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Sicherheitsbedenken bei WM-Co-Gastgeber

Nach der Gewalteskalation wegen der Tötung eines mexikanischen Drogenbosses werden nun Sicherheitsbedenken in Hinblick auf die Fußball-WM geäußert. Das ATP-Tennisturnier in Acapulco findet planmäßig statt.

Sicherheitsbedenken bei WM-Co-Gastgeber Foto: © GETTY

Wegen der jüngsten Gewalteskalation in Mexiko wachsen in der Fußball-Welt die Bedenken vor der WM im Sommer.

Seit das Militär den mächtigen Drogenboss Nemesio Oseguera Cervantes - auch bekannt als "El Mencho" - tötete, setzen dessen Anhänger Autos, Banken, Tankstellen und Läden in Brand und errichten Straßensperren.

Besonders betroffen von den Unruhen ist der Bundesstaat Jalisco mit der Hauptstadt Guadalajara, in der eines der drei mexikanischen WM-Stadien steht und zwei Teams - Kolumbien und Österreichs März-Testspielgegner Südkorea - ihr Camp geplant haben.

In der Millionenmetropole sind vier WM-Gruppenspiele angesetzt, darunter auch das Match von Europameister Spanien gegen Uruguay.

13 WM-Partien in Mexiko geplant

Insgesamt steigen in Mexiko 13 WM-Matches, neben Guadalajara sind Mexiko-Stadt sowie Monterrey die weiteren Gastgeberstädte. In Mexiko haben Uruguay (Playa del Carmen) und voraussichtlich auch Südafrika (Pachuca) ihre WM-Quartiere vorgesehen.

Das ÖFB-Team residiert während des Turniers in Santa Barbara (Kalifornien) und absolviert alle drei Gruppenpartien in den USA.

Bereits Ende März und Anfang April sollen in Guadalajara und Monterrey zudem jeweils zwei internationale Play-off-Partien stattfinden zur Ermittlung der letzten beiden WM-Teilnehmer. Der Fußball-Weltverband FIFA war für eine Reaktion auf die Lage angefragt.

Zeitung: "Internationale Alarmglocken schrillen"

Nachdem zuletzt noch die Situation bei Co-Gastgeber USA mit dem heftigen Vorgehen der Einwanderungsbehörde ICE gegen Migranten für Empörung und Boykott-Aufrufe sorgte, rückt nun Mexiko in den Fokus.

"Die Lage lässt die internationalen Alarmglocken schrillen, besonders in Bezug auf die Sicherheit der Besucher und die Organisation in einem der Hauptaustragungsorte des Turniers", schrieb die Zeitung "AS Mexico". Das dritte WM-Austragungsland ist Kanada.

Wegen der Unruhen wurden am Sonntag unter anderem zwei Erstligaspiele in Mexiko abgesagt. Die mexikanische Nationalmannschaft will in dieser Woche in der Stadt Queretaro - zwischen Guadalajara und Mexiko-Stadt gelegen - eigentlich ein Freundschaftsspiel gegen Island bestreiten.

Ob dieses wie geplant stattfinden kann, war zunächst offen. Der isländische Verband veröffentlichte noch am Montagmorgen Trainingsbilder aus Mexiko.

Tennisturnier in Acapulco findet wie geplant statt

Von den gewalttätigen Protesten nach dem Tod des Drogenbosses sollen etwa 20 der 32 mexikanischen Bundesstaaten betroffen sein, schrieben lokale Medien.

Es habe Tote und Verletzte gegeben, eine offizielle Zahl gab es nicht. Mehrere Botschaften anderer Länder riefen ihre Bürger dazu auf, wachsam zu sein und eventuell Hotels nicht zu verlassen.

In dieser Woche sind zudem Tennisstars beim ATP-Turnier von Acapulco, darunter auch Österreichs Doppelspezialist Alexander Erler, im Einsatz. Die Organisatoren teilten mit, dass das Event wie geplant und unter normalen Bedingungen ausgespielt werden soll.

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