Stroll als Überraschung im Chaos von Baku

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Nach viel Kritik an seiner Person - auch von LAOLA1 bekam Stroll sein Fett weg - schlug der 18-jährige Kanadier erst mit einem neunten Platz bei seinem Heimrennen und nun mit seinem ersten Podest beim Grand Prix von Aserbaidschan zurück.

Sein dritter Platz macht ihn hinter Max Verstappen zum zweitjüngsten Fahrer, der jemals am Treppchen stand und zum jüngsten, dem das gleich in seiner Premierensaison gelang.

"Es ist wirklich schwierig, darauf etwas zu sagen. Ich habe keine Worte", so der Teenager.

Dass ihn Valtteri Bottas quasi am Zielstrich noch abfing und Platz zwei eroberte, trübte die Freude dabei kaum.

Doch nicht nur Paydriver

Stroll ist vergangenen November als vermeintlicher Ersatz für Felipe Massa zu Williams gekommen. Als Mercedes nach dem überraschenden Rücktritt von Weltmeister Nico Rosberg aber die Dienste des damaligen Williams-Piloten Bottas benötigte, kehrte Massa zurück, um Stroll beizustehen.


Hier spricht Stroll über seinen Erfolg:


Auch Massa hätte in Baku am Stockerl landen können, der Brasilianer fällt aber mit technischem Defekt aus. "Das Rennen war wirklich verrückt. Es ist so viel passiert und gleichzeitig ist alles so schnell gegangen", sagt Stroll kopfschüttelnd.

Man hatte dem jungen Mann aus Montreal nach Ausfällen und Unfällen in den ersten drei Saisonrennen viel Kritik entgegen gebracht. Vor allem die Millionen seines schwer reichen Vaters Lawrence hätten ihm den Platz in der Motorsport-Königsklasse gesichert, munkelten viele.

Spätestens seit Baku weiß man, dass der Teenager mehr drauf hat und auch die Gunst der Stunde nützen kann, wenn es darum geht, die Nerven zu behalten. Gleich im achten Grand Prix fährt er erstmals auf das Podest. "Es ist einfach großartig, hier zu stehen", strahlt Stroll.

Mögliche Nutznießer lassen aus

Als dritter Kanadier nach Gilles und Jacques Villeneuve hat Stroll in Montreal gepunktet, dasselbe gilt nun für das Podium.

Auch Ricciardo gratuliert. "Gut gemacht, Bursche", sagt der Australier, der festhält: "Es war wirklich ein verrücktes Rennen. So eines, wie wir es eigentlich im Vorjahr erwartet hatten. Mit einem Sieg konnte ich einfach nicht rechnen."

Viele hätten an diesem Tag in Baku von dem Chaos mit vielen Unfällen und sechs Ausfällen profitieren können. Sowohl Massa als auch die superschnellen Force Indias von Esteban Ocon (6.) und Sergio Perez (out) hätten sich ohne Pech ganz vorne platzieren können.

Ocon egalisiert als Sechster zwar seine bisher beste WM-Platzierung. Ausgerechnet die Kollision mit seinem Teamkollegen beendet aber nach 37 Zielankünften in Folge die große Serie von Perez.

Während auch der dänische Haas-Pilot Kevin Magnussen als Siebenter positiv auffällt, sorgt Fernand Alonso als Neunter für die ersten McLaren-Saisonpunkte. Der letzte Zähler geht an den Deutschen Pascal Wehrlein und das Sauber-Team, das in der Baku-Woche von der Entlassung der Teamchefin Monisha Kaltenborn erschüttert worden ist.



Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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