Mercedes: "Schaut schlimmer aus, als es ist"
Bei Mercedes macht man einmal mehr auf Zweckoptimismus, obwohl der Vorwochen-Zweite Hamilton bei 46 Sekunden Rückstand diesmal null Chance auf einen Podestplatz hatte. Für Hamilton war das Rennen auch eine kleine Demütigung, wurde doch Teamkollege Bottas in der 52. Runde an ihm vorbei dirigiert, später überholte ihn auch Norris.
Dem Rekordchampion sieht man die Enttäuschung nach dem Rennen an: "Ich habe schon vor dem Rennen gesagt, dass es sehr schwierig werden würde, Max zu schlagen. Unser Auto ist hier aus irgendeinem Grund einfach nicht gut unterwegs. Es ist natürlich frustrierend, Platz zwei zu verlieren, nachdem wir einen so guten Job gemacht haben, um dorthin zu kommen, aber es hat nicht sollen sein."
Durch einen Schaden am linken Unterboden habe er "sehr viel Abtrieb" im Heck seines Mercedes verloren, was ihn am Ende den Podestplatz gekostet hat. "Ich bin nicht stärker über die Kerbs gefahren als die anderen, daher habe ich keine Ahnung, wo es passiert ist. Aber der Schaden war groß", sagt Hamilton. "Dadurch konnte ich den zweiten Platz nicht halten."
Diesen erbte stattdessen Teamkollege Valtteri Bottas. "Für mich persönlich ist das heute natürlich besser als in der Vorwoche", sagt der Finne. "Wir haben als Team trotzdem anständig Punkte geholt, gemessen an dem, um wie viel langsamer wir sind. Aber es war das Maximum", muss er zugeben.
Teamchef Toto Wolff zieht einmal mehr ein ernüchterndes Fazit des Rennens. "Es war kein guter Tag. Aber der Rückstand schaut schlimmer aus als er ist", schwächt der Wiener ab. "Von der Pace wären wir gut dabei gewesen, aber nicht gut genug, um zu gewinnen."