Red Bull Racing? Hülkenberg nervt Marko

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Der Donnerstag hatte für Nico Hülkenberg einen Schlag in die Magengrube zu bieten: Haas entschied sich, mit der Fahrerpaarung Kevin Magnussen und Romain Grosjean entgegen der Erwartungen in die Formel-1-Saison 2020 zu gehen (HIER nachlesen>>>), der bei Renault ausgebootete Deutsche war der Alternativ-Kandidat auf ein Cockpit beim US-Rennstall.

Der 32-Jährige selbst hat ohnehin seit geraumer Zeit eine andere Wunschdestination: Red Bull Racing!

Dort ist der Platz neben Max Verstappen für die kommende Saison noch nicht geklärt. Neben Alex Albon, der sich gegenwärtig bis Ende 2019 beweisen darf, kommen mit Daniil Kvyat und Pierre Gasly die beiden Piloten von Toro Rosso in Frage, die allerdings beide schon eine Chance im großen "Schwestern-Team" vergeben haben. Dahinter wird es im Universum der Red-Bull-Junioren gegenwärtig eng.

Hülkenberg lässt jedenfalls nichts unversucht, einen Fuß in die Tür zu bekommen: "Red Bull ist immer noch ein Traum von mir. Ich habe mit Helmut Marko den ganzen August über gesprochen. Bis er schließlich sagte: 'Ruf mich nicht mehr an!'", gibt "Hülk" zu.

"Wir würden lieber einen der drei Fahrer nehmen, die wir haben", stellte Teamchef Christian Horner schon Ende August gegenüber "Sky" seine Prioritäten klar. Und Marko erklärte schon in Monza gegenüber "Motorsport-Magazin.com", dass der team-interne Vergleich mit Ex-Red-Bull-Fahrer Daniel Ricciardo reiche, dass Hülkenberg "nur schwer vorstellbar" sei.

Haas erklärt Grosjean-Verbleib

Die Entscheidung gegen Hülkenberg und für Grosjean, der nicht immer zu überzeugen weiß, erklärt Haas-Teamchef Günther Steiner in Singapur umgehend: "An guten Tagen ist er ein sehr guter Fahrer. Er ist seit vier Jahren im Team, ich weiß also um seine Höhen und Tiefen genauso gut wie ihr."

Die momentane schwierige Situation aus sportlicher Sicht hänge aber mehr mit dem Auto zusammen, welches das Team nach wie vor nicht richtig verstehe. Grosjean sei aber eine große Hilfe gewesen, zumindest Ansätze zu finden - und da sei es nicht zielführend, eine neue Unbekannte in den Prozess zu werfen.

Nun gehen Hülkenberg, der also keinen Anteil am Scheitern eines Haas-Deals hat, die Optionen aus. Bei Nachzügler Williams wird das Cockpit von Robert Kubica frei (HIER nachlesen>>>), daneben ist Antonio Giovinazzi bei Alfa Romeo noch nicht bestätigt. Dass der Deutsche bei den erwähnten Rochaden von Red Bull und Toro Rosso eine Unterkunft beim kleineren Team findet, erscheint angesichts der Optionen auch unwahrscheinlich.

Textquelle: © LAOLA1.at

Formel 1 Fahrermarkt: Warum Red Bull und Ferrari im Dilemma sind

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