UEFA-Boss Ceferin kritisiert Ticketpreise für WM 2026
Bei der Eröffnung des ÖFB-Campus meint der Slowene, er würde stattdessen Preise für VIP-Gäste erhöhen. Zudem äußert er sich über den österreichischen Fußball.
Im Rahmen der Eröffnung des neuen ÖFB-Campus in Wien-Aspern hat UEFA-Präsident Aleksander Ceferin die hohen Eintrittspreise des Weltverbandes FIFA für die Spiele der bevorstehenden WM in Nordamerika kritisiert.
"Es gibt genug reiche Menschen in den USA, sodass die Stadien vielleicht voll sein werden. Aber ist das die Essenz des Fußballs? Ich bin mir nicht sicher", erklärte der Chef des europäischen Kontinentalverbands am Donnerstag vor Journalisten.
Außerdem meinte der Slowene: "Wenn man wirklich mehr Einnahmen erzielen will, kann man einfach die Preise der Skyboxen (Anm.: für VIP-Gäste) erhöhen. Aber nehmt den Fußball nicht von den Fans weg."
Ceferin verwies darauf, dass man bei UEFA-Turnieren wie zum Beispiel einer Europameisterschaft sehr darauf bedacht sei, die Ticketpreise in einem verträglichen Rahmen zu halten.
Kritische Äußerung über Handspiel-Regel
Weiters erwähnte Ceferin die aktuellen Probleme bei der Auslegung der Handspiel-Regel. Man befinde sich hier in intensiven Diskussionen. "Niemand im Fußball versteht noch, was Hands ist und was nicht."
Der VAR solle in diesem Zusammenhang eine untergeordnete Rolle einnehmen. "Es sollte eine Entscheidung des Schiedsrichters auf dem Platz sein." Dafür sei der VAR sehr hilfreich in den Fragen Abseits, Rote Karte oder Foul innerhalb oder außerhalb des Strafraums.
Ceferin: "Österreich ist wichtiges Fußballland"
Vom österreichischen Fußball hat der 58-Jährige eine hohe Meinung. "Er war sehr gut, als ich ein Kind war, ich erinnere mich noch gut an Herbert Prohaska und Hans Krankl. Und die jüngsten Leistungen des Nationalteams sind beeindruckend, Österreich hat einige sehr gute Spieler", sagte Ceferin.
Die Eröffnung des Campus nahm der UEFA-Boss zum Anlass, über ein neues Nationalstadion nachzudenken. "Österreich ist ein wichtiges Fußballland und verdient ein gutes Nationalstadion. Ich verstehe, wir leben nicht in finanziell perfekten Zeiten, aber ich erwarte, dass das früher oder später passiert."