Argentiniens Final-Auftritt? "Fast schon ein bisschen peinlich"
Marc Janko und Andreas Herzog kritisieren in ihrem Podcast "HERZERL mit JANKO" Argentiniens Verhalten im WM-Endspiel - "Einem WM-Finale nicht würdig!"
Spanien ist Fußball-Weltmeister!
Die "Furia Roja" hat sich am Sonntag in New Jersey mit einem 1:0-Sieg nach Verlängerung gegen Argentinien zum zweiten Mal in der Verbandsgeschichte die Weltmeister-Krone aufgesetzt.
Weniger gut haben dies die Argentinier aufgenommen, die es knapp nicht schafften, ihren Weltmeister-Titel von 2022 zu verteidigen. Nach dem Schlusspfiff kam es zu einigen unschönen Szenen:
Unter anderem verpasste Nahuel Molina dem feiernden Spanien-Kapitän Rodri einen Schlag. Leandro Paredes legte sich mit Eric Garcia an und boxte im Anschluss Gavi zu Boden. Auch Nicolas Otamendi lieferte sich ein Wortgefecht mit Rodri.
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Janko: "Die Argentinier sind schlechte Verlierer gewesen"
"Heute müssen wir groß in der Niederlage sein. Heute zeigen wir, dass wir wissen, wie man richtig verliert", erklärte Argentinien-Teamchef Lionel Scaloni nach Spielende. Eine Aussage, die Ex-ÖFB-Teamspieler Marc Janko so nicht stehen lassen will: "Nein, wisst ihr nicht!"
Der TV-Experte geht mit der "Albiceleste" in seinem Podcast "HERZERL mit JANKO" hart ins Gericht: "Die Argentinier sind schlechte Verlierer gewesen."
Sein Co-Host, Andreas Herzog, der das WM-Finale für den ORF als Kommentator im Stadion begleitete, kann ihm da nur zustimmen:
"Man hätte richtig einschätzen müssen und sagen, 'ja, wir waren auch die richtigen Verlierer. Die Spanier waren klar besser.' Aber das passt nicht zur Spielweise und der Mentalität von den Argentiniern."
Argentinier als Unschuldslämmer?
Handgreiflichkeiten seien selbstverständlich ein No-Go, doch auch die verbalen Ausreden der Argentinier, gefallen Herzog überhaupt nicht.
"Was ich überhaupt nicht brauche, ist, wenn sie sich als Unschuldslämmer hinstellen und sagen, sie sind die Armen, weil zu oft darauf hingewiesen wurde, dass sie so hart spielen. Es hat ja einen Grund, warum das so ist. Das sagen alle weltweit", stellt Herzog klar.
Deswegen sei der Ex-ÖFB-Rekordnationalspieler auch froh, "dass sich das Fußballspielen der Spanier durchgesetzt hat gegen die gute Defensive der Argentinier. Aber mehr als eine gute Defensive war es nicht."
Herzog: "Einem WM-Finale nicht würdig!"
"Mit einem Julian Alvarez, einem Messi, wenn du da nicht mal gescheit über die Mittellinie kommst als amtierender Weltmeister, war das fast schon ein bisschen peinlich", so Herzog.
Erst in den Schlussminuten der Verlängerung, als man bereits 0:1 hinten lag und nochmal alles nach vorne schmiss, wurde es doch noch gefährlich vor dem Spanien-Tor. "Davor wollten sie nicht, konnten sie nicht - und das ist einem WM-Finale nicht würdig", findet Herzog.