Hamilton siegt bei Crash-GP in Mugello

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Spektakulärer erster Formel-1-Grand-Prix der Geschichte in Mugello!

Nach einer turbulenten Start-Phase inklusive Massencrash und Roter Flagge fährt Mercedes nach dem Re-Start an der Spitze davon, ehe es in der Schlussphase nach einem heftigen Einschlag von Lance Stroll abermals zu einer Rennunterbrechung kommt.

Anders als beim ursprünglichen Start kann Pole-Setter Lewis Hamilton bei beiden Re-Starts die Führung gegen Teamkollege Valtteri Bottas behaupten. Der WM-Leader feiert seinen 90. Karriere-Erfolg. Hinter Bottas fährt Alex Albon im Red Bull als Dritter erstmals in seiner Karriere aufs Podest.

Ferrari erlebt beim 1000. Grand Prix in der Königsklasse wieder eine Enttäuschung: Charles Leclerc und Sebastian Vettel kommen nicht über die Ränge acht und zehn hinaus.

Rennen zwei Mal unterbrochen

Zunächst kommt es am Start zu mehreren Zwischenfällen. Unter anderem ist für Max Verstappen das Rennen nach einem Crash vorbei, ehe es richtig begonnen hat.

Nach mehreren Runden hinter dem Safety Car kommt es beim Re-Start zu einem weiteren, schweren Crash, in den Latifi, Magnussen, Giovinazzi und Sainz involviert sind. Daraufhin gibt es eine Rote Flagge, das Rennen muss für längere Zeit unterbrochen werden.

Auch in der Schlussphase des Rennens kommt es nach einem Highspeed-Crash von Lance Stroll zu einer Rennunterbrechung: Am Racing Point platzt in Runde 44 ein Reifen, der Bolide schlägt hart in die Streckenbegrenzung ein. Wie nach dem Massencrash in Runde neun gibt es die Rote Flagge.

Insgesamt kommen nur zwölf Fahrer ins Ziel. Hinter den Top drei sammeln auch Daniel Ricciardo (Renault), Sergio Perez (Racing Point), Lando Norris (McLaren), Daniil Kvyat (Alpha Tauri) und Kimi Räikkönen (Alfa Romeo/Strafe) Punkte.

Lewis Hamilton baut seinen Vorsprung in der WM auf 55 Punkte auf Valtteri Bottas aus.

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Hamilton mit Glück

Wie schon in Monza gab es auch beim ersten Formel-1-Rennen auf der Ferrari-Hausstrecke in der Toskana eine Reihe von spektakulären Unfällen und Unterbrechungen. Erst nach rund zweieinhalb Stunden wurde Hamilton als Sieger abgewunken.

Los ging es bereits beim Originalstart, bei dem der von Platz drei losgefahrene Max Verstappen ohne Elektro-Power nicht vom Fleck kam und schon in Kurve zwei unfreiwilliger Beteiligter eines Mittelfeld-Scharmützels wurde. Der Red Bull des WM-Dritten wurde ins Kiesbett gestoßen, der Niederländer fiel wie Monza-Sensationssieger Pierre Gasly (Alpha Tauri) damit früh aus.

Bottas führte danach das Feld hinter dem Safety-Car zum Restart in Runde acht, bei dem es dann aber im hinteren Teil des Feldes erneut und diesmal angsteinflößend krachte. So knallte etwa der Alfa von Antonio Giovinazzi mit voller Wucht auf den McLaren von Carlos Sainz jr., womit auch der Monze-Zweite draußen war.

Dass Bottas beim Neustart mit dem Beschleunigen seines Mercedes sehr lange gewartet hatte, verursachte mancherorts Kritik. "Wollen sie uns alle umbringen?", fragte etwa ein erhitzter Haas-Pilot Romain Grosjean. Sainz blieb cool. "Wichtig ist, dass alle gesund geblieben sind. Vielleicht muss man das System des Restarts grundsätzlich überdenken."

Wegen der Aufräumarbeiten fast eine Stunde nach dem Originalstart wurde das Rennen mit Bottas vor Hamilton dann erneut gestartet. Diesmal wieder stehend und unter der Ampel. Nur noch 13 Autos mit Vettel als Letztem waren dabei.

"Wingman" Bottas ließ Weltmeister Hamilton schon in Kurve eins passieren. Danach setzten sich beide Mercedes sofort ab. 15 Runden vor Schluss hätte sich das Rennen eventuell nochmals drehen können, weil nach einem heftigen Unfall von Lance Stroll - mit ihm verabschiedete sich auch der Monza-Dritte - erneut die Rote Flagge zu einer längeren Unterbrechung führte.

Hamilton hatte aber Glück, dass ihn das zunächst ausgefahrene Safety Car nicht mehr erwischte. Hinter dem Sicherheitsauto ging es dann aus der Boxengasse zum dritten Ampelstart, eine echte Rarität in der Königsklasse.

Bottas vermasselte den Start zwar, drückte sich aber rasch an Daniel Ricciardo vorbei wieder auf Platz zwei. Vorne fuhr Hamilton am Ende problemlos zum Jubiläumssieg.

Textquelle: © LAOLA1.at

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