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Premierensiege, Motordrama, Multi 21: Best of Malaysia seit 1999

Der Sepang International Circuit hat für einige legendäre Momente in der Formel 1 gesorgt.

Premierensiege, Motordrama, Multi 21: Best of Malaysia seit 1999 Foto: © Imago

Nach neun Jahren Pause kehrt die Formel 1 nach Malaysia zurück.

19 Mal ist die Königsklasse des Motorsports am Sepang International Circuit zu Gast gewesen - und hat dabei nicht mit legendären Momenten gegeizt.

LAOLA1 blickt auf die besten Momente in Malaysia zurück.

Premierensiege in Sepang

Premierensiege in Sepang
Eddie Irvine ging 1999 als erster Sieger am Sepang International Circuit in die Geschichte ein.
Foto: ©IMAGO / ZUMA Press Wire

Den ersten Sieg in Malaysia holte Eddie Irvine bei der Premiere 1999. Der Ire hatte dabei aber Unterstützung von Michael Schumacher.

Der damals zweifache Weltmeister meldete sich nach seinem Beinbruch in Silverstone mit einer grandiosen Pole Position zurück und distanzierte seinen Teamkollegen um beinahe eine Sekunde.

Irvine-Sieg und Disqualifikations-Wirrwarr

Im Rennen ließ der Deutsche aber Irvine den Vortritt. Dieser kämpfte noch um den Titel, sodass Schumacher das McLaren-Duo als Bremsklotz auf Distanz hielt. Weltmeister wurde im letzten Rennen dann aber dennoch Mika Häkkinen.

Nach dem Rennen wurden die beiden Ferraris wegen illegaler Windabweiser disqualifiziert, was Häkkinen vorzeitig zum Weltmeister gemacht hätte. Die Entscheidung wurde aber am Grünen Tisch wieder revidiert.

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Außerdem feierte Kimi Räikkönen 2003 seinen Premierensieg in der Formel 1, während Sebastian Vettel seinen ersten Triumph in Rot bejubelte.
Foto: ©Imago

Vier Jahre später stand Kimi Räikkönen erstmals am obersten Treppchen. Nachdem Fernando Alonso tags zuvor seine Premieren-Pole geholt hatte, ging der "Iceman" mit deutlich mehr Sprit ins Qualifying und qualifizierte sich nur auf Rang sieben. Der "Gamble" sollte sich im Rennen jedoch bezahlt machen.

Räikkönen gewann mit knapp 40 Sekunden Vorsprung auf Rubens Barrichello, Alonso feierte als Dritter dennoch seinen ersten Podestplatz.

Alonso als Spielverderber und Vettels Ferrari-Premierentriumph

2012 schlüpfte der Spanier selbst in die Rolle des Spielverderbers: Alonso holte in Malaysia seinen ersten Saisonsieg und hielt den heranbrausenden Sergio Perez (Sauber) rundenlang hinter sich, ehe dieser einen Fehler machte.

Der Mexikaner verpasste die Sensation, fuhr auf Platz zwei aber zu seinem ersten Stockerlplatz.

Dafür durfte Sebastian Vettel über seine Premierensieg in Rot jubeln. Im zweiten Rennen der Saison 2015 verzichtete der Deutsche nach einer Safety-Car-Phase auf einen Stopp. Mit einem Boxenstopp weniger hielt er die favorisierten Mercedes von Lewis Hamilton und Nico Rosberg auf Distanz.

Cool im Regenchaos: Kimis legendärer Eis-Moment

Cool im Regenchaos: Kimis legendärer Eis-Moment
2009 sorgt Kimi Räikkönen für einen grandiosen Moment, als er sich umgezogen ein Eis holte - die Konkurrenz saß zu dem Zeitpunkt noch in den Boliden.
Foto: ©imago sportfotodienst

2009 wurde das Rennen für die europäischen Zuseher auf 17 Uhr Ortszeit angesetzt - ein folgenschwerer Fehler.

Nach einem trockenen Beginn öffnete der Himmel nach einem Drittel der Renndistanz seine Schleusen, sodass nach Runde 31 unterbrochen und nach langem Zuwarten sogar komplett abgebrochen werden musste.

Da zum Zeitpunkt des Abbruchs weniger als 75 Prozent der Renndistanz absolviert waren, bekamen die Fahrer halbe Punkte.

Für Kimi Räikkönen war das Rennen zu diesem Zeitpunkt bereits vorbei. Während der Rest des Feldes in den Autos noch auf den Restart wartete, holte sich der Ferrari-Pilot bereits umgezogen ein Eis - sein KERS-System hatte einen Defekt, Ferrari wusste intern bereits, dass er nicht mehr starten würde.

Petrovs Flugeinlage

Petrovs Flugeinlage
Vitaly Petrov sorgte 2011 für eine "Flugshow".
Foto: ©imago sportfotodienst

Formel-1-Autos sind in der Regel nicht für Flugmanöver bekannt - Vitaly Petrov versuchte es 2011 dennoch.

Im Rennen kam der Russe mit seinem Lotus-Renault von der Strecke ab. Als er auf die Piste zurückkehren wollte, katapultierte es Petrov regelrecht in die Luft. Die Flugstunde endete mit einem derart harten Aufprall, dass sogar die Lenksäule brach und der Russe sein Lenkrad lose in den Händen hielt.

"Multi 21, Seb. Yeah, Multi 21"

"Multi 21, Seb. Yeah, Multi 21"
Das ohnehin schon angespannte Verhältnis zwischen Sebastian Vettel und Mark Webber wurde 2013 erneut auf die Probe gestellt.
Foto: ©imago sportfotodienst

Zwei Jahre vor seinem ersten Ferrari-Sieg stand Vettel bereits im Rampenlicht in Malaysia. Mark Webbers legendäre Aussage im Cool-Down-Room nach dem Rennen 2013 ging dabei in die Geschichte ein.

Der damals dreifache Champion Vettel startete von der Pole Position, sein Teamkollege dagegen nur von Rang fünf aus.

30 Minuten vor dem Start begann es stark zu regnen. Vettel behauptete auf Intermediates Platz eins, Alonso beschädigte dabei seinen Frontflügel. Webber war nach einem Blitzstart bereits nach Runde zwei Zweiter.

Der Deutsche wechselte in Runde fünf bereits auf frische Mediums und blieb hinter einigen Autos hängen. Webber kam dagegen erst in der achten Runde zum Boxenstopp und blieb so vor seinem Teamkollegen.

Vettel widersetzte sich der Teamorder

Auch nach dem vierten Stopp blieb der Australier haarscharf vor Vettel, hielt diesen auf gebrauchten harten Reifen aber auf. Red Bull ließ seinen Weltmeister mit der berühmten Teamorder "Multi-Map 21" wissen, dass die Positionen gehalten werden sollen.

Nach rundenlangem Duell und mehreren Funksprüchen, er solle die Anweisungen einhalten, setzte sich Vettel schließlich durch und fuhr seinen ersten Saisonsieg ein.

Sein australischer Rivale fuhr bei der Zieleinfahrt demonstrativ nicht an der Boxenwand, sondern auf der anderen Seite der Geraden über die Ziellinie, schnitt Vettel und zeigte ihm den Mittelfinger.

Im Cool-Down-Room erinnerte Webber den Deutschen mit den Worten "Multi 21, Seb. Yeah, Multi 21" an die Abmachung. Die Anspannung am Podium war für jeden ersichtlich.

Hamiltons Boxen-Fauxpas bei erstem Mercedes-Podium

Hamiltons Boxen-Fauxpas bei erstem Mercedes-Podium
Beim ersten Boxenstopp bog Hamilton zur falschen Boxencrew ab - dennoch fuhr er seinen ersten Mercedes-Podestplatz eins.
Foto: ©imago sportfotodienst

Mit am Podest in demselben Rennen stand Lewis Hamilton - sein erster von über 150 für Mercedes nach seinem McLaren-Abschied.

Der Brite sorgte gleich in seinem zweiten Einsatz für einen Fauxpas: Bei seinem ersten Boxenstopp bog Hamilton bei McLaren ab und wurde von seinem verdutzten Ex-Team durchgewunken.

Wie auch bei Red Bull kam es bei Mercedes zu rundenlangen Duellen - ein Vorgeschmack auf das, was in den nächsten Jahren noch kommen sollte. Im Gegensatz zum Brause-Team hielt sich Rosberg jedoch am Ende an die Anweisungen des Teams, die Positionen zu halten.

Hamiltons Titelträume lösten sich in Rauch auf

Hamiltons Titelträume lösten sich in Rauch auf
Es hätte der Wendepunkt in der Saison 2016 sein können - stattdessen rückte Nico Rosberg seinem Weltmeister-Traum ein Stück näher.
Foto: ©imago / Eibner

Drei Jahre später ging Hamilton mit zwei Weltmeistertiteln für Mercedes im Gepäck und acht Punkten Rückstand auf Teamkollege Rosberg in den 16. von 21 Saisonläufen.

Der Brite holte sich eine dominante Pole vor Rosberg und behielt die Führung, Rosberg kollidierte dagegen mit Vettel und fiel ans Ende des Feldes zurück.

Während Hamilton einem fast schon sicher geglaubten Sieg entgegenfuhr, lösten sich dessen Titelträume in Runde 41 mit einem Motorschaden in Rauch auf.

Rosberg kam hinter Daniel Ricciardo und Max Verstappen ins Ziel - statt mit fünf Punkten Vorsprung ging Hamilton mit 23 Zählern Rückstand in die letzten fünf Rennen. Trotz eines dritten Platzes und danach vier Siegen in Folge sollte sich Rosberg den Titel nicht mehr nehmen lassen.

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