie so benehmen. Wenn ich die Dorna wäre, würde ich ihn aus der Weltmeisterschaft ausschließen. Was seinen Vertrag für eine zukünftige Position als Fahrer für MV Agusta in der Moto2 betrifft, werde ich alles tun, um das zu verhindern. Es wird nicht passieren. Er repräsentiert nicht die Werte, für die unser Unternehmen steht."

Fenati entschuldigt sich

Fenati hat sich mittlerweile für seinen Aussetzer entschuldigt. "Ich entschuldige mich bei der gesamten Sportwelt. An diesem Morgen, mit meinem klaren Kopf, wünschte ich, es könnte nur ein böser Traum gewesen sein", teilt Fenati auf seiner Homepage mit.

Weiters schreibt der Italiener: "Es ist wahr, leider habe ich einen impulsiven Charakter, aber meine Absicht war sicherlich nicht, einem Mitpiloten Schaden zuzufügen."

Textquelle: © LAOLA1.at

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