Hürden vor Neustart zu bewältigen
Der deutsche McLaren-Teamchef Andreas Seidl sagte den TV-Sendern RTL/ntv, er befände sich "in enger Abstimmung mit den anderen Teams und der Formel 1, um ein detailliertes Konzept auszuarbeiten, wie wir dieses Rennwochenende, oder diese Rennwoche, in Österreich fahren würden". Vor dem Neustart gelte es, Hürden zu bewältigen.
"Wir müssen natürlich alle auch erst einmal schauen, wie wir aus unseren Heimatländern rauskommen und auch wieder rein nach so einer Rennwoche", erklärte Seidl. "Die ganze Situation ist nach wie vor sehr dynamisch und kann sich täglich ändern." Sieben der zehn Rennställe haben ihre Fabriken in England. Ferrari und AlphaTauri besitzen Zentralen in Italien, Alfa-Romeo-Sauber in der Schweiz.
Bedenken bei Spielberg-Anrainern
Nach Seidls Einschätzung darf die Formel 1 bei den erforderlichen Tests jedoch keine Sonderrolle einnehmen. "Es wird wichtig sein, dass wir diese Rennwoche nur dann durchziehen, wenn sichergestellt ist, dass in den einzelnen Ländern genügend Tests vorhanden sind, genug Equipment, um erst einmal die Bevölkerung zu beschützen und zu versorgen", meinte der 44-Jährige. "Es wäre nicht verantwortlich, wenn wir hier Gesundheitsmaterial und -ressourcen verbrennen würden, und gleichzeitig im Land die Versorgung für die Bevölkerung noch nicht sichergestellt ist."
Touristiker sind begeistert von möglichen Rennen in der Steiermark, unter Anrainern in Spielberg gibt es aber auch Bedenken. Der ehemalige Ombudsmann Karl Arbesser meinte im Morgenjournal von Ö1 am Montag, das Risiko, angesteckt zu werden, werde wesentlich größer, denn tausend Leute könnten einreisen aus Ländern, deren Infektionszahlen wesentlich höher sind als in Österreich. Da könnten möglicherweise Infizierte dabei sein. "Auch wenn behauptet wird, dass jeder erst mit einem Coronatest nach Österreich kommen darf", sagte Arbesser. Er will daher Parteienstellung bei einem Bewilligungsverfahren erreichen.