Die Fahrer mit den meisten F1-Rennsiegen
3. Das Racing ist nicht nur unehrlich, sondern auch gefährlicher
Die PR-Abteilung der Formel 1 arbeitet derzeit auf Hochtouren, das Reglement hinsichtlich des Racings schönzureden: Viel mehr Überholmanöver gäbe es nun! Dass ein Großteil der Action aus zu früh geleerten Batterien entsteht und herzlich wenig mit einem "erarbeiteten" Move zu tun hat, wird schön ausgeklammert - und dass es sich oft genug um Yoyo-Kämpfe handelt.
Welches Gefahrenpotenzial große Geschwindigkeitsunterschiede zwischen zwei Fahrzeugen haben können, wäre schon im dritten Rennen beinahe von einem theoretischen zu einem realen Problem geworden. Wirklich glimpflich ist Oliver Bearman bei seinem Ausweichmanöver zwar nicht davongekommen, ein Auffahrunfall hätte aber noch schlimmere Folgen gehabt.
Es wird allerdings nur eine Frage der Zeit sein, bis ein solcher passiert, wenn nicht schleunigst der Hebel angesetzt wird.
"Überholen ist aktuell bloßer Zufall. Plötzlich hast du mehr Batterie als dein Vordermann, und entweder fährst du ihm rein, oder überholst - es ist ein Ausweich-, kein Überholmanöver", sagte auch Fernando Alonso - und zwar schon vor dem Japan-GP und dem Bearman-Zwischenfall.
4. Der angekündigte Downfall von Red Bull Racing findet statt
Hinsichtlich der Kräfteverhältnisse hat sich zwar einiges getan, der allergrößte Verlierer ist aber augenscheinlich: Red Bull Racing und damit auch Max Verstappen sind vorerst ins Mittelfeld zurückgerutscht. Mit Siegen hat der Niederländer aktuell nichts zu tun.
Es ist die Folge einer Entwicklung, die sich ein wenig angekündigt hatte: Der Tod von Didi Mateschitz war eine erste Zäsur, die mit dem Abgang von Christian Horner so richtig Fahrt aufnahm - so notwendig der Schritt durch die bekannte Causa um den Ex-Teamchef auch wurde. Ähnliches gilt für die "Pension" von Helmut Marko. Dazu kommt die neue Partnerschaft mit Ford, die sich erst einschleifen muss.
Vielleicht werden hier mittelfristig die richtigen Korrektive bemüht, bis dahin könnte es aber zu spät sein und der größte Trumpf aus den Fingern gleiten: Max Verstappen. Was der Niederländer von den neuen Regeln einerseits, vom Hinterherfahren andererseits hält, ist bekannt. Er wird nicht lange bei Laune zu halten sein, schon nach dem dritten Rennen wird der Abschied aus der "Königsklasse" sehr deutlich in den Mund genommen (News: Frustrierter Verstappen denkt an Karriereende>>>).